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  Bei Einbruch der Nacht | Fred Vargas, Tobias Scheffel
 
 
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bei einbruch der nacht

Bei Einbruch der Nacht
Fred Vargas, Tobias Scheffel

Aufbau Tb, 2002 - 336 Seiten

Kundenbewertung:(16 Bewertungen)
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Mit ihrem vierten ins Deutsche übersetzten Kriminalroman hat Fred Vargas, Ärchäologin in einem Forschungsinstitut und Hobbyautorin, die ihre Bücher immer im Urlaub schreibt und damit ganz nebenbei die französischen Bestsellerlisten erklimmt, eine weit verzweigte Geschichte entworfen, die sich eines beachtlichen Potpourri an Themen bedient.

Die Hauptheldin Camille ist Komponistin und besitzt eine seltsame Leidenschaft für Werkzeugkataloge und Klempnerarbeiten. Ihr kanadischer Freund Lawrence betätigt sich als Grizzly-Forscher und Tierfilmer. Gerade fesseln ihn die Wölfe, die es neuerdings wieder im Nationalpark des französischen Mercantour-Massivs gibt, wo die beiden ihren Sommer verbringen. Doch schnell legt sich ein ungeheuerlicher Schatten über sein harmloses Interesse an den Tieren. Die Anzahl gerissener Schafe in der Gegend häuft sich. Bald vermutet man hinter den außergewöhnlich großen Bisswunden ein Riesentier.

Die Bestie von Mercantour geht nachts um, vielleicht ist sie ein Werwolf. Die Bevölkerung lebt in Angst. Der Schrecken erreicht seinen Höhepunkt, als die Leiterin der Schäferei Suzanne tot aufgefunden wird. Camille hat einen Verdacht. Als die Polizei darauf ungläubig reagiert und tatenlos bleibt, geht sie mit Suzannes Ziehsohn und einem ihrer Schäfer auf Verfolgungsjagd. Dabei braucht sie Hilfe. Ihr früherer Geliebter ist Kommissar. Eine alte Liebesgeschichte treibt neue Blüten, während Kommissar Adamsberg mit Suzanne den Verdächtigen jagt und zu allem Überfluss selbst von einer Killerin verfolgt wird.

Lebendigkeit und Spannung erzeugt Fred Vargas durch wenig Beschreibung und viel Dialog. Eine Verfilmung der dichten Story, die durch die aktionsreiche Verfolgungsjagd des Mörders teilweise Züge eines Roadmovie annimmt, kann da nicht ausstehen... --Daphne von Unruh


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Wer spielt hier den Werwolf?

Der Kommissar, Jean-Baptiste Adamsberg, traut seinen Augen nicht. In dem Bericht im Fernsehen über gerissene Schafte im französischen Mercantour erblickt er auf einmal seine ehemalige Geliebte, Camille, neben einem gutaussehenden Ausländer gelehnt stehen. Allerdings ahnt er noch nicht, welche Rolle ihm in diesem Stück zugedacht ist, dass der angebliche Werwolf inszeniert hat.
Nach den Schafüberfällen kommt es nämlich auch zu einem Mord an einer Bäuerin. So verdichten sich die Gerüchte, dass kein gewöhnliches Tier hier die Bissspuren hinterlassen hat. Der schwarzhäutige Pflegesohn, Soliman, und der alte Schafhirte, der nur der Wacher genannt wird, beschließen den Mord zu rächen und sich an die Fersen des Werwolfs zu heften. Den entscheidenden Hinweis erhalten sie von dem Naturforscher und Grizzlyexperten, Lawrence, der aus Kanada gekommen ist und sich in Mercantour der Wölfe und der Liebe wegen festgesessen hat. Denn Lawrence hat den verschwundenen Massart im Verdacht, in dessen Haus er eine verdächtige Karte gefunden hat. Anhand dieser Karte wollen die Rächer der Blutspur des Mörders folgen.
Das Problem ist nur: Die beiden treuen Gefährten haben kein Führerschein. Also überreden sie die Freundin von Lawrence, Camille, für sie einen zweckentfremdeten Viehwagen zu fahren und sie zu begleiten. Camille lässt sich unter der Bedingung, dass statt der Rache die Übergabe an die Polizei erfolgt, auf das Abenteuer ein. Aber schon bald merkt das merkwürdige Trio, dass die Aufgabe ihre Fähigkeiten und Möglichkeiten übersteigt. Ein Bulle wird gebraucht. Einer der aber nicht eingleisig denkt. Einer der Ideen hat und versteht. Da erinnert sich Camille an ihren ehemaligen Freund in Paris, Jean-Baptiste Adamsberg. Ob er sich überreden lässt, den Fall zu übernehmen und mit den Verbündeten zu reisen?
In diesem Buch geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, aber auch um das Verhältnis von Mensch und Tier. So wird es bald als selbstverständliche Tatsache hingenommen, dass der Wacher jeden Abend seine Herde anruft und besonders mit dem Leitschaf reden muss. Aber auch alte Mythen und Ängste werden aufgegriffen z.b. die Idee einer fabelhaften, rächenden Bestie.
Durch die gelungene Mischung zwischen Fabel und modernem Kriminalstück unterhält Fred Vargas ihre Leser auf die charmante Art. Und erzeugt eine Spannung, die sich erst im letzten Moment löst; so wie man es sich eben als Leser eines Krimis wünscht.



