Suhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.1, Leben des Galilei | Bertolt Brecht
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Suhrkamp BasisBibliothek (SBB), Nr.1, Leben des Galilei
Bertolt Brecht
Suhrkamp
, 2008 - 191 Seiten
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Kauftipp
Wissenschaft die Freude macht.
Ein ausdrucksstarkes Buch, das man gelesen haben sollte.
Es zeigt wie veränderlich doch immer wieder die Ansicht der Dinge über die Welt sein kann. Verbunden mit einem herrlichen Pathos, über Wissen, Macht (kirchlich-weltlich), Gesellschaft und Eigenverantwortung.
Tragödie eines genialen Wissenschaftlers
Venedig, zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Der Naturwissenschaftler Galileo
Galilei
hat den Beweis dafür erbracht, dass nicht die alte, aristotelische Vorstellung vom Weltall, sondern die Lehre des Kopernikus der Wahrheit entspricht: Die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums, vielmehr dreht sie sich um die Sonne. Die Entdeckung bringt Galilei auf direkten Konfrontationskurs mit den herrschenden Kirchenfürsten, die darin einen Angriff auf den Glauben und dessen Grundlage, die Bibel, sehen und dem Wissenschaftler mit der Inquisition drohen. Brechts Theaterstück über diesen Konflikt avancierte binnen kurzer Zeit zum Klassiker der deutschen Literatur. Die verzweifelte Auseinandersetzung des genialen Wissenschaftlers mit den Machthabern seiner Zeit, aber auch mit den eigenen Ängsten und Eitelkeiten, die Spannung zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und wissenschaftlichem Ethos: das sind die Motive, die die Kraft und
Leben
digkeit dieses Dramas ausmachen. Insofern ist "Leben des Galilei" sicherlich Brechts gehaltvollstes, wahrscheinlich sogar sein stärkstes Drama.
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Ein gutes Stück, aber ein Stück
Wer sich von dem historischen Hintergrund der Handlung von Bertolt Brechts »
Leben
des
Galilei
« abgeschreckt fühlt, der sei entwarnt, da der historische Hintergrund um den Disput des Astronomen Galilei mit der Kirche, nur eine Ebene des Theaterstücks umfasst. So geht es auf einer tieferen Ebene um den häufig titulierten Konflikt zwischen Vernunft und Glaube, oder treffender ausgedrückt, den Konflikt zwischen Aufklärungs- und Wissensdurst contra der Ideologie, welche sich hinter einem Glauben verbergen kann, wenn Unwissenheit gezielt zum Mittel von Unterdrückung eingesetzt wird.
Dieser Konflikt ist es, der dem historischen Geschehen Tiefe und Spannung einhaucht. Die von Brecht wirklich umfangreich recherchierten Hintergrundinformationen (wie durch den Anhang der
Suhrkamp
-Ausgabe verdeutlicht wird) werden als Rahmenhandlung ganz nebenbei vom Leser aufgesogen.
Eine Erwartung die Brechts »Leben des Galilei« leider nicht erfüllen kann, ist die Übertragbarkeit des Stücks auf den modernen Disput zwischen Fortschritt und konservativen Werten, für welche die Kirche eintritt. Zu speziell ist in diesem Bezug der Unterdrückungsaspekt und die geänderte Machtposition, welcher die Kirche zu Galileis Zeit kennzeichnete und welche in dem Stück zugrunde liegt.
Sprachliche Klarheit und Brechts trockener und tiefschürfender Humor sorgen dafür, dass der Leser sich gut in die Handlung des Theaterstückes einfindet. Trotzdem sei betont, dass (epische) Theaterstücke für die Bühne und nicht für das bloße Lesen konzipiert sind. Auch phantasievolles Lesen birgt nur einen Bruchteil des Erlebnisses einer Bühnenerfahrung. Erst hier wird man mit der vollen Tiefe der Charaktere konfrontiert, während man beim Lesen nur ansatzweise ein Gespür für die Menschlichkeit von Brechts Charakterdarstellung bekommt. Bloßes Lesen bedeutet auch die fehlende Konfrontation mit verschiedenen Interpretationsansätzen durch Regie und Schauspieler. Aspekte des epischen Theaters lassen sich zwar auch bei der lesenden Auseinandersetzung identifizieren, entfalten jedoch nicht ihre volle Wirkung, die sie bei einer Bühnenaufführung auf einen Zuschauer hätten. Macht dies alles nicht einen Theaterbesuch erst spannend?
