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  Die schöne Diva von Saint-Jacques. | Fred Vargas, Tobias Scheffel
 
 
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Die schöne Diva von Saint-Jacques.
Fred Vargas, Tobias Scheffel

Aufbau Tb, 2006 - 287 Seiten

Kundenbewertung:(21 Bewertungen)
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Die pure finanzielle Not hat drei französische Historiker zusammengewürfelt: Matthias, der Jäger und Sammler, den die Frühgeschichte fasziniert, Marc, der alles über das Mittelalter weiß und Lucien, der Spezialist für den Ersten Weltkrieg. Zuständig für die aktuelle Zeitgeschichte ist der Pate Marcs, ein ehemaliger Polizei-Kommissar. Zusammen beziehen sie ein heruntergekommenes Haus im südlichen Paris.

Sie alle sind von ihrer schönen Nachbarin, einer ehemaligen Opernsängerin, angetan, die eines Tages spurlos verschwindet. Hat sie ihren treulosen Ehemann endgültig verlassen und ist zurück nach Griechenland, zu ihrem Jugendfreund? Merkwürdig, daß sie ihrer Nichte nicht Bescheid gegeben hat, die mit ihrem kleinen Jungen aus Lyon zu Besuch kommt.

Die vier Männer, die sich privat ganz gut verstehen, doch beruflich einander spinnefeind sind, beginnen zu kombinieren. Schließlich ist man "kein Historiker, wenn man nicht schnüffeln kann". Sehr hilfreich dabei sind die beruflichen Beziehungen, die Marcs Patenonkel noch immer in das Kommissariat hat.

Bis jedoch geklärt ist, welche Rolle der von unbekannter Hand frisch gepflanzte Baum im Garten der Sängerin spielt, denn diese Buche ist bei der Lösung des Falles von entscheidender Bedeutung, läßt die französische Autorin mit dem männlichen Namen Fred Vargas ihre vier Detektive tüchtig die grauen Zellen strapazieren. Immer wieder nimmt die Handlung eine neue, unerwartete Wendung, werden Details aus dem Vorleben bekannt, die, neu angeordnet, einen völlig neuen Zusammenhang ergeben.

Ihren nächsten Fall Der untröstliche Witwer von Montparnasse klärt das ungleiche Team im Folgeband. -- Manuela Haselberger


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Die "Evangelisten" klären ein Verbrechen auf!

Fred Vargas schreibt einen Krimi aus einem Viertel in Paris in dessen Nähe sie selbst wohnt.
Die Handlung in Kurzform, um nichts zu verraten: Sophia entdeckt in ihrem Garten eine Buche, die über Nacht dorthin gepflanzt wurde. Weder Sophia noch ihr Mann konnten sich erklären, wer den Baum in das abgezäunte Grundstück gepflanzt haben könnte. Eines Tages beschließt sie, ihre neuen Nachbarn ("Die Evangelisten?)zu fragen, ob sie gegen eine gute Entlohnung ein Loch unten den Baum graben würden. Doch schon bald ist Sophia verschwunden und keiner weiß, wo sie steckt. Der ehemalige Polizist und Onkel eines der ?Evangelisten? versucht jetzt, zusammen mit den drei etwas merkwürdigen Mitbewohnern aus dem Nachbarhaus, die Umstände des Verschwindens herauszufinden. Somit ist man als Leser dann schon mitten in einem, nach meiner Auffassung, spannenden Krimi, der unerwartet mit einer Leiche und der Aufklärung eines Mordes endet. Ein typischer Krimi von Fred Vargas, mit Metaphern geschmückt und virtuos geschrieben. Wunderbar!



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Schöner Einstieg in die Welt der Fred Vargas !

