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  Die dunkle Seite des Mondes | Martin Suter
 
 
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Die dunkle Seite des Mondes
Martin Suter

Diogenes Verlag, 2001 - 315 Seiten

Kundenbewertung:(83 Bewertungen)
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Teilweise spannend, Teilweise etwas langatmig

Ich habe zuerst "Ein perfekter Freund" gelesen (und verschlungen) und mich anschließend gleich auf dieses Buch gestürzt. Die "dunkle Seite des Mondes" fängt vielversprechend an, wird dann sehr spannen lässt aber meiner Meinung nach am Schluß nach. Ich fand es etwas langatmig und das Ende vorhersehbar. Trotzdem ein netter Zeitvertreib und gute Unterhaltung!


beim nächsten Pilzgericht gut aufpassen!

Urs Blank hat eigentlich alles, was man zum Glücklichsein benötigt. Einen Job als Wirtschaftsanwalt, durch den jegliche finanzielle Sorgen für ihn ein Fremdwort sind, eine funktionierende Beziehung, einflussreiche Freunde. Dennoch verspürt er den Wunsch nach Veränderung. Diese tritt ein, als er auf einem Flohmarkt die knapp 20 Jahre jüngere Lucille kennen lernt. Durch die Affäre verliert er nebenbei seine langjährige Freundin, viel schwerwiegender auf sein restliches Leben sind allerdings die Folgen, die ein missglückter Ausflug mit seiner neuen Bekannten in die Welt der Pilz-Trips hat. Was eigentlich nur ein recht harmloser, skurriler Versuch der Bewusstseinserweiterung sein sollte, endet in einem nicht enden wollenden Horror-Trip. Nachdem er vom Rausch runterkommt, bemerkt er immer erschreckendere Nachwirkungen. Aus dem kontaktfreudigen, charmanten Weltmann wird ein gefühlskalter, introvertierter Außenseiter. Aber auch in anderer, für seine Mitmenschen weitaus schwerwiegenderen Form, kommt es zu Veränderungen. Sein erstes, aber nicht einziges Opfer, wird die Katze von Lucille.

Auch wenn dieses Buch unter der Rubrik "Krimi" läuft, hat die Geschichte nicht viel mit klassischen Krimis zu tun. Es geht nur am Rande um die Aufklärung der Taten, vielmehr lässt der Autor kaum eine Gelegenheit für böse Seitenhiebe gegen die Wirtschaftswelt aus. Die Story kommt einem an manchen Punkten wie eine Parabel auf die Macht- und Geldgeilheit der Managerwelt vor.
Die Folgen des fehlgeschlagenen Drogen-Experiments und die Veränderungen des Charakters des Urs Blank kommen glaubhaft rüber, auch wenn die Wandlung bis hin zum Waldmenschen ein wenig übertrieben erscheint.

Insgesamt ist dies ein äußerst kurzweiliges Buch, das Geschmack macht auf die restlichen Werke Martin Suter's. Ein Krimi der ganz anderen Sorte!



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Magic Mushrooms satt!

Wie kommt man denn bitteschön auf die dunkle Seite des Mondes? Spätestens seit dem Apollo Raumfahrtprogramm wissen wir, mit einer Rakete! Aber Martin Suter zeigt uns noch einen weiteren Weg, wenngleich einfacher zu machen, so doch in seinen Auswirkungen eher fatal. Es geht um ?magic mushrooms? oder Pilze mit halluzinogenen Wirkstoffen.

