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  Was ist Kunst? Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto. | Michael Hauskeller
 
 
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Was ist Kunst? Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto.
Michael Hauskeller

C.H.Beck, 2002 - 108 Seiten

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fundierte Einführung

"Was ist Kunst?" von Michael Haukeller ist eine Art Lese-Buch für an Kunst und / oder an Philosophie interessierte LeserInnen. Wissen wird nicht vorausgesetzt. Ihren ursprünglichen Platz im (gehobenen) Zeitungsfeuilleton sieht man den Texten an, was sie durchaus sympathisch macht.

In 5 bis 6 Seiten langen Kapiteln werden ästhetische Positionen inhaltlich absolut fundiert, systematisch und konzentriert vorgestellt. Je mehr wir uns der Gegenwart nähern, desto differenzierter wird die Darstellung. Für die griechische Philosophie (Platon und Aristoteles) genügt ein Kapitel, für die mittelalterliche und die der Renaissance ebenfalls.

Als Ausgangs- und Drehpunkt der modernen Ästhetik wird Kant mit seiner "transzendentalen Wendung" beschrieben (auch wenn ihm nicht mehr Raum gegeben wird als etwa Hegel, Schiller oder Schopenhauer): das ästhetische "Geschmacksurteil" unterschedet sich lt. Kant fundamental vom rational-empirischen Erkenntnisurteil und vom ethischen Werturteil. Mit seiner Verbindung von objektivistischen kontinentalen Ansätzen (Kunst ist im Kunstwerk) und den subjektivistischen angelsächsichen Ansätzen (Kunst ist, was jemand als Kunst empfindet, ist Kant Bezugspunkt für viele Positionen bis heute.

Die Hälfte der Kapitel insgesamt 16 Kapitel widmet sich modernen philosophischen Ansätzen zur Ästhetik (oder: philosophischen Ansätzen zu einer modernen Ästhetik), von Benedetto Croce oder Walter Benjamin bis zu Jean-Francois Lyotard und Arthur C. Danto.

Schade ist, dass Nietzsche, der für die Kunst des 20. Jahrhunderts doch so prägend gewesen ist, kein Kapitel gewidment wurde.

Schade ist ebenfalls, dass der meines Wissens von Lyotard geprägte Begriff der Post-Moderne und deren Verständnis der Kunst des 20. Jahrhunderts nicht vorkommen.




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Popkorn Philosophie (im positiven Sinne)

Michael Hauskellers schmale Einführung versammelt durchweg elegant geschriebene Texte zu klassischen Positionen der Ästhetik. Ihr Vorteil für Laien ist zugleich ihr Nachteil für Fachleser: Eine angemessen umfangreiche Auseinandersetzung mit den jeweiligen Theorien kann aufgrund der Kürze nicht gelingen. Wer sich daran nicht stört bekommt einen schönen Überblick über 16 bedeutende Theorien des Ästhetischen.


Was ist Kunst? Hier sind 16 hervorragende Vorschläge!

Die sechzehn, von Juli 1997 bis Jänner 1998 in der "Frankfurter Rundschau" erschienen, Essays zeichnen sich durch ihre Kürze und Pointiertheit in der Darstellung von Positionen der Ästhetik von Denkern wie Platon, Kant oder Heidegger aus.
Dem Philosophen Hauskeller gelingt es, auf jeweils knapp fünf Seiten grundlegenden Gedanken der verschiedenen Auffassungen herauszuarbeiten und zu beschreiben, und zwar, da ursprünglich für eine Zeitung geschrieben, allgemein und leicht verständlich.

Das Buch ist ideal, um sich einen auf die Ästhetik bezogenen, philosophiegeschichtlichen Überblick zu verschaffen, der ebensogut Ausgangspunkt für eine Vertiefung in den einzelnen Theorien sein kann, wie auch Anregung einer Reflexion des eigenen Kunstverständnisses.


