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  Alle Autos der 70er Jahre: 224 Pkw-Marken aus 40 Ländern mit 950 Fotos | Roger Gloor
 
 
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Alle Autos der 70er Jahre: 224 Pkw-Marken aus 40 Ländern mit 950 Fotos
Roger Gloor

Motorbuch Verlag, 2005 - 422 Seiten

Kundenbewertung:(6 Bewertungen)
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Endlich! Endlich, der dritte Band!

Vielen Dank Herr Gloor! Der dritte Band hatte wirklich gefehlt. Die ersten beiden Bände (1945-1960 und 1961-1970) hatte ich beide erst vor kurzem in der zweiten Auflage gekauft, da die Erstlinge in den zwanzig Jahren intensivsten Gebrauchs als Standard-Nachschlagewerke schon ziemlich "Seiten gelassen" hatten und bemängelte beim Kauf das Fehlen des Bandes über die "Youngtimer"-Zeit und siehe da: Wünsche werden doch noch wahr! Auch der dritte Band ist nach dem System der beiden ersten aufgebaut: Alphabetische Auflistung der Marken mit kurzen Infos zum Werdegang der einzelnen Modelle und Marken, viele zeitgenössische Pressefotos zu den einzelnen Modellen und kurze, knappe Tabellen am Ende der einzelnen Marken. Mehr braucht man in einem Nachschlagewerk nicht! Hier steckt alles Wissenswerte drin. Nochmals Danke Herr Gloor!


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EIn würdiger Nachfolger der früheren Werke von Gloor

Der Titel lässt Schlimmes erwarten - Schon wieder ein sinnloser Bildband über die "Schönsten Youngtimer! Aber halt! Der Name des Autors verspricht anderes. Und tatsächlich, das 420 Seiten starke, großformatige Buch entpuppt sich als würdiger Nachfolger seiner beiden legendären Bände aus den 80er Jahren. Wurden damals die Nachkriegswagenwagen resp. die 60er Jahre behandelt, ist jetzt das nächste Jahrzehnt "dran". In unglaublicher Fülle werden in diesem wunderbaren Nachschlagewerk alle Marken groß und klein mit sämtlichen Modellen in Text und Bild vorgestellt.


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Glanzvolles Wissen in desolatem Layout

Ein solides, schweres Buch in Hardcover und Glanzdruck. Ebenso sein Inhalt. An der überragenden Sachkompetenz von Autor Roger Gloor und lückenlosen Richtigkeit des Buchinhalts gibt es nicht die geringsten Zweifel. Ebens wenig an der Komplettheit. Die 70er entsprachen meiner Jugendzeit und daher gelten die Fahrzeuge meinem besonderen Augenmerk.
Gewaltig erneuerungsbedürftig sind Text- und Bilderaufmachung. Es dürfte gerade dem Motorbuch-Verlag nicht entgangen sein, dass die 70er den endgültigen Durchbruch in der Farbfotografie brachten - die Fotografen von Auto Motor und Sport und Sport Auto aus dieser Zeit haben es in den Magazin-Ausgaben überdeutlich bewiesen!
Im vorliegenden Buch sind alle beschriebenen Fahrzeuge der 224 Marken nur in langweiligen Posen in Schwarzweiss platt und herzlos abgebildet - quasi so wie Steckbrief-Fotos und eine Misshandlung für die betrachtenden Augen, die auch etwas von dem teuren Buch haben möchten! Konfus zudem auch die Textbeschriftung zu den Fotos - das "who is who" - als zusammengefasster Block irgendwo auf der Buchseite, obwohl unter jedem jeweiligen Foto genügend Platz für die Typnennung wäre.
Ebenso komprimiert zur Schlechtlesbarkeit die Textdrucke - das Lesen macht so keine Freude!
Fazit: Ein hervorragendes Lexikon in einem für den stolzen Preis von 50 Euro den Käufer beleidigenden Layout. Gleichsam, als würde ein Preziosenhändler seine Ware in chaotischer Schaufenstergestaltung bewusst unattraktiv darbieten wollen. So, wie in dem Buch abgebildet, kann man bei manchem Ferrari keinen Oldtimerwert von einer halben Million Euro vermuten!
Der Motorbuch Verlag sollte in einer Überarbeitung schleunigst für Abhilfe sorgen!


