Feines Reiten in der französischen Tradition der Légèreté | Jean-Claude Racinet
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feines reiten in der...
Feines Reiten in der französischen Tradition der Légèreté
Jean-Claude Racinet
Olms
, 2007 - 542 Seiten
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Kauftipp
Für erfahrene , denkende Reiter
Ich habe den Eindruck, der Mann hat den Krieg immer noch nicht beendet und geht mit dem Stahlhelm schlafen. Das Frankreich kaum Einfluß auf die FEI hat, liegt nun mal nicht nur an den Deutschen, sondern auch daran, daß in Frankreich kaum Dressur geritten wird. Racinet hat sehr richtig erkannt, daß Müseler und mit Müseler und auch Stern, der ja die Kreuzhilfen bei Müseler abekupfert hat, durch ihre große Verbreitung einen unheilvollen Einfluß auf die deutsche Reitweise gewonnen haben. Racinet hat dies wiederum bei Wynmalen abkupfert, der das schon Anfang der 50er erkannt hatte. Offensichtlich kann mann nur Bauchrist sein, wenn mann über eine ähnlich empfindliche Persönlichkeitstruktur verfügt ,wie das Original. Baucher selbst wollte (so sagt Oliveria) eigentlich es dem La Gueriniere gleichtun. Seine Persönlichkeit ließ dieses ihn nicht zugeben, er wollte unbedingt die Reiterei neu erfinden.
Baucheristen reden sich schnell auf eine nicht ins deutsche übersetzte letzte Manier Bauchers heraus.Ich bin mir gar nicht mal sicher ob Baucher die selbst geschrieben hat.
Fillis sagt aber, Baucher habe aber eben nach dieser letzten Manier nie ein Pferd bis zu hohen Schule ausgebildet. Baucher war da ja auch schon durch einen Unfall verkrüppelt. Hat da also zwansweise so eine art Behinderten
reiten
erfunden.Der häufig zitierte Beaudant wird auch von Oliveria relativiert. Meiner Meinung arbeiten die Beaudantchen Pferde
auf den Fotos in seinen Büchern fast alle nach hinten heraus, das kann aber auch am Pferdematerial liegen. Racinet ist zu intelligent um eine eigene Reitlehre zu schreiben. Es ist für ihn , wie andere Baucheristen auch, ja viel einfacher, bestehende Lehren zu kritisieren. Bei ihrer Kritik wird dann nicht berücksichtig, für welche Art Reiter und Pferde diese geschrieben wurden . Auch Baucher hatte ja seine Präferenzen beim Pferdematerial. Ferner können die Verfasser dieser Lehren nix dafür , wenn
in der täglichen Reiterei bewußt Fehlinterpretationen vorgenommen werden.
Die Mindestvoraussetzung für Reiter , die Racinets Lehren folgen wollen, ist 1,10m freihändig zu übewinden, bzw überwunden zu haben. Das finde ich wirklich gut, da sich hierzulande ja schon jeder E Dressur Reitende als Dressurreiter fühlt , ohne je einen Sprung überwunden zu haben. Selbstverständlich ist auch die Kritik am besthenedn Dressursport berechtigt. Nur tatsächlich durchführbare Verbesserungsvorschläge werden nicht gemacht. Ob die Biegeareit in den preußischen Reitlehren (HDV etc)
schon auf Baucher zurückzuführen ist, oder ob Baucher gar schon von den Preußen inspiriert wurde kann ich nicht beurteilen.
Ein denkender, erfahrener Reiter erhält mit diesem Buch viele nützliche Denkanstöße und Hinweise. Ich empfehle zum besseren Verständnis, gleich das Buch Academic Equitation von Gerneral Decarpentry mitzubestellen. Auch Wynmalen kann sich dabei als nützlich erweisen.
