James Long schreibt im Nachwort, er hätte 20 Jahre recherchiert und das merkt man. Dieses Buch ist wie eine schnelle Fahrt durch die Geschichte. Nicht nur Englands, die Geschichte im Allgemeinen. Kritisch betrachtet, zählt er auch "Nebensächlichkeiten" auf, von welchen man sich durchaus vorstellen kann, dass sie das Leben damals beträchtlich beeinflusst haben. Eben, wie es ein Zeitzeuge sehen und betrachten könnte. Sehr schön zB die Beschreibung wie es einem einfachen Bauern erging als er von der Erfindung der Uhr erfuhr. Die Ängste, das Gefühl. Nicht Schlachten und Daten stehen hier im Vordergrund sondern viel eher wie war das Leben und wie hat es sich entwickelt. Wie wäre es wohl Jahrhunderte lang zu leben. Wie kurz ist ein einzelnes Leben im Vergleich zur Geschichte?
Ich kann nur sagen - lesen! Eintauchen, Erinnern, Lernen... Klingt wie ein Überraschungsei, Spiel, Spaß und Spannung - aber mit dem Zusatz die Entwicklung der Menschheit in den letzten Jahrhunderten kritisch und einfach betrachten zu können.