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  Der Himmel über Darjeeling | Nicole C. Vosseler
 
 
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Der Himmel über Darjeeling
Nicole C. Vosseler

Bastei Lübbe, 2008 - 543 Seiten

Kundenbewertung:(25 Bewertungen)
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Die Farben Indiens...

...kann man in diesem Liegestuhlbuch förmlich vor dem geistigen Auge explodieren sehen.
Nicole Vosseler ist ein wirklich schöner Unterhaltungsschmöker geglückt, in dem sie mit sehr sinnlichen Beschreibungen ein koloniales Indien beschreibt, in dem Glanz und Elend sehr dicht beieinander liegen.

Zugegeben, die Story ist ziemlich dünn und steckt voller Klischees.
Trotzdem bleibt man "dran".
Das Buch ist wie geschaffen für einen heißen Tag im Freibad oder im Garten. Allemal unterhaltsamer als jeder Bollywood-Streifen außerdem.

In Cornwall nimmt die Geschichte ihren Anfang: Helena ist mittellos und gibt darum schnell dem Werben eines geheimnisvollen, sagenhaft reichen Teebaron nach. Sie folgt ihm quer durch Indien zu seinen Plantagen am Fuße des Himalaya. Die anfängliche Abneigung weicht schließlich Respekt und Liebe. Doch Ians Launen wechseln dauernd und sie ahnt, dass er ein dunkles Geheimnis haben muss....

Natürlich, neu ist das nicht, anspruchsvoll schon gar nicht.
Aber genau das Richtige für 30 Grad im Schatten.
Und Nicole Vosseler hat sich wirklich große Mühe gegeben.
Ihre Schilderungen sind liebevoll und stimmig, sie hat ein profundes Wissen um die indische Kolonialgeschichte einfließen lassen und hält ein Erzähltempo, dem der Leser immer wieder folgen mag.
Diesen Schmöker darf man getrost mit den Schmachtfetzen von Rebecca Ryman oder M.M. Kaye in einem Atemzug nennen.

Mir hat "Himmel über Darjeeling" wirklich gefallen, denn es hat mich über 560 Seiten bestens unterhalten!



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Ein wunderbarer Roman

Mit diesem Buch hat Nicole C.Vosseler einen wunderbaren Roman vor dem farbenprächtigen Hintergrund Indiens geschrieben. Man kommt wunderbar leicht in die Geschichte rein und ist von Anfang bis zum Ende gefesselt.
Besonders die eindrucksvolle Beschreibung der Farben und Gerüche Indiens hat mir hierbei sehr gefallen, man taucht richtig ein.
Die Liebesgeschichte zwischen Helena und Ian ist ebenfalls gelungen, sehr abwechslungsreich und romantisch :o) Der Rückblick in Ians Leben ist zudem sehr spannend und man erfährt einiges über die Geschichte Indiens.
Ich konnte das Buch gar nicht aus den Händen legen und war richtig traurig, als es zuende war. Zum Glück gab es noch einen Epilog, so dass man erfährt, wie's weiter geht.
Das Buch ist auf jeden Fall empfehlenswert und kann locker mit Romane von Laila El Omari und Rebecca Ryman mithalten!
Ich werde es wieder lesen.


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Altmodischer Indienschmöker im Retro-Achtziger-Jahre-Look

Ich habe das Buch bei Hugendubel quergelesen und war schwer enttäuscht. Als ältere Leserin, die mit Büchern von M.M. Kaye, Victoria Holt und Rebecca Ryman aufgewachsen ist, kam mir der Plot arg abgedroschen und klischeehaft vor-solche Bücher habe ich vor fünfundzwanzig Jahren dutzendweise verschlungen. Aber schon damals konnte ich mich nicht so recht für den "ältlichen" (in meinen jugendlichen Augen zumindestens), weit über dreissig Jahre alten Helden und die archetypische blutjunge, kindliche Heldin mit Trotzkopfanfällen begeistern. Mir kam das schon als sechzehnjährige komisch vor, ein angeblich so erfahrener, weltgewandter, attraktiver Mann, der mit seinen gleichalten Geliebten (die durften nicht fehlen, konnten an Schönheit und "herzerfrischender" kindlicher Unschuld natürlich nie mit der Teenager-Heldin konkurrieren) nichts anfangen kann, sich nie in diese verliebt hat, aber dann einer minderjährigen Unschuld vom Lande verfällt, die nicht hat außer Jugend, sexueller Unerfahrenheit und Schönheit-die dafür aber im Übermaß. Ich habe immer diese Romane weitergesponnen und mir gedacht, was passiert bloß mit diesen Heldinnen, wenn diese selbst mal über dreissig sind und weder knackig noch kindlich unschuldig mehr sind?

Das Happyend war für mich deswegen immer sehr ambivalent-wie lange würde das wohl gutgehen? Eigentlich hatte ich gedacht, dass diese Art Romane nunmehr der Vergangenheit angehören und dass heute Heldinnen endlich älter, interessanter und lebensklüger sein dürfen und von den Helden weniger über ihre körperliche Attraktivität und sexuelle Unversehrheit definiert werden und von ihm auch als Mensch respektiert werden und nicht nur als Frau und stolzer Besitz körperlich begehrt.

