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  In Furcht erwachen | Kenneth Cook
 
 
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In Furcht erwachen
Kenneth Cook

Beck, 2006 - 190 Seiten

Kundenbewertung:(4 Bewertungen)
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Ausflug in die Abgründe des Outbacks

Dieses Buch aus dem Jahr 1961 ist ein Klassiker der australischen Literatur. Es ist ein tiefer Blick in die Seele Australiens - oder vielleicht die aller Menschen. Cook erzählt von dem jungen Lehrer John Grant, der ein paar Wochen Urlaub bei Verwandten am Meer verbringen will. Doch er kommt vom Weg ab, bleibt in einer nahen Minenstadt hängen, versucht sich im Glücksspiel und verwickelt sich immer tiefer in die Kreise der Spieler, Trinker und Betrüger. Grant lernt die dunkle Seite des Lebens kennen. Immer wieder wacht er im Rausch auf, verliert seine Identität in der Isolation der Wildnis des Outbacks, eine Känguruh-Jagd verkommt zum Blutrausch. Zum Schluss verliert er alles und kehrt als geläuterter Mensch in sein spießbürgerliches, aber geordnetes Leben zurück.

Ordnung und Chaos, Reichtum und Armut, Kultur und Anarchie sind im Schicksal nur wenig voneinander entfernt. Diesen Lern-Prozess hat Cook in einem großartigen und in beeindruckenden Stil beschrieben.



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faszinierende reise

Genau das richtige Buch für diese heißen erbarmungslosen Tage, lange hat mich ein Buch nicht mehr so fasziniert wie die Geschichte des John Grant, der die Grenzen des Seins aufweist.
Ich hab dieses Buch meist im Park unter einem Baum, der ein wenig Schatten versprach, gelesen. und wenn man da so sitzt und es so heiß ist und Kenneth Cook beschreib, wie John Grant im Westen von Australien die Hitze kaum ertragen kann und das einzige das es gekühlt gibt ist Bier, denn nicht mal Wasser ist zuertragen in dieser tristen Gegend im Outback. Dann fühlt man sich dabei als würde man selbst auf den Wegen des John Grant wandeln. Die geschichte ist berührend, fesselnd und schockierend... und trotzdem kann man sich vorstellen das das jeden Tag passiert und es ruft einen dazu auf sein Leben zu lieben, egal was jeden Tag dazwischen kommt...und es schreit einen fast schon an, das es immer einen Weg gibt.
Danke Kenneth Cook für dieses fantastische Buch, das ich in wenigen Tagen verschlungen hab.


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45 Jahre alt und kein bißchen angestaubt

Das Buch ist ursprünglich schon 1961 erschienen - und das merkt man mit keiner Silbe. Vielleicht liegt es an der Übersetzung? Da ich auch regelmäßig englischsprachige Originalliteratur lese, werde ich diesen Vergleich noch irgendwann einmal wagen.
Aber der vorliegenden Version sind die 45 Jahre gut bekommen. Der Stil ist leicht und unkompliziert. Es gibt keine undurchsichtigen oder gar unlogischen Passagen - der Stil wirkt nicht angestaubt oder veraltet.

Die Story handelt vom Jungen Lehrer John Grant, der seinen Sommerurlaub antreten will und sich aus seinem australischen Outback auf den Weg nach Sydney macht. Leider ist er an seiner ersten Zwischenstation schon so gut wie am Ende der Reise. Dem Alkohol zugetan läßt er sich leichtsinng auf ein Glücksspiel ein. und verliert. Er läßt sich treiben und wehrt sich nicht dagegen. Im Verlauf der Geschichte lät er sich weiterhin leicht beeinflussen - als Fremder will und muß er sich fügen.
Als Leser kennt man Geschichten, bei denen man am liebsten dem Protagonisten zurufen möchte, er soll endlich aufhören und vernünftig werden.
Hier allerdings wartet man gespannt, wie er weitermacht, ob er beim nächsten Mal wieder "Ja" sagt, oder sich endlich auflehnt? Es gibt keinen Moment, an dem es bedrohlich für ihn wird, oder man den Eindruck hat, ihm wird etwas schreckliches zustoßen.
Viele wollen ihm auch helfen - meist bleibt es aber beim Versuch. Als er endlich Stärke zeigt und seinen eigenen WIllen durchsetzt, ist es schon viel zu spät.

Ein gutes, unterhaltsames Buch, lediglich der Schluß wirkt ein wenig uninspiriert, auch wenn er keineswegs unglaubwürdig erscheint.


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Einmal Hölle und zurück

Klasse Buch! Als hätten sich Hemingway und Camus die Story gemeinsam an der Theke ausgedacht, nach dem Genuss des einen oder anderen geistigen Getränks und unter dem emotionalen Einfluss einer vorhergehenden Kafka-Lektüre. Mitzuerleben, wie aus einem biederen Dorfschullehrer aus dem Outback innerhalb von ein paar Tagen und nicht mal 200 Seiten, ein mittelloses, nach Schweiß, Bier, Fusel und was-weiß-ich-was stinkendes, mit Blut besudeltes, verkatertes Wrack wird, das sich kaum an seinen Namen erinnert, ist schon wirklich harter Stoff mit teils ziemlich drastischen Bildern, nichts für schwache Mägen. Naja, zum Schluss kehrt er als gescheiterter Selbstmörder, geläutert und etwas weiser, um einige grenzwertige Erfahrungen reicher in sein bürgerlich-spießiges Leben zurück. Ob man so ein Happy End definiert, mag jeder für sich entscheiden.

Zu Beginn möchte man diesem Deppen am liebsten eine watschen, denn zweimal denselben Fehler innerhalb von ein paar Minuten zu machen, zeugt nicht von ausgeprägter Lernfähigkeit. Beim ersten Mal hätte man noch sagen können, "Okay, no risk, no fun". Beim zweiten Mal ist's halt nur noch blöd. Das ist so, als wenn man vom Stuhl hopst, sich den Fuß verstaucht, anschließend vom Hochhaus springt und sich unterwegs sagt, "Mal sehen was gleich passiert, bis jetzt geht's mir noch gut." Aber es ist ja nie der Sturz der einen umbringt, sondern der plötzliche Stopp.

Und die Moral von der Geschicht'?
1. Zwischen Hotelbett und Gosse liegen manchmal nur ein unglücklicher Münzwurf und ein paar Bier.
2. Wenn du mit Tieren abhängst, spürst du das Leben pulsieren aber du siehst auch den Dreck hautnah und du riechst den Gestank
3. In West-Australien ist der Weg zur Hölle mit Kronkorken gepflastert. Im Roman trinkt (fast) niemand Wasser, nur Bier in unglaublichen Mengen und ab und zu 'nen Whisky.


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