PS.: Man kann den Umfang des Anhangs der Reihe Suhrkamp
BasisBibliothek
gar nicht oft genug loben.
PPS.: Ich freue mich über jede konstruktive Kritik an meiner Rezension.
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Glaube und Vernunft
Berthold Brecht vollendete das Theaterstück "
Leben
des
Galilei
" im Jahr 1938 im dänischen Exil. Die Uraufführung des Stückes war am 09.09.1943 in Zürich.
In dem Theaterstück "Leben des Galilei" geht es um, wie der Name schon verrät, das Leben des Galileo Galilei. Die Geschichte spielt in Italien im 17.Jahrhundert. Dem Physiker Galileo Galilei gelingt es mithilfe des gerade neu erfundenen Fernrohrs das kopernikanische Weltbild zu beweisen und somit das ptolemäische, nach welchem die Erde Mittelpunkt des Universums sein soll, zu wiederlegen. Für die damals sehr mächtige katholische Kirche ist die Verbreitung des Kopernikanischen Weltbilds Ketzerei. Hieraus entstehen die Konflikte zwischen Galilei und der kathloischen Kirche, die das wesentliche Thema der Geschichte sind.
Das Stück ist in 15 Szenen unterteilt und am Beginn jeder Szene befindet sich eine Strophe eines Gedichtres und ein einleitender Satz, welche das Geschehen in der nachfolgenden Szene kurz zusammenfassen.
Die Handlung der Geschichte verläuft nicht geradlinig, das heisst es gibt Sprünge in Ort und Zeit. Die gesamte Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von 28 Jahren und wechselt zwischen den Orten Venedig, Florenz und Rom. Unter anderem daran lässt sich erkennen, dass das Stück ein episches Theaterstück ist.
Ein episches Theaterstück hat verschiedene Eigenschaften und Aufgaben, die sich auch mehr oder weniger gut an diesem Werk erkennen lassen.
Durch Verfremdungseffekte soll es dem Zuschauer schwer gemacht werden, sich mit den Figuren zu identifizieren. Dieser Aspekt gelingt in diesem Werk meiner Meinung nach nur teilweise. Die nicht sehr ausführliche Beschreibung von Galilei und die Sprünge in der Zeit zwischen zwei Szenen erschweren es zwar sich in die Lage Galileis hineinzuversetzen, aber durch die nachvollziebaren Handlungen des Galilei wird dies trotzdem ermöglicht. Auch wird die Figur des Galilei nicht nur durch wissenschaftliche Neugier angetrieben, sondern auch aus finanziellen Gründen, was ihn in meinen Augen auch eher menschlich erscheinen lässt. Diese Verfremdungseffekte gelingen Brecht meiner Meinung nach in dem Werk "Die Dreigroschenoper" besser. Hier ist es wesentlich schwerer sich in die Lage der Figuren hineinzuversetzen.
Allerdings gibt es auch Dinge, die beide Werke gemeinsam haben. Das Stück "Leben des Galilei" ist wie auch die Dreigroschenoper in einer einfachen und verständlichen Sprache geschrieben, was das Lesen des Textes sehr einfach macht. Auch sind beide Werke an einigen Stellen ein wenig komisch, was das Lesevergnügen erhöht.
