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  Die Welt ohne uns: Reise über eine unbevölkerte Erde | Alan Weisman
 
 
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Die Welt ohne uns: Reise über eine unbevölkerte Erde
Alan Weisman

Piper, 2007 - 432 Seiten

Kundenbewertung:(31 Bewertungen)
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Hab's mir anders vorgestellt

Gedankenspiele à la "Was wäre wenn ..." haben mich von jeher interessiert - vom ganz kleinen Detail (z. B. was wäre wenn ich 10 Minuten später über die Straßenkreuzung gehe) bis hin zu so großen und umfassenden Fragen wie die, die sich der Autor als Thema des Buches gewählt hat - Was wäre wenn morgen alle Menschen verschwunden sind?
Man macht sich natürlich seine eigenen Gedanken darüber: Wie lange würden die Häuser stehen, was würde aus unseren Haustieren werden, wie schnell könnte der Grad der Umweltverschmutzung rückgängig gemacht werden usw. Zunächst scheint das Buch auch in diese Richtung zu gehen, mit der Beschreibung, wie ein Haus in sich zusammenfällt oder was mit der New Yorker U-Bahn geschähe. Für meinen Geschmack etwas zu detailreich geschildert - man muss ja nun nicht jede einzelne Schraube unter die Lupe nehmen. Aber okay, dachte ich, vermutlich gibt es nicht sooo viel zu betrachten und irgendwie muss der Mann ja die über 360 Seiten gefüllt haben. Leider kippte das Verhältnis dann ziemlich stark um. Was zunächst zu viel war, wurde plötzlich viel zu wenig, so dass ich mich wirklich nach einigen Seiten fragen musste, was das jetzt noch mit dem Thema zu tun hat. Klar, um ein Verständnis für ein Zukunftsszenario zu bekommen, muss man einen Blick in den Ist-Zustand werfen und kommt dabei nicht um Physik oder Chemie herum. Z. B. warum Plastik fast unzerstörbar ist, welche Halbwertzeit diverse radioaktive Stoffe haben, wie das Leben im Wasser in diversen Korallenriffs aussieht, welche chemischen oder physikalischen Vorgänge bei der Produktion von XYZ ablaufen usw. Ohne diese Beleuchtung verstünde man wohl nur die Hälfte von dem Bild der Zukunft. Auch hier hatte der Autor wieder eine Menge Wörter aufgetürmt um wenig zu sagen. Und jedes Mal wenn es dann an den entscheidenden Punkt kam - Unterrichtsstunde beendet, jetzt wird das Zukunftsszenario aufgebaut - war ich völlig enttäuscht darüber, dass das eigentliche Thema in wenigen Zeilen lieblos hingeklatscht wurde wie ein Rührei in die Pfanne. Peng, da liegt es. Und nun? Sprung zum nächsten Thema, seitenweise Palaber, nächstes Ei hinklatschen, neues Thema.
Okay, nach der Hälfte des Buches dachte ich: Dass ich irgendwie völlig andere Vorstellungen von so einem Buch habe, ist ja nicht die Schuld des Autors. Ich hatte mir mehr etwas wie ein Bild aus Worten vorgestellt: Morgen sind alle Menschen weg, unsere Pflanzen in den Wohnungen werden wohl vertrocknen, nach wenigen Tagen werden die wilden Tiere freimütiger in den Städten herumstreunern und nach Essbarem suchen, nach x Tagen fällt die Notversorgung in Kraft-, Gas- und Wasserwerken aus - dadurch wird es zu Explosionen oder was auch immer kommen, nach x Wochen geschieht dies, nach x Jahren das usw. Eigentlich so ähnlich wie es in dem Zeitstrahl ganz vorn und ganz hinten knapp dargestellt wird. Aber Pustekuchen. Mit erhobenem Zeigefinger schimpft der Autor über die Menschen und was sie alles anrichten. An vielen Stellen war ich doch sehr erschrocken, weil mir teilweise das Ausmaß nicht so bewusst war. Aber dass der Mensch sich zu viel einbildet und zu rücksichtslos ist, wissen wir ja nicht erst seit gestern. Somit empfand ich das doch ein wenig als fehl am Platze. Und irgendwie frage ich mich jetzt, wo ich das Buch beendet habe, was ich eigentlich gelesen habe. Da waren eine Menge Worte, aber einen richtigen Kern hatte das ganze eher nicht bzw. hätte man diesen wohl in einem etwas umfangreicheren Zeitungsartikel unterbringen können. Na ja, und wie viele hier beanstandet haben, muss ich deshalb auch sagen, dass das eigentliche Thema irgendwie verfehlt wurde. Vielleicht 15 % des gesamten Buches drehen sich um "Was wäre wenn ...". Deshalb ist es für micht enttäuschend gewesen.
Ich gebe trotzdem 3 Sterne weil ich zugegebenermaßen ein paar Dinge dazu gelernt habe bzw. Themen entdeckt habe, mit denen es sich näher zu beschäftigen lohnt, z. B. der fast unberührte Waldstreifen in Weißrussland bzw. Polen oder die verlassene unterirdische Stadt, die in den Stein eingearbeitet wurde. Davon hatte ich noch nie gehört und die Beschreibungen haben mein Interesse geweckt.
Aber sonst ist dieses Buch wie ein Croissant: Es sieht nach viel aus und man bekommt beim Hinschauen Appetit, aber eigentlich ist nur eine Menge Luft drin.


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futuristischer (Alb)traum

Der Autor Alan Weisman geht einer interessanten Fiktion nach - aus den unterschiedlichsten Perspektiven. Wie lange überdauern unsere Bauwerke ? Wie erholen sich Flora und Fauna ? Was passiert mit unseren (zum Teil schlimmen) Hinterlassenschaften ? Und wie könnten diese (Erholungs)prozesse ablaufen ?

Jeder, der den Titel liest, geht sicherlich eigenen Gedanken nach, sich einen menschenleeren Planeten vorzustellen. Nicht auch des aktuellen Kinofilms 'I am Legend' zuletzt entstehen sofort imaginäre Bilder vor unserem geistigen Auge. Überwuchernde Gebäude und Städte, entlaufende Haustiere und sich vergrößernde Wildtierherden sehen wir vorüberziehen; und damit sehen wir uns als letzten (?) Überlebenden.

Das Eintreten einer solchen Situation ist vorstellbar aber wissenschaftlich nicht ganz begründbar, da uns der Autor verschiedene Möglichkeiten des Auslöschens der Menschheit aufzeigt, die aber einen kleinen Teil Menscheit überleben lassen, weil auch wir ein Teil der doch robusten Natur sind. Gute Recherchen ziehen sich durch das Buch und vermitteln ein solides Gedankenkonstrukt.

Nachdenklichkeiten gibt es an vielen Stellen. Dem Lesen wird aufgezeigt, wie nachlässig er mit der Natur und den Ressourcen der Erde umgeht. Und stellt sich dann wirklich die Frage, wie lange kann das noch gutgehen ?

mein Fazit: Solide Kost auf gut recherchierten Grundlagen mit viel Anlaß zum Nachdenken und Bessern !


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Das Thema beflügelt meine Phantasie!

Wer Romane lesen will, soll Romane lesen!
Dies ist eine akribische, fast wissenschaftliche Endzeitvision.
Leider zu realistisch.
Wie schnell da alles wieder zuwächst, wenn die Menschheit sich nach dem Kollaps in Luft aufgelöst hat.
Alles schon grün, zwischen dem Plastikmüll.
Schön.

Was zerfällt?
Was bleibt?



reviews: 1, page 2, 3, 4, 5, 6, 7



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