Eine Super "Durchgeknallte" Krimi - Komödie mit echt guter Bestzung...Kann ich jedem nur empfehlen.
Natürlich ist es kein Krimi im herkömmlichen Sinn, es ist absolut nicht möglich, den Fall selbst zu lösen oder den zum Teil herrlich absurden Wendungen auch nur ansatzweise zu folgen - dafür ist die Handlung einfach zu "bekloppt", im positiven Sinn. Aber dies macht gerade den Reiz des Filmes aus, schließlich nimmt "Eine Leiche zum Dessert" all jene ernstgemeinten Krimis aufs Korn, bei denen die Auflösung ("Wer ist der Mörder?") kaum weniger an den Haaren herbeigezogen ist!
Kurzweilige, sehr skurrile Unterhaltung, nicht nur für Krimifans. Leider gibt es heute kaum mehr Komödien oder Satiren dieser Güteklasse!
Murder runs rampant. Who or what is doing this? Why? Can it be stopped before it is too late? If you are good at detective movies you should be able to figure this out. This is a very punny movie.Kulinarischer Leckerbissen - besonders für den Krimikenner Die "Leiche zum Dessert" ist wirklich ein Leckerbissen der skurrilen Komödie - genial besetzt, brillant in ihren Anspielungen, Dialogen und Parodien, irrwitzig in der Story (und einzig ein wenig schwach auch in derselben, aber davon später).
Die Story selbst hört sich erst einmal sehr nach piffigem Krimiplot an: Der geheimnisvolle Lionel Twain lädt die berühmtesten Detektive zu einem Wochenende "und zu einer Leiche zum Dessert" ein. Derjenige, der einen von Twain termingenau angekündigten Mord aufklärt, soll eine Million Dollar erhalten. Der abgedrehte Hausherr sorgt allerdings dafür, dass nicht nur die Leiche selbst dann für einige Verwirrung sorgt...
Diese bitterböse Komödie - man kann es fast so sagen - war einfach fällig. Als schwarzhumorige Replik auf das Krimigenre und den Kult um dasselbe nutzt sie auch wirklich keine Gelegenheit aus, etablierte Krimikonventionen lächerlich zu machen, gesetzte Figuren des Krimiuniversums zu verulken und schließlich den Kriminalliteraturbetrieb selbst aufs Korn zu nehmen. Herzstück dieses funktionierenden Unternehmens sind dabei die Schauspieler, ihre Figuren und ihre Dialoge: Allesamt parodieren und persiflieren sie bekannte Krimiprotagonisten: Sam Diamond (Peter Falk als obercooler Schnüffler mit schmierigem Touch) steht für Sam Spade, Dick und Dora Charleston (Traumpaar David Niven als blasierter Snob und Maggie Smith) sind an Nick und Nora Charles angelehnt, Sidney Wang (Hammer: Peter Sellers) ist Charlie Chan, Milo Perrier eine tuntig-wehleidige Version von Hercule Poirot. Einen besonderen Gag stellt das Doppel Jessica Marbles nebst Pflegerin dar: Während die gebrechliche uralte rollstuhlgefesselte Pflegerin weit eher dem von Agatha Christie beschriebenen Miss-Marple-Charakter entspricht, ist Jessy Marbles an die Marple-Figur angelehnt, wie sie Margaret Rutherford ebenso genial in der Filmreihe verkörpert. Sie alle, ihr Gehabe, ihre Attitüden führen aufs Feinste die ehrwürdigen Paten vor- liebevoll, manchmal derb, aber immer gewitzt. DAS Highlight dürfte aber für viele die geniale Kombination des blinden Butlers (herrlich: Sir Alec Guinness) und der taubstummen Köchin darstellen. Ihre vollständig in die Hose gehenden Verständigungsversuche sind einfach zum Schreien komisch. Einziger Wermutstropfen in der herrlich abgedrehten Farce: Die Handlung, die aus lauter Freude an der Absurdität zum Schluss doch völlig an Fassung verliert und dabei zwar konsequent ist, aber eben doch das nur noch Lächerliche gefährlich touchiert.
Dennoch und trotzdem: Die "Leiche zum Dessert" demoliert die Lachmuskeln auch noch beim zehnten Mal Anschauen. Einzig schade ist das sehr dürftige Bonusmaterial - ein Interview mit dem Regisseur reicht da einfach nicht aus. Ist in den Archiven denn kein Interviewmaterial zu den Darstellern zu finden? Reicht es nicht mal zu einem kleinen, amüsanten Making Of? Naaa ja... Aber sonst: Daumen hoch, und das aber dicke! :-)