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Kommender Klassiker über "Schlaghosen"-Fahrzeuge

Die 70er Jahre: Die Japaner betreten hochmotiviert den Automobilmarkt und lernen sehr schnell, was sich Käufer wünschen, während die renommierten Marken unter verfehlter Modellpolitik, technischer Rückständigkeit und den zahlreichen Arbeitskämpfen zu leiden haben. Einige Marken überleben dies nicht. Sie gingen unter oder wurden Übernahmenkandidaten der Mitbewerber. Es trat ein Markensterben ein, wie eigentlich nur zuvor nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Die globale Automobilindustrie wurde von Grund auf neu durchgemischt.
Die 70er Jahre. Noch immer habe ich gut die Fahrzeuge dieses Jahrzehnts vor Augen, als ich sie als kleiner Steppke noch selbst im alltäglichen Straßenverkehr fahren sah. Es war die Autos, mit und in denen ich groß wurde. Mein Vater hatte einen Ford Granada, meine Mutter zunächst einen Fiat Bambino 126, gefolgt von einem Innocenti DeTomaso. Mein Cousin fuhr VW-Käfer (bei dem ich oft und gerne im Kofferabteil über dem Motor saß), während mein Onkel auf den /8-Mercedes schwörte. In den 70er verlebte ich meine Kindheit, als für einen kleinen Menschen das Leben noch viel klarer, während dies in de heutigen Zeit für den nun großen Menschen nicht mehr so der Fall ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich heute - neben einem Vernunftsauto - auch einen MG aus dem Jahr 1973 mein Eigen nenne.
Nach und nach werden aus den Youngtimern der 70er Jahre auch dem Gesetz nach Oldtimer. Fahrzeuge, die aufgrund ihres enormen Hubraums steuerlich reiner Luxus waren, können über Nacht zum pauschalen Oldtimer-Tarif zugelassen werden. Damit rücken die Modelle dieses Jahrzehnts immer stärker in den Focus der Automobil-Enthusiasten, gleichzeitig sind sie oftmals die preiswerteste Möglichkeit für Einsteiger in das "rostigste Hobby der Welt".
Wenn man ein Buch als Übersicht über die internationale Modellpalette der 70er Jahre nennen will, dann muss man zwangsläufig auf dieses Werk zurückgreifen. Es dürfte das beste sein! "Alle Autos der 70er Jahre" ist eines dieser Nachschlagewerke, die als Referenz genannt und verwendet werden, weil es nichts vergleichbares gibt - vor allem wenn der Autor ein Fachmann und kein Selbstdarsteller ist. Roger Gloor war fast vier Jahrzehnte bei der renommierten Schweizer Zeitschrift Automobil-Revue tätig. Seine Erfahrung und Kompetenz sprechen aus jeder Zeile dieses Werkes, das sämtliche Modelle von 1971 bis 1980 aus 34 Ländern beschreibt. Von Gloor stammen ebenfalls die bereits als Standardwerke zu bezeichnende Titel "Nachkriegswagen 1945-196" und "Personenwagen der 60er Jahre". Als Nicht-Schweizer schmunzelt man manchmal über spezielle Bezeichnung aus dem Schweizer-Deutsch, wie z.B."Scheibendusche", die keine Reinigung der Bremsscheiben ermöglicht, sondern die Scheibenwaschanlage bezeichnet. Auch das Wort "Differenzialbremse" klingt etwas fremd, auch wenn damit "Sperrdifferenzial" gemeint ist. Gloor listet die Modell nicht nur auf, er schildert auch deren Geschichte in vielen Anekdoten und macht verständlich, warum manche von ihnen zu Traumautos wurden und andere nicht. Um Fehler zu finden, muss man sehr genau suchen. Bei Aston Martin schreibt Gloor von einem "DBS Mk. II" den es unter dieser Bezeichnung nie gab und selbst inoffiziell in anderer Quell-Literatur nie genannt wurde. Beim an sich klaren Layout stören mehrfach auftretende Formatierungsprobleme im Textbereich. So wird das Kürzel für Kubikzentimeter mal mit Hochzahl, dann wieder mit normaler Zahl (falsch) dargestellt. Da hat man wohl zu sehr der Software vertraut und den korrigierenden Lektor eingespart. Der Bildbereich zeigt sich leider in wenig attraktiven Grautönen, was aber für ein Nachschlagewerk, dessen Fakten und Daten im Vordergrund stehen, nicht groß ins Gewicht fällt, wenn auch Farbe schöner zu betrachten ist. Es ist für einen Verlag natürlich auch immer eine Kostenfrage, ob Vierfarb oder Schwarzweiß gedruckt wird.
Eine wahre Fundgrube stellen die zusätzlichen Statistiken und Tabellenwerke dar. Darunter eine Liste der Originalpreise für Deutschland und die Schweiz. Zudem behandelt Gloor (sehr spannend) die Geschichte der Automobilindustrie der einzelnen Länder in separaten Kapiteln. Hinzu kommt eine Übersicht der automobiltechnischen Errungenschaften dieses Jahrzehnts.
Fazit: Wer sich für die Fahrzeuge der 70er Jahr über einen bunten Bildband hinaus interessiert, kommt um dieses Werk nicht herum. Auch wenn es durch fehlende Farbe recht nüchtern wirkt, so überzeugt es inhaltlich auf jeder Seite. Ich bin überzeugt: Dieses Buch wird aufgrund seiner hohen Kompetenz der Klassiker für die Autos der Schlaghosenzeit werden!