Im Zentrum der Erzählung steht Urs Blank, ein recht erfolgreicher Jungdynamiker, der als Anwalt von einem Erfolggipfel zum nächsten klettert. Seine Spezialität sind Unternehmensfusionen mit anschließender Synergie-Optimierung ( und freundlich grüßet die Heuschrecke). Privat hat er sich eine langweilige Dauer-Schikse zugelegt, die ihren Kaffee wohl nur mit gespreiztem Kleinfinger zu sich nimmt und sich auch sonst für etwas Besseres hält. Zudem, man schläft getrennt und bestenfalls verabredet man sich per Agenda zum Vögeln. Damit ist auch schon klar, dass so ein Leben, wenn auch mit noch so viel Geld, nicht glücklich macht. Unser Held trudelt hübsch langsam, ohne es selbst wirklich zu merken, in eine Sinnkrise. Das Ganze wird offensichtlich als er eine reichlich unkonventionelle junge Frau kennenlernt, die im Park Räucherstäbchen verkauft. Er kauft ein, kommt wieder und die beiden verlieben sich ineinander. Und dieses Fräulein führt unseren Biedermann nun in ganz andere Dinge ein, zum Bleistift in den Genuß von halluzinogenen Pilzen. Was keiner ahnt, in der Dosis hat sich ein Pilzchen eingeschlichen, das da nicht hingehört und so erfährt unser Held eine grundsätzliche Wandlung seines Gemüts: Er kennt keine Hemmungen mehr und tut das, was er will. Bereut wird, wenn überhaupt, später. Der Sinkflug beginnt und während seine Anwaltskanzlei und seine Bräute am Anfang noch an ein passageres Etwas denken , rutscht er immer weiter ab und legt nicht nur ein paar Leute um, sondern sich auch mit einem Klienten an. Der Held geht in den Wald und lebt dort als Eremit in der Höhle und jener Klient geht auf die Jagd. Auf die Jagd nach ihm. Ob, und wenn ja wie, er ihn erwischt bleibt offen.

Fazit : Alles in allem ein recht interessanter Suter; der erste Teil der Geschichte klingt noch glaubhaft, im zweiten kommen immer mehr Momente hinzu, die den Roman als etwas surreal erscheinen lassen. Dennoch die Moral von der Geschicht : Unbekannte Schwammerln isst man nicht!



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zunächst lähmend, dann interessant werdend, schlussendlich fesselnd

Die Einführung in die Charaktere und deren Lebensumfeld, v.a. Urs, lief äußerst schleppend voran und ich wollte das Buch bereits zur Seite legen. Jedoch tat ich es nicht und es war kein Fehler.
Ganz im Gegenteil: beeindruckend die im Buch verpackte Gesellschafts- und Wirtschaftskritik.
Es wirkt lange nach und man macht sich Gedanken über unser System.
Irgendwie kommt der Wunsch "back to the roots" in einem hochgekrochen.

Kurzum: Der unsympathische, farblose (Anti)-Held Urs verwandelt sich in einen ausgeflippten, aber irgendwie sympathischen (Anti)- Helden.
Die Setzung der Klammern bleibt jedem Leser der Rezension selbst überlassen.

Viel Vergnügen beim Lesen



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ACHTUNG!Vorsicht vor dem nächsten Pilzgericht

Erfolgreicher schweizer Anwalt versucht seiner Midlife-Crisis mit Hilfe von halluzinogenen Pilzen zu entkommen. Die darauf folgende Bewustseins- und Charakteränderung hat fatale Folgen...

Und wieder einmal überschlägt sich die Presse mit Lob:
"Klare Sprache"
"Raffinierter Aufbau"
"Nüchtern- perfekter Stil"
"Viel schwarzer Humor"
"Gründlich Recherchiert"
"Ungewöhnliche Variante auf Dr. Jekyll und Mr. Hyde"

So rauschte es im deutschen Blätterwald....
Und alle Vorschusslorbeeren sind zu 100% Richtig!!!

Ich habe die Geschichte in einen Rutsch durchgelesen. Ohne Rast und Ruh!

Der Wandel des Urs Blank vom Starwirtschaftsanwalt zum Survival-Typen ist absulut nachvollziebar beschrieben. Wunderbar ist auch der Einblick in die schweizer Gesellschaft. Jeder kennt jeden, eine Hand wäscht die andere.

Fazit: Ein Lesevergnügen. Eine Empfehlung. Ein MUSS!!







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