Drei arbeitslose Jungakademiker schliessen ein Bündnis in der Not und ziehen zusammen in ein altes Haus. Eines Tages steht im Nachbargarten ein Baum, der vorher noch nicht da war und die Nachbarin, eine Diva (Sängerin), die vorher da war, ist verschwunden. Also entwickeln sie kriminalistischen Spürsinn und stöbern in der Gegenwart und der Vergangenheit, natürlich nicht ohne Staub und Spuren zu entdecken und zu hinterlassen. Spannend und klug erzählt, das fanden viele Leser, und machten Fred Vargas zu einer sehr erfolgreichen Schriftstellerin.


Das Buch hat einfach Klasse !!!

Inhaltsangaben sind von einigen Rezensenten schon gemacht worden; ich beschränke mich nur auf ein uneingeschränktes Lob für diesen Plot. Es erscheint anfangs so unwirklich, dieser plötzlich gepflanzte Baum. Die Geschichte, die Vargas folgen lässt, ist so skuril und gleichzeitig so spannend...super. Das "Ermittler-Team" aus der alten Bruchbude liefert tolle, lustige Dialoge, die dem Krimi zusätzlich Würze geben.


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Sympathischer, amüsanter Krimi

Ein paar skurrile Typen treffen - mehr oder weniger gewollt - unter einem Dach zusammen. Schon die erste Begegnung mit der Nachbarin bildet den Einstieg in eine handwerklich gut gemachte Kriminalgeschichte, deren Dreh- und Angelpunkt nicht Action, wildes Morden o.ä., sondern Recherche ist. Das ganze gewürzt mit einigen amüsanten, witzigen und trockenhumorigen Passagen. Ein Buch, dessen Spannung sich durchgängig bis zum Ende steigert. Meiner Meinung nach eine gepflegt-lässige Lektüre, die sehr unterhaltsam ist.


Die Historiker-WG löst einen Mordfall

Der Mittdreißiger Marc ist ganz schön gescheitert, er "sitzt in der Scheiße": kein Job, kein Geld, keine Frau, keine Perspektive. Die Idee, ein altes Haus instandzusetzen, reizt ihn, aber alleine ist er der Aufgabe nicht gewachsen. Also holt er Bekannte ins Boot, Mathias und Lucien, brilliante Historiker wie er, doch wirtschaftlich und gesellschaftlich ebenso erfolglos. Man überwindet ideologische Differenzen, welche Geschichtsepoche nun die einzig interessante sei, es kommt Marcs ebenfalls irgendwie gescheiterter Onkel an Bord, und schon steht die frischgebackene Männer-WG mitten in einem Rätsel, denn ihre Nachbarin, die frühere Opernsängerin Sophia, braucht Hilfe.

Hier ist, wie auch bei "Fliehe weit und schnell", der Klappentext wieder etwas daneben, denn es vergehen nicht nur zwei Tage, sondern einige Wochen, bis die Lage sich verschärft und Sophia verschwindet. Ist sie mit einem alten Verehrer durchgebrannt oder ist ihr etwas zugestoßen? Dass die jungen Historiker auch ein romantisches Interesse an den weiblichen Nebenfiguren des Falles, nämlich der hübschen Restaurantbesitzerin Juliette und Sophias Nichte Alexandra haben, macht die Sache nicht leichter, und die taktischen Winkelzüge seines Onkels reizen Marc zusätzlich.

Wie immer bei Vargas ist dies ebenso sehr ein Krimi wie eine sehr fein und liebevoll gezeichnete Charakterstudie. Man (ich zumindest...) kann F.V. kaum lesen, ohne mich quasi im Seitenumdrehen in die Hälfte der Figuren zu verlieben, und das macht ebenso sehr den Reiz der Bücher aus wie die clever konstruierten Kriminalgeschichten. Wobei diese Konstruktion hier doch ein wenig gelitten hat: die Herleitung der Namen am Ende und die Rätsellösung dank Rechtschreibung fand ich schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Aber wenn das Buch selber, der Stil, die Handlung und die Charaktere, ansonsten ein solcher Volltreffer waren, verzeihe ich einen Mangel an Logik wirklich gerne.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5



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