Für Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch, promovierter Molekularbiologe und international anerkannter Fotograf, ist Glück weder ein zufälliges Hochgefühl, noch eine angeborene Gabe, sondern das Ergebnis innerer Reifung, zu der Ricard mit seinen Worten anregt. Im Zuge dieser Reifung lernt man, sich von der Macht negativer Emotionen wie Hass, Neid und Verlangen und von der Diktatur des Egos zu befreien und sich stattdessen von Mitgefühl, Demut und Güte leiten zu lassen und im Einklang mit sich und der Welt zu leben. Dieser innere Zustand, der nicht von äußeren Umständen abhängig ist, ist der Schlüssel zu lebenslangem, tief empfundenem Glück.
?Sukha?, das dauerhafte Glück, wird von bestimmten Geisteshaltungen und Wahrnehmungen der Wirklichkeit begünstigt. Um diese Geisteshaltungen zu schulen, enthält das Buch zahlreiche Meditationsübungen, die den Blick nach innen lenken, unsere Gedanken kanalisieren und Lebensfreude wecken. ?Nur indem wir uns selbst verändern, können wir unsere Welt verändern?, stellt Ricard fest, denn ?aus der Perspektive der absoluten Wahrheit ist weder Glück noch Leid real. Beide sind Bestandteil der relativen Wahrheit, die der in Verwirrung gefangene Geist wahrnimmt.
--Dagmar Rosenberger