Eine wichtige Aufgabe des epischen Theaterstücks ist, dem Zuschauer gesellschaftliche Missstände aufzuzeigen und sie zum Nachdenken anzuregen. Blickt man hinter den Text, wird das eigentliche Thema des Stückes deutlich. Es geht um den Konflikt zwischen Glaube und Vernunft. Durch das Verhalten der Geistlichen wird die Frage aufgeworfen, inwieweit der Mensch an seinen alten Überzeugungen hängt und bereit ist sein eigenes Weltbild zu überdenken. Dieser tiefere Sinn des Stückes ist ziemlich leicht zu erfassen. Ich denke, dass man darüber auch heutzutage noch nachdenken sollte, weshalb ich das Stück durchaus geeignet für eine Schullektüre halte.
Auch zu anderen Zeiten schien dieses Thema aktuell zu sein. So schrieb Albert Einstein in einem Brief an Brecht im Jahre 1939, dass ihm das Stück "Galilei" große Freude gemacht habe und der Inhalt des Buches angesichts der politischen Probleme seiner Zeit besonders interessieren müsse. Auch lobte Einstein besinders die Darstellung des Galileo Galilei und den Einblick in die Problemstellung, wie sie Galileo vorlagen.
Andere Rezensenten aus der heutigen Zeit schreiben, dass ihnen die Sprache des Werkes sehr gefalle, ihnen aber ein wenig die Spannung fehlt.
Meine zusammenfassende Wertung des Stückes fällt weitesgehend positiv aus. Gut ist, dass das Stück in verständlicher Weise geschrieben wurde und die Handlung durchgehend nachvollziehbar ist. Dadurch ist es nicht so anstrengend das Buch zu lesen und der tiefere Sinn des Stückes erschließt sich einem leichter.
Weniger gut ist, dass die Geschichte zum Ende hin ein wenig langweilig wird, was sich aber nicht ins Endlose hinzieht, da das Stück sowieso nicht so lang ist.
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Zwischen Glauben und Vernunft ? ein Disput der Leben kostet!
Bertolt Brecht widmet sich in seinem gleichnamigen epischen Theater dem ?
Leben
des
Galilei
?, einem der bedeutendsten Mathematiker und Physiker seiner Zeit. In dem Stück wird eindrucksvoll geschildert, wie Kirche und Forschung, Glauben und Vernunft im Streit stehen, wodurch es auch heute noch aktuell ist.
Die Geschichte beginnt zu Anfang des 17. Jahrhunderts im Haus des Galilei in der Republik Venedig. Der an der Universität von Padua lehrende Galileo Galilei forscht in seiner Freizeit an dem neuen kopernikanischen Weltbild, welches dem bis dato geltenden ptolemäischen Weltbild, vertreten durch die Kirche, widerspricht. Diese neue Vorstellung, die von der Kirche als ?ketzerisch? bezeichnet wird, behauptet, die Erde sei nicht Mittelpunkt des Universums und die anderen Planeten seien nicht fest auf Schalen um die Erde herum fixiert. Es heißt, alle Planeten, so auch die Erde, kreisten auf elliptischen Bahnen um die Sonne.
Durch Zufall erfährt Galilei von dem in Holland entwickelten Fernrohr, welches er in Eigenarbeit verbessert, woraufhin seine Forschungen rapide voranschreiten. Stets dabei ist der junge Sohn seiner Haushälterin, Andrea, welcher sich durch einen nahezu unerschöpflichen Wissensdurst und eine enorme Begeisterungsfähigkeit kennzeichnet. Demgegenüber steht dessen gottesfürchtige und gläubige Mutter, Frau Sarti, die ganz und gar nicht davon begeistert ist, dass Galilei ihn mit in die Forschungen einbezieht und ihm das ?ketzerische Weltbild? lehrt.
Da Galilei unter chronischem Geldmangel leidet und er der Meinung ist, er könne unter den in Padua herrschenden Umständen (er muss das ?falsche? Weltbild unterrichten) nicht in Ruhe weiterforschen, nimmt er eine Stelle als Privatlehrer am florentinischen Hof an.
