Die Autoren schaffen es, angefangen von einer Grundlegung der Disziplin, über deren historische Entwicklung bis hin zu den verschiedenen theoretischen Kontroversen nicht nur blankes Faktenwissen zu vermitteln:
Jeder Begriff der im Zusammenhang mit den Methoden allgemein Verwendung findet, wird auf den knapp 530 Seiten ausführlich erklärt (sei es Beispielsweise "Skalenniveau", oder die verschiedenen Erhebungstechniken. Wobei der "nackte Text" durch sehr gelungene tabellarische Darstellungen ergänzt wird).
Gleichzeitig bringen Schnell, Hill, Esser das Kunststück fertig, dass sich das Buch trotz der vielzahl Definitionen unterhaltsam lesen lest. In Kapitel 3 beispielsweise werden auf knapp 70 Seiten die wichtigsten Wissenschaftstheoretischen Schulen erklärt.
Das Layout des Buches, und auch die Untergliederung des Textes, sind hervorragend. Positiv auch das knapp 45 Seitige (!) Literaturverzeichnis, das die wichtigsten Monographien zu diesem Fachgebiet enthält.
Fazit: Ein Standartwerk für alle Sozialwissenschaftler, und andere Wissenschaftler aus Nachbardisziplinen (also jede, in der empirisch Daten erfasst, gesammelt, ausgewertet werden müssen).