Bockmist | Hugh Laurie
Bücher:
Bockmist
Hugh Laurie
Heyne
, 2008 - 380 Seiten
Kundenbewertung:
(64 Bewertungen)
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Inhalt hui, Titel pfui
Zu den positiven Seiten des Buches ist eigentlich schon alles gesagt worden, es liest sich flüssig, ist ironisch-witzig und bietet eine geradlinige, aber gute und spannende Story. Diese verdient sicher keinen Preis für Originalität, bietet an sich aber genügend Twists und kleine Überraschungen, so dass es nicht langweilig wird.
Der größte Kritikpunkt ist sicher die Übersetzung des Titels, die selbst der größte
Bockmist
ist und selbst für Heyne-Verhältnisse schlecht. Aber das kann der Verlag ja nun wirklich hervorragend, die schaffen es selbst bei Fantasy-Romanen die Titel irreführend und widersinnig zu übersetzen.
Dazu passend steigert das Coverdesign das Grauen noch ein wenig mehr (sollen die Leser von "Vollidiot" hier als Zielgruppe herhalten ?).
Die deutsche Übersetzung ist recht gelungen. Sie kann nicht alle Wortspiele des Originals transportieren, aber das ist auch fast unmöglich und wurde meistens gut gelöst (viel besser als z.B. Neuromancer).
Für den genialen Inhalt und die Übersetzung gibt es deswegen knappe 5 Sterne, die ich auch gebe.
Es wäre nicht fair, nur wegen des Titels und des Covers Punkte abzuziehen. Der Verlag könnte sich aber mal überlegen, ob sie ihre Zielgruppe mit vernünftiger Titelgebung nicht auch erreicht hätten. Menschen, die sich für Bücher interessieren, lesen meist auch die Zusammenfassung auf der Rückseite und entscheiden erst dann, ob sie das Buch kaufen.
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Stark angefangen und stark nachgelassen
Um es kurz zu machen: Das Buch lebt einzig und alleine von dem Humor des Autors. Die Story ist so dünn wie Pergamentpapier und Spannung kommt zu keinem Zeitpunkt auf.
Dennoch habe ich selten bei einem Buch so herzhaft gelacht. Besonders in der ersten Hälfte gibt es einige Passagen, die mir die Tränen in die Augen und ein herzhaftes Lachen auf die Lippen gezaubert haben.
So ab der Mitte lässt das Buch jedoch merklich nach. Ich weiß nicht, ob ich mich da zu sehr an den Humor gewöhnt hatte, oder ob dem Autor schlichtweg die Gags ausgegangen sind.
So war das Buch nach der 1. Hälfte ein echter Tipp von mir, für jeden der es hören wollte. Jetzt, nachdem ich es zu Ende gelesen habe, bin ich da geteilter Meinung.
Mein Fazit: Sicherlich eine Lektüre zum Zeitvertreib, ohne besonderen Anspruch. Wer einmal herzhaft lachen möchte und auf britischen Humor steht, der wird sich sicherlich -zumindest zeitweise- gut amüsieren.
Für diejenigen, die nach einer spannenden Unterhaltung suchen, bei der man das Buch vor lauter Spannung und wegen der schlüssigen Story nicht aus der Hand legen möchte und deshalb in einem Rutsch durchliest, "vielleicht" eine Enttäuschung. Aber darüber soll sich jeder selbst ein Urteil bilden.
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"Bockmist" eben
Anfangs hab ich mich halb tot gelacht bei dem Buch. Die Geschichte ist wirklich etwas "
Bockmist
", aber die Figur ist recht sympathisch.
So spannend, wie manche Rezensenten schreiben, ist es aber leider nicht, habe mir doch mehr davon versprochen. Es ist so Mittelmaß. Schade eigentlich.
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