Schließlich, nach vielen Jahren und mehreren vergeblichen Versuchen die Gelehrten des Vatikans zu überzeugen, werden 1611 die Entdeckungen vom Collegium Romanum, dem Forschungsinstitut des Vatikans, anerkannt. Dennoch gilt das Anschauungsbild des Kopernikus als Ketzerei, welche von der Inquisition mit dem Tod bestraft wird.
Als der Papst im Sterben liegt, schöpft Galilei neue Hoffnung, denn es ist höchstwahrscheinlich, dass Kardinal Barberini, ebenfalls Mathematiker, dessen Nachfolger wird. Galilei glaubt, dass so endlich die kopernikanische Weltanschauung zum Tragen kommt.
Dem ist jedoch nicht so, da der Kardinal Inquisitor den Papst davon überzeugt, Galilei stelle in seinen Werken die Kirche als dumm dar. Daraufhin wird Galilei inhaftiert und nur unter der Bedingung begnadigt, dass er seine Forschungen widerruft und als falsch und ketzerisch erklärt. Galilei wird bis an sein Lebensende unter Beobachtung der Kirche stehen, doch gelingt es ihm, seinem ehemaligen Schüler Andrea, seine Forschungen bei einem kurzen Besuch zu übergeben, welcher daraufhin ins freie Holland auswandert.
Wie eingangs erwähnt, greift Bertolt Brecht in seinem epischen Theater von 1938/-39 ein brisantes Thema auf, indem er Passagen aus dem Leben Galileo Galileis aufführt, jenem Genie das maßgeblich zur Etablierung des Weltanschauungssystem verhalf, welches für uns alle heute so selbstverständlich ist. Dies war zu Lebzeiten Galileis bei weitem aber noch nicht so gewesen, und er hatte mit der einflussreichen Kirche den mächtigsten Widersacher den man sich vorstellen konnte. Dabei werden im Verlauf des Stücks nicht nur die Kontroversen zwischen Kirche und Wissenschaft veranschaulicht, sondern auch Einblicke in das sozial-gesellschaftliche Leben der damaligen Zeit gewährt.
Offenkundig geht es in dem Drama in erster Linie um den Konflikt zwischen dem Glauben an die Kirche und die heilige Schrift auf der einen Seite und an die Vernunft und Lernfähigkeit der Menschen bezüglich der Forschung auf der anderen Seite. Der weitaus größere Teil der Bevölkerung zu Lebzeiten Galileis unterstand dem großen Einfluss der Kirche, welche auf Grundlage der Bibel und Forschungsständen des Aristoteles argumentierte. Dadurch, dass die Gelehrten der Kirche lieber den ?alten Aussagen? vertrauen schenkten und sich nicht durch die Ergebnisse des Galilei belehren lassen wollten, kritisiert der marxistische Positionen vertretende Brecht gleich zwei Dinge: zum einen ist es das Verhalten der Kirche bei Erklärungsnotstand und zum anderen die Verschlossenheit der Bevölkerung, offen für Neues zu sein, ebenfalls bedingt durch die Kirche. Brecht hat hierbei genau recherchiert und mehrfach Verweise auf Inquisitionsopfer gegeben, die es tatsächlich gab (u.a. Giordano Bruno verbrannt 1600 in Rom). Die Haushälterin Galileis sowie dessen eigene Tochter stehen stereotyp für die Gottesfürchtigen und den Einfluss der kirchlichen Macht, vor allem der Furcht vor der Inquisition (Frau Sarti:?Was, Sie sagen ihm wirklich einen solchen Unsinn? Das er es in der Schule herumplappert und die geistlichen Herren zu mir kommen, weil er lauter unheiliges Zeug vorbringt. Sie sollten sich schämen, Herr Galilei.?). Ihnen gegenüber steht der junge Andrea, sowie zu späterem Zeitpunkt in der Geschichte auch ein ?kleiner Mönch?, welche sich von den Forschungsergebnissen und Argumenten Galileis überzeugen lassen. Brecht baut dazu Motive ein, die für eine Veränderung und ?eine neue Zeit? (Galilei) stehen, so zum Beispiel das beim Streit zwischen Andrea und dem gleichaltrigen Großherzog von Florenz zerbrechende Modell des ptolemäischen Weltbilds.
