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Methoden der empirischen Sozialforschung
Rainer Schnell, Paul B. Hill, ...

Oldenbourg, 2008 - 589 Seiten

Kundenbewertung:(9 Bewertungen)
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Setzt Kenntnisse voraus


Das Buch ist sehr umfassend und klar strukturiert. Beim Lesen mußte ich jedoch feststellen, daß es stellenweise Kenntnisse in (höherer) Mathematik voraussetzt. Von Statistik sollte man zumindest schon einmal etwas gehört haben und ihre Elemente kennen. Das gleiche gilt für Fachbegriffe. Die werden im Buch oft verwendet und zwar in der wissenschaftlich exakten Weise, was manchmal für einen unbedarften Leser irritierend sein kann. Dennoch ist es ein empfehlenswertes Fachbuch.


Gutes Lehrbuch - aber fachlich und wissenschaftstheoretisch einseitig

Schnell, Hill und Esser beginnen mit einer Zielbestimmung der empirischen Sozialforschung. Daran schließen sich Kapitel über deren historische Entwicklung sowie über wissenschaftstheoretische Grundlagen und Kontroversen an. Schließlich werden, entlang den Phasen eines Forschunsprozesses, Konzeptspezifikation und Operationalisierung, Forschungsdesign, Stichprobenauswahl, Datenerhebungs-, Aufbereitungs- und Analyseverfahren diskutiert.

Das Buch hat damit das Verdienst, nicht nur "Handwerkszeug" zu präsentieren, sondern zu zeigen, wie methodische Entscheidungen im Wissenschaftsverständnis, im Selbstverständnis als Wissenschaftler/in und in fachlichen Traditionen verankert sind.

Die Stärken des Buches wurden in anderen Rezensionen bereits dargestellt: umfassende Darstellung,systematischer Aufbau, verständliche Präsentation, wobei Begriffe eingeführt und Zusammenhänge an Beispielen erläutert werden. Vorkenntnisse sind kaum erforderlich. Weitere Positiva sind die informativen Literaturhinweise und die hohe Aktualität bspw. beim Thema computergestützte Datenverarbeitung.

Zwei Einschränkungen trüben jedoch den guten Eindruck. Zum einen hätte man sich bei der Darstellung wissenschaftstheoretischer Positionen mehr Ausgewogenheit gewünscht. Die Autoren, überzeugte Popperianer, setzen ihre Auffassungen von "Wissenschaftlichkeit" manchmal allzu unhinterfragt voraus. Den vorgestellten alternativen Paradigmen (u.a. sozialer Konstruktivismus, postmoderne und feministische Ansätze - letztere immer nur in Anführungszeichen - ) werden sie nicht wirklich gerecht. Ja, sie haben bspw. von feministischer Wissenschaftskritik nur sehr oberflächliche und naive Vorstellungen (es geht dort nicht in erster Linie darum, dass "Wissenschaftler andere Themen als Wissenschaftlerinnen untersuchen").

Zum anderen bleibt in dem Buch "Sozialforschung" auf eine bestimmte Spielart soziologischer Forschung beschränkt. Behandelt werden fast nur Methoden, die Aussagen über Individuen, Gruppen oder Aggregate von Individuen machen. Methoden zur Erforschung von Institutionen, Organisationen oder Phänomenen wie Politiken oder Märkte fehlen. Politikwissenschaftler/innen und Ökonom/innen, zweifellos ja auch Sozialwissenschaftler, können daher von dem Buch nur eingeschränkt profitieren.


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Der Standard, an dem sich alles messen lassen muß

Schnell, Hill, Essers Buch zur empirischen Sozialforschung ist im deutschsprachigen Raum wohl das beste, was zur Zeit erhältlich ist. Das Buch vermittelt die Basiskenntnisse zu allen relevanten Themen und Techniken. Die einzelnen Kapitel sind unabhängig voneinander lesbar. Das absolute Highlight sind allerdings die kommentierten Literaturverweise am Ende jedes Kapitels. Sie erlauben einem im Dschungel der Methodenbücher die Spreu vom Weizen zu trennen und entsprechend dem eigenen Kenntnisstand das passende Buch zur Vertiefung zu finden. Von daher ist es sowohl Neulingen als auch Fortgeschrittenen der quantitativen Sozialforschung uneingeschränkt zu empfehlen.


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Überrangende Einführung !!!

Das Buch ist der Standart, wenn es um die Vermittlung der Methodenlehre der Sozialwissenschaften geht.

Die Autoren schaffen es, angefangen von einer Grundlegung der Disziplin, über deren historische Entwicklung bis hin zu den verschiedenen theoretischen Kontroversen nicht nur blankes Faktenwissen zu vermitteln:

Jeder Begriff der im Zusammenhang mit den Methoden allgemein Verwendung findet, wird auf den knapp 530 Seiten ausführlich erklärt (sei es Beispielsweise "Skalenniveau", oder die verschiedenen Erhebungstechniken. Wobei der "nackte Text" durch sehr gelungene tabellarische Darstellungen ergänzt wird).

Gleichzeitig bringen Schnell, Hill, Esser das Kunststück fertig, dass sich das Buch trotz der vielzahl Definitionen unterhaltsam lesen lest. In Kapitel 3 beispielsweise werden auf knapp 70 Seiten die wichtigsten Wissenschaftstheoretischen Schulen erklärt.

Das Layout des Buches, und auch die Untergliederung des Textes, sind hervorragend. Positiv auch das knapp 45 Seitige (!) Literaturverzeichnis, das die wichtigsten Monographien zu diesem Fachgebiet enthält.

Fazit: Ein Standartwerk für alle Sozialwissenschaftler, und andere Wissenschaftler aus Nachbardisziplinen (also jede, in der empirisch Daten erfasst, gesammelt, ausgewertet werden müssen).


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Umfangreiches Standartwerk

Das Buch bietet einen hervorragenden Überblick, ist gut strukturiert und beeinhaltet wohl alles, was man zum Einstieg wissen muss. Die Sprache wünscht man sich an manchen Stellen jedoch etwas verständlicher, vor allem Kap. 3 sollte jeder 2x lesen, um wirklich zu verstehen um was es geht.
Für Erstsemester des Studiengangs Politik & Verwaltung ist dieses Buch Pflicht.


reviews: page 1, 2



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