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Inhalt sehr gut, Aufmachung verbesserungsfähig

Ein umfangreiches, vollständiges und kompetentes Buch über alle PKW, die in den Jahren von 1970 bis 1980 auf dem Markt waren. Hierbei werden selbst kleine Hersteller und exotische Fabrikate nicht ausgelassen. Insofern also ein sehr gutes Buch zum Thema.
Leider gibt es aber auch Kritik zu äußern:
Bei den Fotos handelt es sich ausschließlich um schwarz-weiß Fotos; teilweise in winzigem Format. Obendrein sind auch nicht alle Modelle der einzelnen Hersteller überhaupt mit einem Foto vertreten. Auch die technischen Daten in Tabellenform sind nicht besonders umfangreich. So fehlen unter anderem Angaben zu Drehmoment, Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit oder Kraftstoffverbrauch völlig, obwohl sicherlich auch diese Daten viele Leser interessieren dürften und für die meisten Modelle sicher noch ermittelbar wären.
Und schließlich ist die Übersichtlichkeit des Textes nicht optimal. Der Text folgt nämlich nicht konsequent einem Schema. Teilweise behandelt er jeweils die einzelnen Modelle, teilweise folgt er aber auch der Entwicklung des Herstellers insgesamt in zeitlicher Reihenfolge während des Jahrzehnt. So kommt es, dass Informationen zu einem bestimmten Modell häufig nicht nur im entsprechend gekennzeichneten Absatz zu finden sind, sondern, falls es bei diesem Modell Änderungen gab, auch noch irgendwo später im Text.
So besteht bei der Aufmachung auf jeden Fall Verbesserungsbedarf, insbesondere im Hinblick auf den nicht gerade niedrigen Preis dieses Buches. Als Gegenbeispiel sei hier das Buch "1000 Automobile" von Reinhard Lintelmann erwähnt. Auch wenn es dieses Buch im Bezug auf Vollständigkeit und Fachkompetenz nicht mir dem hier vorliegenden Werk aufnehmen kann und sich auch inhaltlich nur bedingt vergleichen lässt, beweist es aber doch, dass ansprechende Farbfotos und eine übersichtliche Gestaltung innen auch zum wesentlich günstigeren Preis machbar sind.



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