Die erste Geschichte folgt dem traditionellen Montalbano-Muster. Leider aber ist sie sehr komprimiert, so dass der typische Flair seiner Romane kaum aufkommt. Statt der gewohnten Luftigkeit werden viele Passagen auf das eigentliche Whodunit reduziert. Die Geschichte macht deshalb mehr den Eindruck einer Skizze, aus der Camelleri mal einen richtigen Roman hätte machen wollen.
Die zweite Geschichte ist eine außergewöhnliche Story. Hier überrascht Camilleri seine Lesen damit, dass er seinen eigenen Stil karikiert und zu einem ungewöhnliches Ende kommt.
Für den, der die übliche Montalbano-Geschichte erwartet, empfinde ich das Hörbuch als eine Enttäuschung, auch weil nicht das Atmosphärische der Hörspiele herüberkommt. Literarisch interessant ist nur die kurze zweite Geschichte.