Denkste Puppe. In fünfundzwanzig Jahren hat sich absolut nix geändert. Selbst der Held ist ebenso kalt, berechnend, grob und sexuell promiskuitiv (und sogar untreu) wie ich es aus diesen alten Schmökern kenne. Kein Wunder, dass sich der manipulative, auch vor physischen Verweisen nicht zurückschreckende Held sich letzendlich ein hilfloses, zudem noch finanziell von ihm völlig abhängendes Kind zur Frau nimmt, die ihm kaum gewachsen ist. Dass ein romantischer Held heutzutage in einem Liebesroman immer noch ein kleines Mädchen gängeln, manipulieren und sogar schlagen darf ist für mich auch kaum zu glauben (Ich weiss, dass das die historische Realität von vielen damaligen Ehen wiederspiegelt, aber romantisch ist das absolut nicht und war es auch nie-schon gar nicht für die betroffenen Frauen).

Ich mag meine Liebesgeschichten mehr wenn beide Partner ungefähr gleichwertig sind (und auch ungefähr gleichalt) und die Beziehung auf gegenseitigem (wenn vielleicht auch widerwilligem) Respekt beruht. Mit überkrassen mittelalterlichen Machos, siebzehnjährigen trotzig-naiven Kindfrauen und großen Alterunterschieden kann ich einfach gar nix mehr anfangen. Ich stehe dann mehr auf Seiten der mir im Alter näherstehenden, nicht ganz so schönen und knackigen, stets verschmähten traurigen Geliebten des Helden. Über die würde ich lieber ein Buch lesen. Mich wundert bloß, dass dieser hausbackene Plot scheinbar immer noch so gut ankommt. Hat sich denn am Wunschbild Mann/Frau so gar nichts geändert in den Augen von jungen Leserinnen? Anscheinend nicht. Ich kehre dann doch lieber zu meinen Nora Roberts Schmökern zurück. Die sind zwar auch nicht gerade orginell aber wenigstens werden darin die Klischees zelebriert, die ich mag. Mann liebt Mädchen wegen deren Jugend und Unschuld und Mädchen liebt Mann wegen seiner überlegenen, herrischen, väterlich-züchtigenden Art und seinem ungeheuren finanziellen Reichtum (diese Heldin sind stets superreich, etwas weniger Geld und ein besserer Charakter wären mir persönlich aber lieber) gehört nicht dazu.

Trotzdem drei Punkte, da die Geschichte wenigstens gut geschrieben ist und ich auch nur quergelesen habe. Vielleicht sind mir da Nuancen entgangen. Meine Kritik ist wohl auch eher subjektiv, da ich die hier gewählte Konstellation von Heldin/Held überhaupt gar nicht mag und auch nie wirklich mochte. Wer hingegen den Plot älterer, reicher und attraktiver Machoheld/blutjunges, unerfahrenes Mädchen liebt wird hier sicher sehr gut bedient.





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So muss ein Indienschmöker sein

Auch mir hat dieser Indienschmöker gut gefallen.Eine nette Liebesgeschichte ,gepaart mit Informationen zur Historie Indiens , machte das Buch für mich zu einem richtigen Lesevergnügen.

Cornwall 1876. Helena Lawrence sieht sich und ihren Bruder nach dem Tod ihres Vaters vor dem finanziellen Ruin. Ihr bleibt nur die Möglichkeit als Angestellte, die niedere Arbeiten verrichtet, in ihrer Verwandschaft unterzukommen, oder das Angebot des reichen und charismatischen Ian Neville anzunehmen, ihn zu heiraten und mit ihm nach Indien auf seine Teeplantage zu gehen. Da Helena selbst eine sehr willenstarke Persönlichkeit ist, wehrt sie sich zu Anfang gegen die Vereinnahmung und die Erpressungsversuche Ians, für den das Ganze nur ein Spiel zu sein scheint das er gewinnen will, doch letztendlich gibt Helena ihr Jawort , um sich,aber vor alllem ihrem Bruder, eine Zukunft zu geben.

Nach ihrer Heirat reist sie mit ihrem Ehemann auf seine Teeplantage nach Darjeeling und muss feststellen, dass Ians Vergangenheit und sein unnahbarer Charakter es ihr sehr schwer machen ,eine glückliche Ehe zu führen.

Sicherlich kann man anmerken, dass die Handlung dieses Romanes nichts Neues bietet und auch nicht besonders ansprucksvoll ist, aber das erwarte ich auch nicht wenn ich einen Schmöker zur Hand nehme. Der Unterhaltungswert dieses Buches war jedenfalls hoch, der Schreibstil der Autorin unterhaltend und spannend und die Informationen zur Historie Indiens haben das Ganze für mich noch abgerundet.Ich habe beim Lesen die Farben und Gerüche Indiens empfinden können und konnte mit diesem Buch so richtig abtauchen. Nichts anderes erwarte ich von einem Unterhaltungsroman und es wird bestimmt nicht mein letztes Buch dieser Autorin sein.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5



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