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  Nachtzug. | Barbara Wood, Gareth Wootton
 
 
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Nachtzug.
Barbara Wood, Gareth Wootton

Fischer (Tb.), Frankfurt, 1995 - 357 Seiten

Kundenbewertung:(21 Bewertungen)
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Absolut kurzweilig, spannend und realistisch

Ich, der eigentlich nie ein Buch zur Hand nimmt, habe dieses Werk in kürzerster Zeit gelesen. Die Episode des zweiten Weltkrieg ist dermaßen realistisch und spannend geschieldert, daß es schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Es ist auch sehr interessant beschrieben, wie die Situation im besetzten Polen des 2. Weltkriegs aussah. Mit all dem Wiederstand, der in dem kleinen land geleistet wurde. Absolut Empfehlenswert.


Ein fesselnder, aber teilweise auch schockierender Roman

Ein fesselnder, aber auch schockierender Roman auf dem Hintergrund der deutschen Besetzung Polens im 2. Weltkrieg - teilweise nichts für Zartbesaitete, dem Thema der Besatzung und gerade der Judenvernichtung entsprechend ! Die Romanfiguren - Gute wie Böse - sind sehr gut ausgestaltet und es herrscht von Anfang an eine spannungsgeladene und stringende Handlung - mit teilweise gutem Ausgang. Wer Robert Harris' "Enigma" kennt, erfährt hier eine ähnliche Episode des braunen Deutschlands von 1933-45.


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nachdenklich stimmend

Die Autorin Barbara Wood, geb. 1947 in England, schreibt sehr einfühlsam, so dass man sich die Handlung lebhaft vorstellen kann. Ihren Ko-Autor hat sie bei ihrer zehnjährigen gemeinsamen Krankenhausarbeit in Kalifornien kennengelernt. Die Geschichte ereignet sich zur Zeit des 2. Weltkriegs in einer polnischen Stadt namens Sofia östlich von Auschwitz. Die Besetzung von Sofia durch die Nazis wird von den Bewohnern nicht widerstandslos hingenommen. Einerseits gibt es die aktiven Widerstandskämpfer, vor allem aus der Stadt vertriebene Juden, die sich in einer Höhle verstecken und den Deutschen zunächst nur geringen Schaden durch Sabotageakte zufügen. Gleichzeitig findet in Sofia ein passiver Widerstand statt, der aus einer vorgetäuschten Fleckfieberepidemie besteht. Die Idee dazu kommt zustande, als Hans Keppler mit seiner Arbeit als Aufseher des KZs Auschwitz nicht mehr zurecht kommt und während eines Urlaubs in Sofia den Pfarrer Piot Wajda um Rat fragt. Der Pfarrer bittet daraufhin seinen Freund Dr. Jan S., einen medizinischen Vorwand für Hans zu finden, um eine Rückkehr ins Lager zu verhindern. Dr. Maria D., die Stellvertreterin von Jan, kommt auf die Idee, bei Hans Fleckfieber vorzutäuschen, was überhaupt erst möglich ist, da Jan S. zwei Jahre zuvor einen Impfstoff entwickelt hat, der die Symptome von Fleckfieber vortäuscht. Mit dem "Proteus OX-19"-Stamm können die zwei Ärzte den Impfstoff produzieren. Sie spritzen Hans den Impfstoff ins Blut, der daraufhin als "Fleckfieberpatient" ins Krankenhaus eingeliefert wird. Da die Ärzte die Bewohner Sofias vor den Grausamkeiten der deutschen Besatzer bewahren möchten, lassen sie eine Epidemie wüten: Sie spritzen den Patienten im Krankenhaus und auch den Leuten in den Dörfern um Sofia den Impfstoff, was zu einer Quarantäne und zur Verringerung der stationierten Soldaten in Sofia führt. Hans stirbt offiziell an Fleckfieber und lebt fortan unter einer anderen Identität als taubstummer Mönch beim Pfarrer. Der deutsche Spion Rudolf Bruckner, der im Krankenhaus als Laborant arbeitet, wird immer misstrauischer. Deshalb ist der Pfarrer gezwungen, Rudolf Bruckner zu töten. Ihm gelingt es, den Tod wie einen Selbstmord aussehen zu lassen. Die Partisanen überfallen einen mit Waffen beladenen deutschen Zug, damit sie das Waffendepot der Nazis in Sofia in die Luft jagen können. Sie werden jedoch verraten und somit sind die Deutschen vorbereitet und nehmen in der Nacht des geplanten Überfalls die 40 Partisanen direkt vor dem Waffendepot fest. Die Nazis richten sie als Warnung für alle anderen Polen auf dem Marktplatz öffentlich hin. Drei Partisanen entgehen ihrem Schicksal und wollen einen der Nachtzüge stoppen, um die Juden, die darin ins KZ gebracht werden sollen, zu retten. Der Überfall gelingt ihnen tatsächich, aber kein einziger Jude steigt aus, da sie nicht wissen, was für eine Schicksal im KZ auf sie wartet. Die drei Partisanen werden festgenommen. Die Quarantäne kann noch lange Zeit aufrecht erhalten werden. Die Ärzte weihen nach und nach alle Bewohner Sofias in die Unechte Fleckfieberepidemie ein. Diese spielen ihre Rolle sehr überzeugend und den deutschen Soldaten wird die schlimmste Epidemie aller Zeiten vorgetäuscht. Nach zweieinhalb Jahren Quarantäne lassen die Ärzte im Frühjahr 1944 die Seuche aus Angst vor Entdeckung allmählich abklingen. Für die Bewohner Sofias besteht keine Gefahr mehr, weil sich die Ostfront langsam auf die Stadt zuschiebt und die Nazis sich deshalb schon zurückzuziehen beginnen. Die passiven Widerstandskämpfer trennen sich. Eine neue Testreihe deckt den Betrug schließlich auf. Jan kann gerade noch mit seiner Familie fliehen. Der Pfarrer wird von den Nazis ermordet. Der Anfang und das Ende des Buches spielt in der Nachkriegszeit in Amerika. Max Hartung, der wie Maria D. seinen Namen geändert hat, wird ein paar Wochen vor seiner Gerichtsverhandlung, in der er als kriegsverbrecher angeklagt worden wäre, von unbekannten Tätern erschossen.

