Für Richard Leakey war die Suche nach den Ursprüngen der Menschheit seit frühester Kindheit selbstverständlicher Bestandteil seines Lebens. Das ist gut zu wissen, denn erst dann versteht man diese ureigene Begeisterung, mit der Leakey seine Leser an seiner Forschung teilhaben lässt und sie an die Wiege der Menschheit führt. Nach Ostafrika. In Leakeys Buch geht es um die Anfänge des Menschen, vom ersten aufrechten Gang vor vielleicht sieben Millionen Jahren bis zu der Entwicklung eines Bewusstseins vor 2,5 Millionen Jahren. Wie entstanden Sprache und schließlich gesellschaftliche Strukturen mit ihren Bräuchen und Kunstwerken? Was passierte in den Millionen von Jahren der Menschwerdung, bis am Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren der Grundstein für den modernen Menschen gelegt war?
Leakey, einer der führenden Anthropologen unserer Zeit, weiß aus jahrzehntelanger Erfahrung um die heftigen Diskussionen zur Menschwerdung. Behutsam hält er sich selber im Hintergrund, moderiert die Thesen und stellt die richtigen Fragen. Das ist beachtlich und macht dieses Buch nicht nur zu dem Standardwerk über den Ursprung des Menschen. Es ist vielmehr noch eine aufregend geschriebene und überaus kurzweilige Lektüre. --J. Schüring
Der Leser spürt:Der Forscher,Abenteurer,Moderator und Schrift-steller spiegelt sich in diesem Buch wider.