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  Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht | Achim Wohlgethan
 
 
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Endstation Kabul. Als deutscher Soldat in Afghanistan - ein Insiderbericht
Achim Wohlgethan

Econ Verlag, 2008 - 304 Seiten

Kundenbewertung:(44 Bewertungen)
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Der ?Top Secret?-Stempel auf dem Cover von Achim Wohlgethans ?Insiderbericht? Endstation Kabul über den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr verspricht sensationelle Enthüllungen. Zwar erweist sich das, was der ehemalige Stabsunteroffizier und sein Co-Autor, der Ex-Hauptmann und ehemalige Presseoffizier Dirk Schulze, in ihrem Buch dann tatsächlich berichten, als vielleicht doch nicht ganz so spektakulär, wie mancher gehofft (oder auch befürchtet) haben mag. Einige mehr oder weniger brisante und auch schockierende Details hat die Lektüre aber doch zu bieten.

Damit sind nicht nur die schon öfter gehörten Klagen über eine teilweise äußerst mangelhafte Ausrüstung der Truppe gemeint -- oder darüber, dass in Kabul eintreffende Bundeswehrsoldaten zu Beginn der Mission noch mit zivilen Charterbussen zu ihrem Camp gefahren wurden, bis bei einem Selbstmordanschlag vier Insassen eines solchen Transports starben und weitere 29 verletzt wurden. Manche Passagen des Buches sind sogar von einer gewissen Komik: etwa die, in denen davon berichtet wird, wie sich die Truppe während Wohlgethans Dienstzeit in Afghanistan auf die Besuche von Politikern (die die Autoren auch als ?Gefechtsfeldtouristen? bezeichnen) vorbereitete, oder jene, in denen uns die Inkompetenz mancher, sich bisweilen auch widersprechender Befehlshaber vor Augen geführt wird. Darüber mag man schmunzeln.

Alles andere als zum Schmunzeln aber ist etwas anderes, das zwischen solchen, für einen ?Insiderbericht? irgendwie ja erwartbaren ?Enthüllungen? beinahe untergeht und das man nur deshalb nicht überliest, weil es auf das Grausamste in Erinnerung ruft, dass die Operation ?Enduring Freedom? letztlich doch nichts anderes als ein Kriegseinsatz ist -- mit allen Konsequenzen! Dazu gehört der Umstand, dass die Regeln der Menschlichkeit ungeachtet etwaiger UN-Konventionen offenbar manchmal nur eingeschränkt gelten: Wenn wir Wohlgethans und Schulzes Schilderungen glauben dürfen, haben ISAF-Soldaten nämlich auch schon einmal Kinder zum Aufspüren von Minen missbraucht, indem sie Äpfel ins Feld warfen und ihre Reaktion abwarteten: Wenn die Kinder losliefen, ohne dass eine Mine explodierte, ?galt das Gelände als unvermint. Liefen sie nicht los, wurden Spezialkräfte zur Entschärfung gerufen?. -- Andreas Vierecke, Literaturanzeiger.de


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Die alte Leier unserer Helden mit neuem Revolutionspotential

Achim Wohlgetan, ein einseitig gehirnwaschechter Soldat der Extraklasse, lässt sich durch die Lügenpropaganda des 11.09.2001 zum unmenschlich militantem Einsatz nach Kabul verleiten. Jedoch kann der Leser seinen Mut zur Menschlichkeit in jeder Seite spüren.
Bewaffnet und gepanzert als Mensch äußerlich kaum mehr zu erkennen muß er als Soldat vor Kindern und Vorgesetzten oft "kapitulieren".
Der Höhepunkt in meinen Augen, der ihn zum Helden werden lässt ist die Befehlsverweigerung. Auch die ausbleibende Arroganz, in einem Auslandeinsatz sein Leben riskiert zu haben, rechne ich Ihm hoch an, da im Grunde ja fast jeder Mensch sein Leben riskiert und seine Gesundheit, in diesem mörderischen Finanzweltkrieg, in dem die Front unsichtbar und erst im Geldbeutel sichtbar wird.

Man kann in seinen Erzählungen seiner Ernüchterung folgen und mit fiebern. Der Wunschgedanke macht sich langsam breit, aus dem Militäreinsatz eine zivile, gewaltlose Hilfsorganisation zu zaubern, wie es heldenhaft einem ehemaligen Fallschirmjäger-Offizier und Arzt Reinhard Erös mit beispielhaftem Erfolg in Afghanistan gelingt.

Danke, alle Achtung, weiter so Achim, bin gespannt. Unser Kampf geht gewaltlos weiter.


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Ein ganz persönlicher, authentischer Bericht vom Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan

Der Autor schreibt nüchtern und ohne Umschweife, ohne Künstelei und ehrlich seine Eindrücke vom Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Oder sollte man eher sagen, von seinem persönlichen Einsatz als Bundeswehr-Soldat in Afghanistan?

Ja, so sollte man sagen; denn sicherlich sind seine Eindrücke nicht allgemein gültig, entsprechen nicht der Norm oder irgenwelchen Vorschriften, sondern entsprechen seiner ganz persönlichen psychischen, emotionalen und körperlichen Situationen und Belastungen, die er mit seinem Einsatz ertragen musste. Und so sind seine Erfahrungen ganz persönliche, sicherlich in ganz besonderer Weise auch authentische und in jeder Weise ehrlich und ernst zu nehmen.

Daher glaube ich, dass man die Erfahrungen und Schilderungen des Autors nicht in Abrede stellen sollte, sondern versuchen, ihn zu verstehen, Darstellungen und Erzählungen, um die Nöte beim Einsatz von Soldaten in Krisenregionen nachzuvollziehen zu können und, wo es geht oder notwendig ist, Abhilfe zu schaffen.

