Auch in Deutschland grassiert mittlerweile durch die deutschen Übersetzungen das Commissario Montalbano-Fieber. In seinem neuesten Krimi klärt Montalbano den Mord an der jungen, schönen und reichen Arztgattin Michela Licalzi auf. Der Commissario arbeitet gleichermaßen mit Herz und Verstand. Der Autor hat eine Figur herausgearbeitet, die sympathisch ist und die der Leser einfach mögen muss.
Ihm zur Seite stehen Mitarbeiter, denen jener eigenwillige, unorthodoxe Charakter fehlt, der Montalbano so unverwechselbar macht. Ohne jegliche Arroganz lässt er auch Hinweise und Gedankengänge einfacher Zimmermädchen gelten. Der Leser wird in ein spannendes Detektivspiel miteingebunden. Puzzleteil für Puzzleteil setzt sich zusammen, um nach anfänglichem Gelingen doch als Fata Morgana zu verschwimmen.
Camilleri legt Köder aus, die der Leser begierig schnappt und auf die falsche Fährte lockt. Michela Licalzi wurde von vielen Männern begehrt. Als sie nackt in ihrer Villa aufgefunden wird, deutet alles auf einen Sexualmord hin. Zu diesem Verdachtsmoment passt der Lebenswandel, den die Frau geführt zu haben schien. Sie residierte regelmäßig in denselbem Hotel, blieb über Nacht weg und kehrte erst im Morgengrauen wieder zurück. Nach und nach wird das Geheimnis um die Dame aus besseren Kreisen gelüftet. Ein bemerkenswerter Roman, der Appetit auf weitere Abenteuer des Commissario Montalbano macht. --Corinna S. Heyn
In Camilleris neuesten Krimi muß Commissario Salvo Montalbano den Mord an der jungen, schönen und reichen Arztgattin Michela Licalzi aufklären.
Der Commissario bekommt auch einen neuen Vorgesetzten. Mit dem neuen Questore, der aus dem Norden Italiens stammt, wird die Polizeistation in Vigata auch modernisiert: Ein Personal-Computer hält Einzug. Neue, verbesserte Fahndungsmethoden sollen eingeführt werden.
Der Questore, ein Aufsteigertyp, der prompt auch seine Führungsmannschaft ausgewechselt hat, kann Salvo Montalbano nicht ausstehen. Dieser Umstand führt zu zahlreichen, offen ausgetragenen Turbulenzen.
Der vorliegende Roman ist uneingeschränkt zu empfehlen.Andrea Camilleri hat wiederum eine meisterhafte Erzahlung vorgelegt.