Valhuberts Tod löst einige Unruhe in den höchsten Kreisen der französischen Hauptstadt aus, und man setzt Richard Valence auf den Fall an. Valence ist nicht nur kultiviert und äußerst gut aussehend, sondern auch ein erfahrener Sonderermittler und Spezialist für verworrene Kriminalfälle. Außerdem ist er immer noch in Laura verliebt, was seine Ermittlungen in der ewigen Stadt nicht gerade vereinfacht. Weitere Hindernisse auf dem Weg zur Lösung des Falles sind ein italienischer Kollege, der ganz eigene Spuren verfolgt und ein durchtriebener Bischof, der mehr weiß als er zugibt.
Fred Vargas schreibt Kriminalromane der ganz anderen Art. Die Bücher der französischen Kultautorin verdrehen ihren Lesern mit viel Genuss und Geschick den Kopf. Ihre eigenwilligen Dialoge und die oft exzentrischen Charaktere sorgen für einen seltsamen Schwebezustand, in dem man nicht so genau weiß, was eigentlich geschieht, was aber der Spannung keine Abbruch tut. Im Gegenteil, wer Vargas' französische Fälle wie zum Beispiel Fliehe weit und schnell oder Das Orakel von Port-Nicolas mit zunehmender Begeisterung verschlungen hat, wird auch von diesem erstaunlichen ersten Roman (der bereits 1994 in Frankreich erschien) schnell in seinen Bann gezogen werden. --Peter Schneck