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  Die zwölfte Nacht | Charlotte Lyne
 
 
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Die zwölfte Nacht
Charlotte Lyne

Blanvalet, 2008 - 670 Seiten

Kundenbewertung:(25 Bewertungen)
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Wunderbare Geschichte über Catherine Parr, die letzte Gemahlin von Heinrich dem VIII.!

Ein wunderschöner Roman, der das Leben zur Zeit König Henrys VIII. von England wiedergibt. Er ist informativ, spannend, interessant und mit einer wirklich schönen Liebesgeschichte, zwischen Catherine und Thomas, die mich sehr berührt hat. Detaillierte Beschreibungen hinsichtlich der Schauplätze und liebevoll gestaltete Charaktere lassen die ganze Geschichte lebendig erscheinen. Die gut recherchierten Ereignisse sind glaubwürdig und besonders interessant.

Sofort von Anfang an war ich gefesselt von dieser faszinierenden Geschichte und je weiter ich las, wurde meine Leselust gesteigert. Das zwölfte Kapitel konnte mich dann restlos begeistern und hat mich sogar zu Tränen gerührt. Der Schreibstil ist einfach wunderbar und die hervorgehobenen Gedankengänge der Charaktere waren sehr schön und passend. Damit konnte Charlotte Lyne besonders die Empfindungen gut zur Geltung bringen, was sich positiv auf den gesamten Inhalt auswirkte, da dies realistisch rüber kam.

Der historische Hintergrund bildet insbesondere die Gründung der Anglikanischen Kirche und die damit verbundene Problematik und außerdem der Kampf der Reformer für eine Bibel in englischer Sprache. Dies geschieht im 16. Jahrhundert zur Regierungszeit Henrys VIII. Im Mittelpunkt der Geschichte steht aber nicht Henry, sondern seine letzte Gemahlin Chatherine Parr, deren Leben wir von Kindestegen an begleiten. Genauso wie die beiden Seymour Brüder Thomas und Edward. Die drei bilden den Mittelpunkt der Geschichte und waren sehr liebevoll und sympathisch dargestellt. Aber auch viele der Nebenfiguren waren sympathisch, außerdem waren besonders die historisch bekannten Personen sehr real. Zwar hat die Autorin einige davon verschönt charakterisiert, insbesondere die Seymour Brüder, aber das hat mir nichts ausgemacht, sondern konnte die Geschichte damit nur bereichern. Interessante historische Personen waren neben den schon genannten unter anderem Henrys Kinder Mary I., Elizabeth I. und Edward VI., außerdem Thomas Cranmer, John Dudley, William Tyndale und Thomas Wosley. Wir lernen aber auch Henrys anderen Frauen kennen, wobei die bekannteste wohl seine ehemalige Mätresse Anne Boleyn, seine zweite Gemahlin, ist. Sie hat mich dabei am meisten interessiert, aber auch seine anderen Ehefrauen (Catalina von Aragon, Jane Seymour, Anne of Cleves, Catherine Howard) wurden gut in die Geschichte eingearbeitet und auch sie wurden passend beschrieben. Catherine Parr, von der ich vorher nicht so viel wußte, hat mich aber natürlich in diesem Buch am meisten begeistert und beeindruckt.

Die Geschichte wird rückblickend von ihrer besten Freundin Kate Suffolk erzählt, die Cathies siebenjähriger Tochter Margery die Geschichte ihrer Eltern erzählt. Aufgeteilt ist das Buch in zwölf Kapitel, die sich mit ihren Überschriften an ein altes englisches Weihnachtslied orientieren, welches am Anfang des Buches auch aufgeführt ist. Dies wiederum orientiert sich an die noch immer in England bestehenden "Zwölf-Nacht-Feiern", die die Autorin gekonnt mit in die Geschichte eingebaut hat und die eine große Bedeutung darstellt.

Nach vielen historischen Romanen, die ich nun gelesen habe, ist dies der erste Roman, der sich mit Henry VIII. von England beschäftigt. Nur in einem Buch kam er vor, aber dort war nicht dieser König das Hauptthema. Da er ja einer der wohl bekanntesten Könige ist, war ich selbst überrascht, mit "Die Zwölfte Nacht" den ersten Roman über ihn zu lesen. Dabei ist die Familie Tudor doch immer ein Thema, welches (zumindest bei mir) das Interesse weckt. Deswegen werde ich auf jeden Fall noch weitere Bücher darüber, insbesonere über Henry VIII., lesen.

Die Autorin hat sich zwar eng an die historischen Fakten gehalten, musste sich aber einige, wenige schriftstellerische Freiheiten herausnehmen, worauf sie aber im Nachwort hingewiesen hat. Ein wirklich schöner Roman, den ich uneingeschränkt weiter empfehle und der einen Platz bei meinen Lieblingsbüchern sicher hat. Da dies mein erster Roman dieser Autorin war, bin ich auch auf andere Bücher von ihr gespannt, "Die Glocken von Vineta" habe ich schon zuhause liegen.


