So denkt der gute Freund von Mma Ramotswe über sie. Er sitzt auf ihrer Terrasse und trinkt Roibostee. Dieser Tee wird in allen Lebenslagen genossen. Vorher haben sie gegessen. Eines ihrer wunderbaren Gerichte aus Reis, Kürbis, Melonen und Fleisch.
Solche ruhigen Abende gönnt sich Mma Ramotswe nach einem gelösten Fall. Heute hat Mr. Matekoni, ihren weißen Lieferwagen repariert. In diesem Auto fährt sie von einem ungelösten Fall zum anderen. Mancher bringt sie auch über die Grenze von Botswana, ins benachbarte Südafrika. Ihre Fälle sind vielfältiger Natur, sogar Zauberei gehört dazu.
Precious lebt sie als selbständige Frau und hat sich einen Namen gemacht als Privatdetektivin Nr. 1 in Gaborone. Sie liebt dieses Leben. Niemand schreibt ihr etwas vor. Sie ist stolz darauf eine wohlgerundete afrikanische Dame zu sein und keine dieser staksigen Stangen die sie in den europäischen Magazinen sehen kann.
Das Lebensgefühl der Menschen im kleinen durchaus friedlichen Land Botswana, einer funktionierenden Demokratie, hat Alexander McCall Smith in seiner Privatdetektivin Mma Precious Ramotswe beschrieben. Hier wird Reichtum in Rinderbesitz gemessen. Geld scheint erst an zweiter Stelle zu stehen. McCall Smith lebte als Kind in Zimbabwe und lehrte später in Botswana als Rechtsdozent. So sind seine Figuren und seine Geschichte echt und glaubwürdig. Er beobachtet liebevoll, von innen heraus und nicht als Fremder.