Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht | Volker Remy
Bücher:
wie man aufträge ang...
Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht
Volker Remy
Graco Verlag
, 2007 - 180 Seiten
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Kauftipp
Super für Anfänger - Zu schwach für Profi-Verkäufer
Das erfrischend andere Buch ist sicher eine Bereicherung für alle, die nicht professionell verkaufen, sondern neben Ihrer "eigentlichen" Berufung eben auch sich verkaufen müssen. Graphiker, Texter, Berater, Kreative und eben alle, die nebenbei verkaufen.
Profis werden wegen des Inhalts und der Darbringung eher genervt sein und kaum Zusatznutzen herausziehen können.
Aber dennoch 4 Sterne, weil es für die genannte Zielgruppe perfekt passt.
viel lärm um wenig
Hier ver
spricht
der Titel mehr als
man
letzlich bekommt und schlüpft wohl als Kunde gleich in die Rolle des Fisches der an einem Haken zappelt an dem nur ein recht dürftiger Köder hängt.
Diesem Buch fehlt es einfach an Durchschlagskraft.
Sicher sind die neuen Trends in der Geschäftswelt interessant-trotzdem ist es müssig die (sehr ausgefeilte und originelle) Rhetorik durchzuarbeiten um letztendlich die Informationen auszusieben die man haben möchte.
Die Briefbeispiele sind sehr zu empfehlen.Die Vergleiche mit der Tierwelt des Wasser eher "gähn".Etwas mehr Kunden/Lesernähe würde diesem Buch gut tun und etwas weniger "Ich kann toll formulieren"
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Die Süddeutsche Zeitung schreibt positiv über das Buch
Das Spiel vom Geben und Nehmen
Man
chmal scheint die Wirtschaftssprache auf der Entwicklungsstufe der Jäger und Sammler stehengeblieben zu sein. Zum Beispiel, wenn von Kundenfang oder
Aufträge
angeln die Rede ist. Dahinter verbirgt sich ein archaisches Verständnis vom Kunden als Beute.
In einem kleinen Berliner Verlag ist ein Büchlein erschienen, das souverän mit diesem Bild spielt und zugleich ein zeitgemäßes Verständnis von Akquisition und Kundenbeziehung formuliert. Es stammt aus der Feder eines erfahrenen Aufträgeanglers, der für seine Agentur so manchen großen Fisch an Land gezogen hat.
Volker Remy Buch "Wie man Aufträge
angelt
und mit
Fischen
spricht
" ist alles andere als ein plumper Ratgeber. Süffisant kokettiert es mit dem Bild vom Angler, der auf Kundenfang geht, kontrastiert dieses aber mit einem anderen: dem Mann, der mit den Fischen spricht. Denn beides gehört zusammen, sagt Remy: die Jagdleidenschaft und das Wissen, dass es sich bei dieser Jagd um eine kommunikative Angelegenheit handelt: "Aufträge kommen nur dann, wenn man mit Geduld und Ausdauer die Sprache der Fische lernt." Nur wenn man ihnen etwas anbietet, beißen sie.
Anders gesagt: Beim Aufträgeangeln geht es nicht um kalte Akquise, sondern um Beziehungen zwischen Menschen: jemandem zu vermitteln, dass man etwas anzubieten hat, das ihm weiterhilft. Und ihm dabei die Gewissheit zu geben, dass man dieses Versprechen auch einlösen wird. Also um Vertrauen, Wertschätzung und Verlässlichkeit. Das ist weit mehr, als nur einen Auftrag ergattern zu wollen.
Um diese Interaktion, "um das bewusst inszenierte Spiel von Geben und Nehmen, von Locken und Reizen", um die Kunst, Beziehungsfäden zu knüpfen, aus denen feste Auftragsbeziehungen entstehen können, geht es Remy. Der erfahrene Anbahner von Geschäftskontakten verrät Geheimnisse und bietet mehr als Alltägliches. Im Ratgeber findet man keine Instant-Regeln und keinen Checklisten-Parcours, sondern solides Hintergrundwissen über gute Geschäftsbeziehungen. Denn Geschäfte sind Beziehungen, und deren "Anbahnung" ist mehr als nur ein Angebots-Auftrags-Pingpong.
Zwei grundregeln sind besonders wichtig. Zum einen darf man nie nur einen Auftrag anstreben, ohne zugleich etwas zu offerieren. "Wer einfach nur etwas 'will', ohne im selben Augenblick auch etwas anzubieten, rennt gegen Wände". Sprich: Wer etwas haben will, der muss zunächst bereit sein, selbst etwas zu geben: Zumindest Aufmerksamkeit und ein offenes Ohr für die Probleme des anderen. Dem Geschäftspartner wirklich helfen zu wollen,,ist die Basis eines zeitgemäßen Selbstverständnisses als Dienstleister.
Auch der zweite Punkt erweiter den Blick über Nutzenerwägungen hinaus: So wie erst die Bereitschaft zum Geben zum Erfolg führt, so ist es nicht sinnvoll, seine Bemühungen auf die Akquise allein zu konzentrieren. In der Aufmerksamkeitsökonomie - Remy spricht von einer "Resonanz-Kultur" - zählen Präsenz, Sichtbarkeit und Unverwechselbarkeit, auch über den engeren geschäftlichen Rahmen hinaus.
"Die Befähigung eines jeden Selbständigen, die Welt da draußen auf sich aufmerksam zu machen", wird entscheidend für den geschäftlichen Erfolg. Hierfür bieten Internet, E-Mail und Weblogs neue Chancen: "Wir leben im Zeitalter komfortabler und wirkungsvoller Möglichkeiten für die Selbstvermarktung." Volker Remys Buch bietet viele gute Tipps, wie sich diese nutzen lassen.
Vor allem aber vermittelt es eine innere Einstellung, die Dienstleister brauchen, um Erfolg zu haben. Das Buch ist ein guter Tipp für Selbständige und alle, die es werden wollen.
Autor: Winfried Kretschmer
(ungekürzte Wiedergabe des Artikels in der SZ vom 11. / 12.08.2007)
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