Das Unbehagen, das viele Menschen angesichts der Fremdbestimmung und der unverständlichen Geheimniskrämerei empfinden, wird bei weitem durch die spürbaren Vorteile der neuen Herrschaft aufgewogen. Für die nun vereinte Menschheit beginnt ein Zeitalter des Friedens und des Wohlstands. Bis sich eines Tages, 50 Jahre später, die Tür eines der Sternenschiffe öffnet und einer der Fremden heraustritt.
Der vorliegende Band ist eine von Clarke aktualisierte Fassung des Klassikers. Der Unterschied besteht allerdings einzig im ersten Kapitel. Während die Handlung ursprünglich mit dem Wettlauf der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten um den ersten Flug zum Mond begann, ist sie jetzt in das 21. Jahrhundert verlegt worden, in dem die Ankunft der Fremden dem ersten Flug zum Mars zuvorkommt. Ob dies nötig war oder nicht, darüber lässt sich streiten. Gerade wenn man den Roman in dem Bewusstsein liest, dass er Anfang der 1950er-Jahre geschrieben wurde, verblüfft die Vielzahl der geistreichen Prognosen -- wie zum Beispiel die Vorhersage eines exakten Vaterschaftstests. Vor allem aber ist Die letzte Generation das Meisterstück eines begnadeten Geschichtenerzählers, mit einem Schwindel erregenden Ende. Zum Neuentdecken oder Wiederlesen -- heute so gut wie vor damals. --Birgit Will