Weitaus weniger offensichtlich als der Disput zwischen Wissenschaft und Kirche ist die Übernahme von Verantwortung, die als Thema in dem Drama geschildert wird. Während Galilei den Sohn seiner Haushälterin, Andrea, fast selbstständig aufzieht, schenkt er seiner Tochter Virginia kaum Beachtung. Dies liegt daran, dass Andrea sich für die Forschungen begeistern lässt, wohingegen seine Tochter sich streng an die Gebote der Kirche hält.
Sein Verantwortung bezieht sich generell eher auf die Aufklärung der Menschen, was sich unter anderem dadurch bemerkbar macht, dass er seine Werke teilweise auf Italienisch anstatt auf Latein veröffentlicht, sodass jede Bevölkerungsschicht die Möglichkeit hat, davon zu erfahren.
Über Vergangenheit und Aussehen der verschiedenen Personen erfährt man gänzlich wenig; hier lässt Brecht der Phantasie des Lesers freien Lauf. Die Hauptfigur, Galileo Galilei, ist hier noch am genausten beschrieben: er isst gern gut und viel und ist einem edlen Wein nie abgeneigt, was vermuten lässt das er ein wohlgenährter Mann gewesen sein muss und sich auch seine chronischer Geldmangel begründet.
Um nun den Bogen auf den zu Beginn erwähnten Bezug zur Gegenwart zu schlagen, kann man sagen, dass auch heute noch die Forschung, insbesondere die Gen-Forschung, im heftigen Konflikt zur Kirche steht, die diesen Eingriff in die Natur und den Menschen als Werk Gottes in höchstem Maße ablehnt. Dennoch ist gerade die Gen-Forschung was die Gesundheit des Menschen anbelangt, sehr wichtig, denn so können zum Beispiel Erbkrankheiten bekämpft werden. Diese Aktualität macht dieses Stück auch heute noch lesenswert.
Typisch für das von Brecht in besonderem Maße geprägte, epische Theater, wird der sich über 45 Jahre streckende Inhalt in fünfzehn eigenständigen Szenen sehr linear vermittelt. Ebenso findet eine leicht verständliche Sprache Verwendung, wodurch sich das Buch gut lesen lässt. Dies liegt daran, dass Brecht mit dem Stück das Publikum zur Nachahmung auffordert, und das Risiko dieses Ziel zu verfehlen natürlich dann größer ist, wenn das Nachzuahmende verschachtelt und versteckt im Inhalt untergeht. In diesem Fall ist die Forderung, Dinge differenziert zu betrachten und offen für Neues zu sein, ohne sich im Vorhinein auf eine Schiene festzufahren (bezogen auf das Drama bedeutet dies, nicht so wie die geistlichen Gelehrten, sondern wie der ?kleine Mönch? oder auch Andrea zu agieren).
Die akkurate Vorgehensweise Brechts bei der Recherche zu seinem Werk ?Leben des Galilei? verleiht dem Gesamten Authentizität, weshalb es nicht nur für naturwissenschaftlich interessierte Leser zu empfehlen ist, sondern für all diejenigen, die etwas über die wichtigsten Jahre der Schaffenszeit dieses genialen Menschen erfahren möchten.
Für alle dessen Neugier geweckt wurde ist das Buch für 6? in der
Suhrkamp
BasisBibliothek
zu erhalten. Es umfasst 191 Seiten und enthält neben der eigentlichen ?Berliner Fassung? des Stücks von 1955/-56 einen Kommentar mit den Teilbereichen Der Wissenschaftler Galileo Galilei und seine Zeit und Leben des Galilei. Schauspiel mit Erläuterungen zu den verschiedenen Fassungen, sowie Abschnitte zur Theatergeschichte, zu Problemen und Perspektiven ? Interpretationen, Literaturhinweise und schließlich Wort- und Sacherläuterungen.
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