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Großartig und berührend

Der historische Roman "Die zwölfte Nacht" ist eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.
Zum einen hat mir die geschaffene Atmosphäre der Geschichte sehr gut gefallen, auch die Darstellung Thomas und insbesondere Edward Seymours hat mich angesprochen, hier vor allem die inneren Kämpfe des letzteren.

Auch die Darstellung Catherine Parrs und natürlich König Henrys war sehr interessant und mitreissend.

Vor allem aber ist es der Autorin als erste gelungen, die Gedanken der aufkeimenden Reformation so nahe zu bringen, dass mir die Lage der Menschen damals tatsächlich berührt hat und ich ein Verständnis davor entwickeln konnte. Hierfür vielen Dank!

Eigentlich müsste ich einen kleinen stern abziehen, da mir die Schilderung der Beziehung zwischen Tom und Cathie teilweise zu sehr ins Schwülstige abgleitet, aber da das Buch ansonsten großartig ist, verzichte ich darauf.


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Absolut fesselnd

Zum Inhalt dieses Buches nur wenig: es geht um die Lebensgeschichte von Catherine Parr, der sechsten und letzten Ehefrau Heinrich des VIII. Charlotte Lyne schreibt absolut fesselnd, hält sich so weit wie möglich an die historische Wirklichkeit und schafft es, den Leser förmlich in die Geschichte hineinzuziehen. Ihre Liebe zu Thomas Seymour, die sie ihr Leben lang begleitet, ergreift und man kann die damit verbundenen Emotionen, die immer wieder durchkommen, wunderbar verstehen.
Zwei Dinge wären aus meiner Sicht zu bemängeln: teilweise ist der Roman langatmig und man muss sich durchkämpfen, bis die Handlung wieder in Schwung kommt, vor allem in der Mitte ging es mir so. Weiters sind die immer wieder in kursiv eingelegten Gedanken verschiedener Personen oft schwer nachvollziehbar, ziehen die Handlung zu sehr in die Länge.
Dagegen hilft nur eines: möglichst in einem Lauf durchlesen, nicht ablegen!!! Ich hab leider erst zum Schluss bemerkt, dass am Ende alle Personen noch einmal aufgelistet sind, es auch Worterklärungen gibt. Hätte ich das vorher gesehen, hätte es mir sicher geholfen, denn die vielen Personen, die eine Rolle spielen, sind mühsam, wenn man längere Pausen macht!
ABER: ihr Beschreibung der Herrschaft Heinrich des VIII, sein Wüten und Toben, die Willkür, mit der Menschen zum Tode verurteilt wurden, die Angst, die immer weiter um sich greift, und nicht zuletzt die Schilderung seines Todes----------allein diese Seiten rechtfertigen die Lektüre und lassen alle, vielleicht etwas langwierigere Seiten, vergessen. Das ist ganz großes Kino, lässt den Leser nicht mehr los und wirkt auch nach dem Lesen noch nach.
5 Sterne sind hier absolut gerechtfertigt!



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Gefühlvolle Geschichtsstunde...

"Die Glocken von Vineta" hat Charlotte Lynes Talent bereits offenbart, in "Die zwölfte Nacht" hat es sich nun voll entfaltet...

Mit ihrer ganz eigenen und wunderschönen Ausdrucksweise erzählt die Autorin die Geschichte der Catherine Parr und ihrer Weggefährten, zu denen ihre große Liebe Thomas Seymour und dessen Bruder Edward gehören, genauso wie König Henry VIII., der später ihr Ehemann wird.
In diese Lebens- und Liebesgeschichte hat sie gekonnt die historischen Entwicklungen dieser Zeit eingebettet, doch immer nur so viel Information eingebaut, dass es nicht dozierend wirkt.

Mit viel Gefühl hat sie historische Fakten zu einer Geschichte verpackt, der man sich nur schwer entziehen kann. Obwohl man den Lauf der Geschichte kennt und so weiß, was als nächstes passieren muss, ist man dennoch immer wieder berührt, zum Teil sogar zu Tränen gerührt.
Man merkt genau, wie sehr sich die Autorin mit den Tudors und Seymours verbunden fühlt, wie genau und lange sie recherchiert hat. Und das hat sich mehr als gelohnt.
Alle Figuren haben sehr viel Tiefe, ihre Charaktere wurden mit viel Liebe ausgearbeitet. So bleibt auch der berüchtigte König Henry VIII. nicht nur ein Mann, der angeblich all seine Frauen abschlachtete, sondern man sieht auch seine andere Seite, kann sich vorstellen, warum er zwei seiner Frauen hinrichten ließ, aber auch andere über alles liebte.
Catherine Parr selbst scheint einiges mit der Autorin gemeinsam zu haben, was ihre Gedanken noch realer erscheinen lassen. Gerade ihre innere Zerrissenheit hat Charlotte Lyne besonders intensiv dargestellt, was sie zu einer tollen Hauptfigur macht, mit der man einfach mitfiebern muss.

"Die zwölfte Nacht" ist ein ausgezeichnetes Werk und mein historisches Highlight in diesem Jahr. Ich warte gespannt auf alle weiteren Bücher der Autorin.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5



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