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Immer wieder, nimmer wieder. Österreichischer Fußball: Vom Schicksal des österreichischen Fußballs
Stefan Adrian, Kai Schächtele

Kiepenheuer & Witsch Verlag, 2008 - 208 Seiten

Kundenbewertung:(6 Bewertungen)
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»Wir Österreicher sind begabt. Wir spielen philharmonischen Fußball.« In seinen Anfangstagen gehört der österreichische Fußball zum Besten auf dem europäischen Kontinent. In Wien wurde eine der ersten Profiligen überhaupt gegründet, und das österreichische »Wunderteam« stellte in den 1930ern die beste Mannschaft der Welt. 1978 im argentinischen Cordoba schockte das Team zwar noch einmal den Nachbarn Deutschland, aber zum Ende des vergangenen Jahrhunderts schrumpfte es auf die Größe eines Zwergs, der gegen die Färöer verliert. Das österreichisch-deutsche Autorenpaar hat mit vielen Spielern und Trainern, Fans und Funktionären gesprochen. Sie erzählen von den Goldenen Zeiten, suchen nach den Ursachen für diesen Niedergang und berichten von dessen nicht selten bizarren Ausformungen in einem Land, das als einer der Gastgeber der Europameisterschaft 2008 wieder im Mittelpunkt des Interesses steht.


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Ein Standardwerk!

Ein höchst erfreuliches, kurzweiliges und gut recherchiertes Büchlein über das Schicksal einer einstigen großen Fußballnation. Der Leser erhält durch die vielen Geschichtchen und Anekdoten nicht nur Einsicht in die mitunter bizarre Welt des österreichischen Fußballs; er darf zusätzlich einen tiefen Blick in die österreichische Seele werfen. Die Parallelen zwischen der Fußballhistorie einerseits sowie Mentalität und Kultur auf der anderen Seite hat das deutsch-österreichische Autorenduo wunderbar herausgearbeitet, und es zeigt eindrucksvoll, dass sich das Massenphänomen Fußball hervorragend dazu eignet, die Untiefen einer "Volksseele" auszuloten.
So antiheroisch und doch nicht zynisch ging noch kein Autor mit dem Thema Fußball in Österreich um!


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Uneingeschränkt zu empfehlen

Die Leidens-Geschichte des österreichischen Fussballs - erzählt in interessanter und kurzweiliger Form. Von den Anfängen der Liga und des Wunderteams bis hin zur heutigen Zeit. So werden Anektoten erzählt, die einem durch Bein und Mark gehen. Wie zb. die Angelegenheit mit Frank Stronach, der als Präsident der Wiener Austria eine Halbzeit lang mit dem Schal der ebenfalls violetten Salzburger Austria auf der Tribüne saß und zwar solange, bis er von jemanden informiert wurde, dass dies nicht der Schal "seines" Vereins sei.
Top Buch, unbedingt empfehlenswert.


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Einfach köstlich

Eines vorweg, das ist meiner Meinung nach mit Abstand das Beste Buch über den österr. Fußball das je geschrieben wurde. Dass die Autoren bei den Fakten blieben sich keiner Gefühlsduselei hingaben oder etwas beschönigten (ohne ständig zu kritisieren) macht dies zum ersten und wohl auch einzigen Standardwerk über die Situation des österr. Fußballs. Das Eine oder Andere mal ist wirklich ein zum schmunzelnder Sarkasmus auch versteckt aber dies zeigt wiederum auch nur dass versucht wurde nicht die Augen vor den (wie in Österreich üblich) wahren Problemen im österr. Fußball zu schließen.
Das einer der beiden Autoren auch noch ein Deutscher ist zeigt wie Fußball-Österreich in Wahrheit am Sand ist, ein "Legionär" schafft es eher die Augen zu öffnen als so mancher meiner Landsleute :)


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Steht den anderen Titeln der Reihe in nichts nach

Nachdem in der Reihe "Ball und Welt" bereits Titel zum britischen, spanischen und italienischen Fußball erschienen waren, kamen im Frühjahr 2008 weitere Bücher auf den Markt, die sich mit den "Mittelmächten" des europäischen Fußballs auseinandersetzten. Zu diesen Neuerscheinungen gehört neben David Winners 'Oranje brillant' auch 'Immer wieder, nimmer wieder' aus der Feder des Duos Adrian/Schächtele, welches den Fußball in Österreich thematisiert.

Dem Duo ist dabei eine schmale Gratwanderung gelungen, denn sie haben mit zwei Hauptproblemen zu kämpfen. Erstens liegt die große Zeit der österreichischen Nationalelf zum Teil 50-70 Jahre zurück, andererseits spielt auch die Liga in europäischen Verhältnissen keine allzu große Rolle. dennoch haben die Autoren es geschafft, unter diesen ungünstigen Voraussetzungen eine kurzweilige und informative Lektüre herauszuarbeiten, die stilistisch immer sicher auf zwei Hauptpunkte eingeht. Die Verbreitung des Fußballs bei unseren Nachbarn zu Beginn des Jahrhunderts, welche mit als erste überhaupt in Europa eine Profiliga einführten. Der Abschnitt kulminiert im "Wunderteam" der 30er Jahre um Matthias Sindelar. Und obwohl die Anekdoten und Geschichten weit weg erscheinen, treffen sie dennoch den Nerv des Lesers.

Im zweiten großen Abschnitt geht es um die heimische Liga. Rivalitäten zwischen Austria und Rapid, sowie die Phänomene des Mäzenatentums (Mateschitz, Stronach...) und des Massenkonkurses vieler Vereine, stehen im Vordergrund. Hier verlässt das Buch seine anekdotenhafte Schiene und vermittelt glaubwürdig und nicht ohne Ironie, warum der österreichische Fußball in den europäischen Klub-Wettbewerben keine Rolle spielen kann und geht auf die fehlende Infrastruktur in Sachen Fantum, größenwahnsinnige Präsidenten und zweifelhafte Machenschaften in Bilanz- und Finanzfragen ein. Ein Kapitel, das einige Fußballfans (auch wegen der geringen Medienpräsenz) überraschen dürfte.

Fazit
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'Immer wieder, nimmer wieder' steht in Punkto Recherche und Qualität den "großen Liga-Schwestern" der Reihe in nichts nach. Stilsicher und mit einer Prise Humor navigieren die Autoren den Leser durch unbekannte Gefilde und somit kann das Buch zumindest für sich behaupten, eine treffende Analyse des gegenwärtigen Fußballs zu präsentieren und somit ist eine Kaufempfehlung angebracht.


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Ein super Buch - nicht nur für Österreicher

Ein sehr interessantes, kurzweiliges und unterhaltsames Buch, ich hab es an einem Wochenende durchgelesen. Die Autoren haben sehr gut recherchiert und mit den zentralen Personen des österreichischen Fußballs der letzten Jahrzehnte gesprochen. Aber auch die (zum Teil glorreichen) Anfänge (6:0 gegen Deutschland!) der 20er und 30er Jahre werden aus der Tiefe der Geschichte gehoben und näher beleuchtet. Es gibt viele schöne Anekdoten und ordentlich was zum Schmunzeln - und trotzden liesst es sich wie ein richtig gutes Sachbuch.
Wer sich für Fußball generell und für den österreichischen insbesondere interessiert, kommt an dem Buch nicht vorbei.


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reviews: page 1, 2



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