Eva-Maria Koller, Lena Feicht


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realistisch und interressant

Ich habe das Buch hauptsächlich gelesen, weil ich Barbara Wood unheimlich interressant finde, aber ich wurde von dem Roman selber sehr positiv überrascht.Das Polen des Zweiten Weltkrieges ist sehr realistisch und auf eine ganz neue Weise dargestellt.Als ich den Titel und Klappentext gelesen habe, dachte ich erst, daß das Buch sicher nur wieder eine dieser Kriegsgeschichten ist, die ich langsam nicht mehr sehen kann, aber Nachtzug ist viel mehr.Es ist die Geschichte zweier Ärzte, die versuchen, eine ganze Stadt vor den Angriffen der Nazis zu retten.Dies geschieht allerdings auf eine Weise, die genauso ungewöhnlich wie genial ist.Mehr will ich aber gar nicht vorweg nehmen, denn dieses Buch ist es auf jeden Fall wert, gelesen zu werden.Und nicht nur das, es regt auch zum Nachdenken an, und es ist nur zu seinem eigenen Vorteil, wenn man das auch tut.


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Eine unglaubliche aber wahre Geschichte!! Hochgenuß!!!

Ein polnischer Arzt und eine polnische Ärztin haben einen gefährlichen Plan, um die Stadt von den deutschen Besatzern zu schützen. Sie täuschen eine Epidemie vor und riskieren dabei ihr Leben. Doch der Plan wird ausgerechnet von einer jüdischen Partisanengruppe torpediert.

Es handelt sich um eine wenig bekannte Episode aus dem 2. Weltkrieg. Dieses Buch tanzt ein wenig aus der Reihe, aber es ist eines der besten! Das Buch ist voll von Hoffnung und Verzweiflung, Menschlichkeit, List und Mut. Es ist im Nu eines meiner absoluten Lieblingsbücher geworden. Es ist ein absolutes Lese-Muß. Einfach unbeschreiblich ist die Spannung, die von diesem Buch ausgeht. Von der Zivilcourage der Helden könnte sich wohl jeder etwas abschneiden...

Also: unbedingt lesen!!!!


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reviews: 1, 2, 3, page 4, 5



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