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Guter Vargas in bewährter Mache

Mein drittes Buch von Fred Vargas, und ganz sicher nicht mein letztes! Zuerst mal möchte ich einigen anderen Rezensenten beipflichten: der Klappentext des Buches ist Käse. Es ist weder zärtlich, noch urkomisch (Vargas schreibt generell mit einem leicht subtilen Humor, hier wie sonst), noch erotisch.

In ihrem typischen knappen und prägnanten Stil beschreibt Vargas eine Mördersuche, die sich durch halb Frankreich zieht. Zum Ende hin kommt es tatsächlich zu einigen Liebeswirren und zum für Vargas typischen, extremen Showdown.

Wie immer bei Vargas sind die Charaktere phantastisch gezeichnet - schrullig, einprägsam, liebevoll. Ihr Adamsberg gewinnt von Buch zu Buch mehr an Kontur, da man mehr über sein Vorleben und seinen Umgang mit Freunden und Kollegen erfährt. Das beherrscht sie für mich wie nur ganz Wenige.
Die Story ist sehr spannend, wobei mir die Kapriolen zum Ende hin arg übertrieben erscheinen - auch das aber typisch für die Vargas. Die Auflösung ist dann natürlich so abstrus wie's nur eben geht, da darf man nicht auf Plausibilität hoffen.

Insgesamt aber wieder ein sehr gelungener Krimi von einer der besten lebenden Autorinnen. Im Mittelteil zieht sich die Mördersuche (das Roadmovie") aber arg in die Länge: 50 Seiten weniger hätten für mehr Spannung gesorgt.


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eines meiner lieblingsbücher

mein erster roman von fred vargas. kam prompt auf meine liste der lieblingsbücher. die sprache fand ich sehr beeintruckend, die geschichte teils nachvollziehbar,teils den wirren des geistes entsprungen. aber nichts desto trotz fabelhaft!große unterhaltung und spannung bis zu letzt!ein guter krimi muß schließlich nicht immer realistisch sein.


Wieder ein Knaller

Der 2. Adamsberg - Fall. Mein 2. Buch von Fred Vargas. Und wenn ich nicht schon beim ersten Fall fünf Sterne vergeben hätte, würde ich sagen, es ist noch besser geworden. Spannend sowieso, gut erzählt sowieso, interessante Charaktere sowieso, eine nachvollziehbare Lösung sowieso. Und jetzt auch noch eine (bzw. eigentlich mehrere) romantische (nicht kitschige!) Liebesgeschichte. Ich brauche sofort den 3. Adamsberg - Fall.


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reviews: page 1, 2, 3, 4



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