Daher glaube ich, dass dieses Buch sich in einem positiven Sinne an alle richten kann, gleichgültig ob Außenstehender oder verantwortlicher Soldat und Offizier. Denn so verstanden ist dieses Buch bei allen Schwächen, die es haben mag, ein wichtiges Buch; und für jeden vor allem gewinnbringend zu lesen! So, jedenfalls, ging es mir.



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Endstation Kabul: Unbedingt kaufen!

Sie erleben einen spannenden Tatsachenbericht über einen Fallschirmjäger beim ersten Einsatzkontingent in Kabul. Achim Wohlgethan beschreibt in diesem Buch seine Erfahrungen bei unterschiedlichen Aufklärungsmissionen in Kabul und Umgebung. Teilweise Kritik in anderen Rezensionen bezüglich seines Schreibstils kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Dieser Bericht ist in einer für jedermann nachvollziehbaren "Soldatensprache" geschrieben und genau dass zeichnet einen Tatsachenbericht aus. Es fällt schwer dieses Buch aus der Hand zu legen. Man spürt förmlich die Hitze, den Gestank und die Spannung die in der Luft liegt. Die Beschreibung der einzelnen Einsätze (u.a. mit Niederländischen Spezialeinheiten) vermittelt ein realistisches Bild über die Situation vor Ort und die Gefühlslage des Autors in brenzligen Situationen!

Zu diesem Buch gibt es ja viele Rezensionen, die meisten hab ich mir mal durchgelesen. Besonders interessant ist es, wie viele Leser äußerst negativ über diese Buch schreiben. Von langweilig, schlechter Schreibstil bis hin zu erstunken und erlogen findet man alles. In einer Rezension werden sogar die militärischen Kenntnisse des Autors (ein kleiner Stabsunteroffizier)in Frage gestellt!

Natürlich war ich nicht dabei, aber dieses Buch erscheint mir durchaus glaubwürdig. Auf jeden Fall glaubwürdiger als viele Verlautbarungen des Bundesministeriums für Verteidigung.




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Aktuelles, ehrliches Zeitgeschehen

Produkt

Endstation Kabul Achim Wohlgethan
Sachbuch
Broschur 13,5 x 20,5 cm
Econ Verl.
301 S.
ISBN 978-3-430-200431
Preis 18,90 ?

Produktbeschreibung

Das Cover mit dem Hauptdarsteller dieser Dokumentation im Vordergrund und dem Schauplatz der Ereignis im Hintergrund, sind gut gewählt. Qualitativ hochwertige Klappenbroschur in deren Innenseiten sich Karten von Afghanistan befinden.

Inhalt

Achim Wohlgethan wird nicht von heute auf morgen mit Afghanistan konfrontiert. Die Ereignisse am 11. September 2001 machten, wie vielen anderen Menschen auch, klar, dass etwas passieren wird, was wir nicht wollen. Achim Wohlgethan kommt nach Kabul und findet in diesem Moloch nicht nur schlimmes und unangenehmes. Während des Lesens taucht man ein, in die Mentalität der Soldaten, die von Nation zu Nation unterschiedlich ist. Man nimmt teil am Leben der Afghanen. Ganz wichtig aber, man wirft einen Blick hinter unsere Medien- und Politikberichte. Während wir hier oft denken, das es unseren Soldaten gut geht und alles dafür getan wird, dass das auch so bleibt, spielen sich vor Ort ganz andere Szenarien ab. Menschen, die widersinnige Befehle geben. Aktionen, die mehr als gefährlich sind und nicht notwendig wären, nicht nachvollziehbare Aktionen. Achim Wohlgethan nimmt den Leser mit auf seinen Einsatz in Kabul, aber auch auf dem harten Weg zurück in die Heimat. Offen, beeindruckend, herzlich, traurig, humorvoll. Die ganze Palette der Gefühle sind in spannenden 300 Seiten verpackt.

Umsetzung

Die Story wird konsequent aufgebaut. Sachlich und zeitlich stimmig. Die einfließenden Emotionen sind weder übertrieben, noch störend. Dank der Unterstützung des Co-Autoren Dirk Schulze ist ein hervorragendes Buch, zum immer noch aktuellen Zeitgeschehen, entstanden.

Schreib- und Sprachstil

Auch für Leser, die sich nicht an politische Themen heranwagen, ist dieses Buch gemacht. Im Text versucht Achim Wohlgethan die Fachbegriffe zu erklären. Daneben befindet sich am Ende des Buches noch ein ausführliches Glossar, das auch dem unwissenden Leser die fachspezifischen Ausdrücke näher bringt.

Analyse

Achim Wohlgethan zeigt mit diesem Buch, das wir in Deutschland ein sehr gutes Leben führen. Nicht umsonst heißt es oft, wir Jammern auf hohem Nieveau. Trotz Arbeitslosigkeit, Geringverdiener und steigender Kosten haben wir einen Standard, von dem jeder Afghane nur Träumen kann. Weiter erfährt man, dass auch ein Soldat mit seiner Gefühlsbandbreite aneinander gerät, mehr als einmal an seine Grenzen gerät und nicht von heute auf morgen aus einem Krisengebiet zurückkehren kann und ein normales Leben führen.

Fazit

Ein beeindruckendes Buch, dass durch seine Offenheit besticht. Ich wünschte, wir würden von unseren Medien und Politikvertretern ehrlicher aufgeklärt. Meine Hochachtung gilt Herrn Wohlgethan und allen seinen Kameraden, die für den Frieden in die Hölle gehen.





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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9



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