Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden: Wie die Bibel wurde, was sie ist | Bart D. Ehrman
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Abgeschrieben, falsch zitiert und missverstanden: Wie die Bibel wurde, was sie ist
Bart D. Ehrman
Gütersloher Verlagshaus
, 2008 - 256 Seiten
Kundenbewertung:
(3 Bewertungen)
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Ein großartiges Standardwerk!
Die Qualität der deutschen Übersetzung ist hervorragend. Auch den Inhaltsangaben des Rezensenten aus Luxemburg kann man sich für die deutsche Ausgabe voll anschließen.
In seiner sympathischen Einführung stimmt der Verfasser den Leser darauf ein,
was
ihn erwartet: Die umfangreichen, auch für Nicht-Theologen gut verständlichen Erkenntnisse aus seiner langjährigen Forschungsarbeit über die Entstehung des Neuen Testaments als Teil der
Bibel
.
Wissenschaftlich objektiv, ohne jede Häme oder Aggression und im ökumenischen Geist wird hier die Schwäche der christlichen Kirchen aufgezeigt, die immer noch lehren, die ganze Bibel sei Gottes Wort bzw. von ihm inspiriert. Diese Schlußfolgerung überläßt der Verfasser aber dem Leser, denn seine Ambition ist ausschließlich neutrale Ursachen- und Wahrheitserforschung.
Die Darstellung der unzähligen unterschiedlichen Bibelinhalte in der Welt läßt es geradezu blasphemisch erscheinen, sie alle dem Allwissenden in den Mund zu legen. Dabei hebt der Verfasser immer
wie
der den hohen literarischen und kulturellen Wert der Bibel hervor, auch wenn er dabei deutlich zwischen dem Neuen und dem Alten Testament unterscheidet.
Leider wird es nicht der Kirchen-Politik entsprechen, dieses Buch zur Pflichtlektüre im Ethik- bzw. Religionsunterricht zu machen.
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Wissenschaftlich, informativ und spannend wie ein Krimi!
(meine Bewertung bezieht sich auf das englische Original so, dass ich die Qualität der deutschen Übersetzung nicht einschätzen kann)
Dieses Buch ist jedem wärmstens zu empfehlen, der sich für das Entstehen und die Entwicklung der
Bibel
interessiert. Dieses Buch ist also nicht für Leute, die davon ausgehen, dass das Buch der Bücher nur einfach so vom Himmel gefallen ist. Obwohl natürlich gerade diese Leute ein bisschen Aufklärung am Nötigsten hätten.
Professor Ehrman, ein ehemaliger fundamentalistischer Christ und in der Zwischenzeit absolute Koryphäe der historisch-literarischen Bibelkritik, erklärt zuerst, und für Laien sehr verständlich, deren Vorgehensweise. Er macht auch auf die Tatsache aufmerksam, dass natürliche keine Originale der biblischen Texte existieren sondern nur handgeschriebene Kopien von handgeschriebenen Kopien usw. Und diese ältesten Texte, oft nur Fragmente, unterscheiden sich im Detail alle von einander. Meistens nur durch Schreibfehler oder Unachtsamkeiten aber manchmal auch durch gewollte, gezielte Änderungen, die theologische und gesellschaftliche Ansichten festigen sollten. Erst ab dem Mittelalter, und nach der Erfindung des Buchdrucks, werden die Texter einheitlicher.
Nachdem die Art und Weise der Literaturkritik und die Sachlage der Manuskripte erklärt sind, beschreibt der Autor verschiedene, konkrete Beispiele, die man auch immer selbst in seiner eigenen Bibel nachlesen kann. Viele neuere Bibel geben dann auch selbst in Fussnoten zu, dass diese oder jene Geschichte NICHT in den ältesten Manuskripten gefunden
wurde
n. So zB das Ende (oder eher die verschiedenen Ende) des Markus-Evangeliums oder auch die Geschichte der Ehebrecherin, die gesteinigt werden soll! Diese wirft doch einige gewichtige Fragen auf und lässt die 'göttliche' Bibel in einem ganz aneren Licht stehen.
Wenn man sich auch nur ein wenig für die Bibel (die immer noch neben viel Quatsch auch Gutes zu bieten hat) oder Geschichte im Allgemeinen interessiert, so ist dieses Buch ein Muss!
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heilsame Aufklärung
Selten hat mich ein Sachbuch über die
Bibel
so fasziniert
wie
das von Bart D. Ehrmann. Das vermittelte Hintergrundwissen ist hervorragend geeignet für Diskussionen mit christlichen Fundamentalisten, die naiv an die Wort-für-Wort-Inspiration der Bibel glauben.
Dazu gehören ja insbesondere auch Anhänger des aus den USA herüberschwappenden Kreatonismus (auch getarnt als "Inteligent Design"). Aber auch mit anderen Gruppierungen, wie Zeugen Jehovas, Mormonen u.a. kann man fachkundig diskutieren, so dass sie einen für einen Theologen halten und einen großen Bogen um die Haustür machen (mir passiert).
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