Nachtzug. | Barbara Wood, Gareth Wootton
Bücher:
Nachtzug.
Barbara Wood
,
Gareth Wootton
Fischer (Tb.), Frankfurt
, 1995 - 357 Seiten
Kundenbewertung:
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Kauftipp
ist ungewöhnlich , aber sehr einfühlsam und spannend
Sehr ungewöhnlich, weil auch auffallend kurz geschrieben, aber wie immer sehr spannend mit tollen Charakteren. Einmal angefangen , möchte man das Buch nicht mehr aus er Hand legen und unbedingt den Ausgang der einfühlsamen Geschichte erleben, die in einer Zeit spielt, in der für Liebe eigentlich kein Platz war, aber es immer wieder Menschen gab, die zeigen, daß Gefühle eine große Rolle spielen, auch wenn sie ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel setzten!!!
fesselnd und nicht loslassend
wiederstand!sofia,polen!!macht sich keiner gedanken darüber das es so was gab, direkt vor der nase der ss, aber es gab ihn, mit unglaublicher list haben die köpfe sofias den wiederstand auf eine schier undenkliche weise gezeigt, absolut lesenswert,man legt das buch nicht aus der hand,es wird mitgefiebert,mitgezittert, 5 sterne,für die klare aussage im buch,super emfehlenswert!!!
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Sehr spannend und mitreißend, aber auch realistisch
"
Nachtzug
" ist der dritte Roman, den ich von Barbara Wood gelesen habe. Es ist mir aufgefallen, dass er so ganz anders ist, als die übrigen Romane. Vielleicht liegt das daran, dass alles so grausam realistisch ist. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass so etwas wirklich einmal passiert ist.
Die Geschichte spielt in einer kleinen polnischen Stadt namens Sofia, die von den Truppen der Deutschen während des Zweiten Weltkriegs besetzt ist. Um die Stadt vor der Endlösung zu bewahren, denken sich der Arzt Jan Szukalski und seine Stellvertreterin Anna Duszynska einen gewagten Plan aus: Sie wollen mit Hilfe eines von Jan erfundenen Impfstoffes, der fälschlicherweise Viren in Blutproben anzeigt, eine Fleckfieberepidemie vortäuschen. Ihr erstes "Versuchskaninchen" wird Hans Keppler, der als Aufseher im KZ Auschwitz arbeitete und den psychischen Druck dort nicht mehr ausgehalten hat. Der Plan geht drei Jahre lang gut, doch dann wird ein neues Gerät zur Untersuchung von Blutproben erfunden und die ganze Sache fliegt auf...
Auf jeden Fall lesenswert!
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Ein gutes, spannendes Buch, das zum Nachdenken anregen kann
Eindeutige Positiva sind die spannende, auch eindringlich erzählte Geschichte, die ihr Thema durchaus anspruchsvoll abzuhandeln versucht und dankbarerweise nicht ins Moralisieren oder nur Abenteuerliche abgleitet. Während ein engagierter polnischer Arzt, seine Stellvertreterin und ein mit ihm befreundeter Priester mit Hilfe eines jungen NS-Soldaten, der desertiert ist, und dessen Freundin eine polnische Kleinstadt zu beschützen versuchen, indem sie höchst einfallsreich eine Fleckfieberepedemie vortäuschen, versucht eine jüdische Widerstandsgruppe eine gewaltsame Lösung, und kommt ihnen dabei (fast)in die Quere. Es wird also nicht nur vom Widerstand erzählt, sondern verschiedene Formen werden thematisiert. Dabei dem gewaltsamen Widerstand, obwohl er verständlich wirkt, eine klare Absage erteilt, da die aktive, jüdische Widerstandsgruppe letztlich scheitert und liquidiert wird. Besonders wirkungsvoll ist, daß die Protagonisten/innen als alltägliche, durchwegs "normale" Personen gezeichnet sind, die eben in einer Ausnahmesituation über sich hinauswachsen. So ist der Protagonist z.B. ein polnischer Arzt, der um seine Familie und seine Existenz fürchten muß. Statt zu resignieren, sucht er jedoch einen Ausweg, wobei er auch anderen zu helfen versucht. Sein Verhalten wird dabei geradezu sachlich und ohne Gloriole geschildert, und ist gerade deshalb so beeindruckend. Sehr schön ist auch die Beziehung (keine Liebesbeziehung) zu seiner Mitarbeiterin gestaltet, wenn gezeigt wird, wie er allmählich die anfänglichen gegen seine Kollegin abzubauen beginnt und wie durch die gemeinsame Arbeit eine Zusammenarbeit und Freundschaft aufgebaut wird, die auch nach der Trennung noch Bestand hat. Spannung wird auch dadurch aufgebaut, daß der/die Leser/in nicht über alles sofort informiert wird. So glaubt z.B. zunächst nicht nur die junge Krankenschwester, daß ihr Freund gestorben ist, sondern auch dem/der Leser/in wird dieser Eindruck vermittelt. Ebenso wird z.B. zunächst der Eindruck vermittelt, daß die Flucht des jungen Paares gescheitert ist und über das genaue Ausmaß des Doppelspiels, das der NS-Täter Max mit der Ärztin Maria treibt, ist auch der/die Leser/in zunächst nicht völlig informiert, obwohl er/sie schon einiges ahnen kann. Getragen wird der Roman von der klassischen Vorstellungen der ausgleichenden Gerechtigkeit. So kann z.B. der NS-Täter Max zwar untertauchen, viele Jahre später findet er aber doch noch ein schreckliches Ende. Als der polnischen Priesters (als einziger der passiven Widerstandsgruppe um die Ärzte) von der NS ermordet wird, wird dies als freie Willensentscheidung vorgeführt, mit der er über die Gegner triumphiert und gleichzeitig büssen darf, daß er gezwungen war, einen Menschen aus Notwehr zu töten. Doch empfinde ich diese Form der ausgleichenden Gerechtigkeit nicht unbedingt als Nachteil. Problematisch erscheint mir allerdings die Darstellung der NS-Täter, die nur durch negative, ausgesprochen böse Personen vertreten sind. Angesichts der erwiesenen Verbrechen, die von Vertretern/innen dieses Regimes begangen wurden, ist natürlich verständlich, daß die Autorin und ihr Koautor das Regime nicht entschuldigen oder ihm etwa eine positive Seite abgewinnen wollten. Im Hinblick auf die literarische Qualität des Romans ist die Schwarzweißzeichnung der Feinde, die zudem durch eine Menge Stereotypen (Arroganz, geistige Beschränktheit etc.) charakterisiert werden, allerdings schon ein Problem. Hier wäre etwas Differenzierung sicher nicht schlecht gewesen. Doch grundsätzlich ist das Buch sowohl aus technischen wie auch aus inhaltlichen Gründen sehr zu empfehlen.
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Geschichtlich spannend jedoch manchmal zu langwierig
Ein geschichtlich sehr spannender Roman mit vielen interessanten Menschen und deren Emotionen. Jedoch gibt es ab und zu ein paar langwierige Stellen die man etwas hätte verkürzen können. Nach den großen Romanen von Barbara Wood ist es aber auch eine gute Unterhaltung, die man sich nicht entgehenlassen sollte.
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