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Feines Reiten
Dieses Buch will nicht gelesen werden, es will bearbeitet werden. Es ist nur etwas für erfahrene Reiter. Wer glaubt, hier eine Reitlehre in den Händen zu halten, die Tips und Anweisungen zur Erlernung der feinen Reiterei gibt, der irrt. Hier wird erhebliches Wissen voraus gesetzt. Wer über Erfahrungen verfügt, dem sei es ans Herz gelegt. Hier und da finden sich noch Tips versteckt. Leider besteht das Buch zum größten Teil aus einer Abrechnung zwischen den Reitweisen. WIR deutsche schneiden bemerkenswert schlecht ab. Der Autor vergißßt oder verdrängt völlig die Entstehung der deutschen Reitweies und deren Gebrauch. In recht arroganter Weise wird sie denunziert. Liest man das Buch kritisch, und das ist sehr zu empfehlen, stellt man fest - auch die Franzosen der heutigen Zeit liegen gerne daneben. Hier wird z.B. der Sitz sehr eigenwillig beschrieben. Auch die Einwirkungen sind interessant. Der Autor läßt die Zügel durch die Hand gleiten, um nachzugeben... sehr fein und sehr sinnvoll. Dann erfolgt eine
feines
Zurückgreifen ohne Störungen im Pferdemaul? ... auch die Traversalen reitet er etwas anders... er vertritt die Meinung, gegen die Bewegung setzen. Nur wer sich gegen die Bewegungsrichtung setzt kann das Pferd biegen...Das Pferd wölbe sich gegen die Gewichtsbelastung... er schreibt aber weiter, die meisten Pferde gehen gehemmt in der Tarversale... woran das wohl liegt. Es erscheint einem manchmal, als würde er abrechnen wollen. Gut, die Franzosen bringen wahrlich nicht viel ein in die internationalen Richtlinien... muß man den Frust so abschreiben? Das Buch ist aber eine interessante Ausarbeitung der Baucher?schen Manieren, welche oft falsch verstanden werden. Es lohn sich also, dieses Buch zu lesen. Für Anfänger und Reiter, die ihren Weg noch nicht gefunden haben, ist dieses Buch allerdings ungeeignet. Es ist aber eine Bereicherung für Fortgeschrittene Reiter. Es finden sich immer Anregungen in den Kapiteln. Und für die heutige Reiterei ist das immer Hilfreich. der Autor lässt nämlich- wie so Viele die Gegebenheiten der heutigen Zeit ausser Acht. Die Pferde gehen anders, sind anders gezüchtet und können nicht immer so gehen wie es die Klassische Reitwese verlangt.
Die Einhaltung des Grundgedanken der jeweiligen Reitweise und die Offenheit zu Neuem ist das Entscheidene. Das Lavieren zwischen dem Festgeschriebeben- das macht das Feine
Reiten
aus, das ist die Kunst. Und Kunst kommt von Können... Dieses Buch vergrößert den Horizont dafür. Kritisches Auseinandersetzen beinhaltet das Durchdenken des geschriebenen. Das gelingt dem Autor. Es regt an. Dann fällt einem auf, mit welcher Hingabe er diese Zeilen ausgearbeitet hat. Mit welchem Aufwand er es belegt. Er lebt seinen Sichtweise. Und da kommt das Wesentliche- es gibt nicht DIE Reitweies. Jeder hat seinen Weg gefunden. Dieses Buch ist ein Stein von diesem Weg- Glückwunsch und danke...
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Ein Juwel unter den Lehrbüchern für "Reitkunst"
Das Buch handelt von feinem
Reiten
in allen Lebenslagen. Natürlich geht es hauptsächlich um die alten Meister der
französischen
Reitgeschichte. Allerdings kann man dieses Buch sogar Westernreitern empfehlen, da es ja auch hier um Reiten in Leichtigkeit und ohne dauernde, immer fortwährende Hilfen geht.
Da das Buch keinerlei Fotos enthält, kann man es nicht so einfach mal durchlesen. Man muss sich Kapitel für Kapitel zu Gemüte führen. Ich habe das allerdings sehr genossen, da ich von der Tiefe des Textes beeindruckt war. Es ist nicht schwierig zu lesen, da alles sehr genau erklärt und mit Beispielen veranschaulicht wird.
Für Reiter aller Reitweisen geeignet.
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Tiefsinnig, viele praktische Hinweise
Diese Lektüre will "studiert" werden. Jean C. Racinet erklärt bis ins Kleinste, wie der Weg zur Légèréte zu erreichen ist. Er geht dabei von der "zweiten Manier" Bauchers aus, der leider bis heute stets mißverstanden wurde.
Dieses Buch ist nichts für Reitanfänger, sondern wendet sich an erfahrene Reiterinnen und Reiter, die unvoreingenommen die herkömmliche (FN) Reitlehere reflektieren wollen und für ihr eigenes
Reiten
(Ausbilden des Pferdes) klare Wege gehen wollen.
Sehr interessant die Ausführungen zum Schulterherein, dem Travers und der Traversale.
Für mich ist das Buch ein wahrer "Schatz".
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eine kleine Anfangsrezension...
Da ich dieses Buch in meinen Händen halte- und dies wohl oder übel auch noch länger machen muss, hier eine kleine Rezension!
Mit allem Drum& Dran umfasst dieses Buch 542 Seiten!
Leider von Fotos oder farbigen Bilder keine Spur. Die Schrift ist recht groß gedruckt und es befinden sich immer wieder Skizzen im Buch (aber die kann man an der Hand ablesen... wirklich wenige!).
Das Buch teilt sich wie folgt auf:
-Pinzipien des Denksystems
-Elemente der Vorgehensstrategie
-Beispiele der Umsetzung
-Anhang
Alles Weitere kann ich zu diesem Zeitpunkt nich beurteilen, deshalb auch 5 Sterne.
Also: Kaufen und leeeesen!
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