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" Die Menge macht den Künstler irr und scheu !" ( Goethe, Tasso)

Dr. Michael Hauskeller befasst sich im vorliegenden Büchlein mit der Frage : " Was ist Kunst ?" und stellt 16 Positionen der Ästhetik vor. Zur Sprache kommen die Kunstbetrachtungen von Platon, Aristoteles, solche des Mittelalters, der Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Heidegger, Adorno, Goodman, Lyotard und Danto.
Hinterfragt wird also was Kunst eigentlich ist und es wird verdeutlicht , dass es nach heutiger Sicht keinen allgemein gültigen Kunstbegriff gibt, der für alle Zeiten und Werke anwendbar ist.
Bei Platon und Aristoteles wurde die "Mimesis", die Nachahmung als Grundproblem der Kunst betrachtet, jedoch nicht als Nachahmung einer Naturerscheinung, sondern vielmehr als Abbildung der Ideen ( Platon) oder als Gestaltung in Richtung der Vollendung der Natur( Aristoteles), weil in der Kunst wie auch in der Natur die Form Prinzip des Werdens sei.
Im Mittelalter meinte man in der sichtbaren Schönheit die Schönheit Gottes erahnen zu können. Schön zu sein bedeutete etwas zu beleuchten oder deutlich zu machen , nämlich das ordnungsstiftende Wirken Gottes. Man begriff die Welt als ein einziges großes Licht, zusammengesetzt aus vielen Lampen, in deren Schein das Göttliche sich zeigte. Im gesamten Mittelalter galt die sichtbare Schönheit als ein Bild der unsichtbaren. Alles Helle , Bunte und Leuchtende, glänzende Materialien und strahlende Farben bringen den Lichtcharakter des göttlich Schönen zu Ausdruck.
In der Renaissance wurde einerseits die Natur Mutter der Kunst genannt, aber auch die Erfindung erhielt diesen Rang, wir der Autor verdeutlicht. Der Entwurf wurde als das ursprünglich Künstlerische betrachtet. Er ist gleichbedeutend mit präexistenten Idee im Geist. Aufgrund dieser Idee ergreift der Künstler die Wirklichkeit in reiner Gestalt. Nur deshalb ist Kunst erst natürlich.
Für Kant ist das Schöne mit dem subjektiv bestimmbaren Angenehmen identisch. Was auch immer uns gut gefällt, muss begrifflich bestimmt sein. Das ästhetische Urteil ist bei Kant ein Geschmacksurteil, weil es unabhängig von der Vernunft getroffen wird.
Die Vertreter der Klassik, beispielsweise Schiller , greifen übrigens die Idee der Renaissance wieder auf und knüpfen hier an. Das Universum schenkt uns kein reines Abbild des Ideals. Kunst möchte das Ideal, sprich die wahre Natur darstellen und zwar in der Aufgabe des Zufälligen und im Ausdruck des Notwendigen. Der Künstler ist in der Lage im Besonderen das Allgemeine zu sehen.
Hegel bestimmte das Schöne als das sinnliche Scheinen der Idee.
Im 20. Jahrhundert ist man bestrebt den hergebrachten Kunstbegriff als zu eng abzuschütteln.
Benjamin versteht beispielsweise die Fotographie und den Film als innovative Kunstformen. Die neue Kunst benötigt keine Aura mehr, die Benjamin definiert als " einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag ".
Kunst öffnet sich jetzt ,so der Tenor auch von Heidigger und Adorno, jeder nur denkbaren Form in der Hoffnung oder Utopie einer allgemeinen Veränderung der Erlebensweisen.

Ein hochinteressantes Büchlein! Sehr zu empfehlen!



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Was ist und wozu dient Kunst? Ein Kaleidosko von Kunstauffassungen

?Was ist Kunst?? ist eine Frage, die so alt ist, wie die Philosophie selbst; und die immer wieder anders beantwortet wurde. Die Frage nach dem Wesen der Kunst war immer auch die Frage nach ihrem Sinn, weil sich daraus erklären ließe, was sie ist. Jede Zeit gab darauf eine andere, also ihre eigene Antwort. So schafft Michael Hauskeller in kurzen, skizzierenden Abhandlungen einen Überblick über Positionen der Ästhetik von Platon bis Danto. Seine Übersicht versammelt Ansichten zu dieser Frage von Platon, Aristoteles, aus Mittelalter und Renaissance, von Kant, Schiller, Schopenhauer, Hegel, Rosenkranz, Croce, Benjamin, Heidegger, Adorno, Goodmann, Lyotard und Danto, und schafft damit die Chance, sich selbst als Interessierten oder Kunstschaffenden besser zu positionieren. Sein Kaleidoskop aus Positionen zur Kunst richtet sich aber nicht nur an diese Zielgruppe, denn die hier versammelten, pointiert geschriebenen Texte können insgesamt sehr gut als Orientierung und Diskussionsgrundlage in dieser Frage dienen.


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