Lehrbuch Anatomie | Herbert Lippert
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lehrbuch anatomie
Lehrbuch Anatomie
Herbert Lippert
Urban & Fischer Bei Elsevier
, 2006 - 884 Seiten
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Kauftipp
Umfassend und doch kurz gefasst
Das
Anatomie
-Semester war wohl das anstrengendste Semester überhaupt. Bei der großen Menge an Lernstoff ist es wichtig ein
Lehrbuch
zu benutzen, das sich auf die wesentlichen Aspekte beschränkt, aber trotzdem ausführlich genug ist, um die Inhalte des Gegenstandskataloges abzudecken. Mit dem Lippert habe ich ein Buch gefunden, das diesen Ansprüchen in vollem Maße gerecht wird. Die Texte sind sehr verständlich geschrieben, dank eines übersichtlichen Satzbaus. Die Aufmachung ist übersichtlich und einladend. Sehr gut finde ich die Klinischen Bezüge, die in separate Kästen geschrieben sind. Die klinischen Bezüge sind für einen Studenten in der Vorklinik verständlich geschrieben. Als Lehrbuch ergänzt der Lippert in perfekter Art und Weise den Sobotta Anatomie Atlas. Mit anderen Lehrbüchern habe ich z.T. schlechte Erfahrungen gemacht, weshalb ich jedem nur den Lippert empfehlen würde. Er ist besser als jedes Kurzlehrbuch. Unschlagbar sind auch die Verzweigungschemen (Schalttafeln) für Arterien, Venen, Lymphgefäße und Nervenplexus.
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Ein zweischneidiges Schwert
Dieses Buch hat einige gute und einige schlechte Seiten. Kurz und bündig, in Stichpunkten:
1.positive Seiten
- Die Schemata zur Gefäß- und Nervenversorgung sowie zu den Lymphabflüssen sind Gold wert. Man sieht auf einen Blick, welche Gefäße wo entspringen und wohin ziehen bzw. wohin münden. Die Plexus und deren Aufgabelungen mit ihren Versorgungsgebieten sind auch super. In anderen Büchern muss man sich das alles mühsam zusammensuchen und kommt um das Erstellen von eigenen Schemata nicht herum, will man sich wirklich alles merken. Das kostet unnötig Zeit, die einem dieses Buch erspart.
- Die Beschreibungen der Lageverhältnisse der Strukturen zueinander, d.h. die Topographie ist umfangreich und vollständig. Auch hier liegt ein Vorteil zu anderen Büchern, bei denen man hier oftmals Abstriche machen muss.
2. negative Seiten
- Der Autor verliert sich viel zu viel in Nebensächlichkeiten wie zB der Herkunft von verschiedensten Bezeichnungen. Mag das an manchen Stellen durchaus interessant sein und der Abwechslung dienen, geht Lippert hier eindeutig zu weit. In meinen Augen völlig unnötig.
- An vielen Stellen fehlt es an Tiefgang. So wird es mit Sicherheit passieren, dass man schlicht und einfach nicht alles weiß, wenn man nur dieses Buch zum Lernen der
Anatomie
verwendet.
- An vielen Stellen ist die Sprache unnötig kompliziert. So verwendet der Autor in aufeinanderfolgenden Textpassagen willkürlich lateinische bzw. griechische und deutsche Bezeichnungen wild durcheinander, was dem Verständnis nicht gerade dienlich ist.
Alles in Allem hätte der "Lippert" ein fantastisches Buch werden können - hätte der Autor seinen Fokus weniger auf die oben genannten Nebensächlichkeiten gerichtet und sich stattdessen genauer den Strukturen gewidmet, so dass auch wirklich alles drinsteht - könnte man bei so einem dicken Buch erwarten, wie ich finde.
Meiner Meinung nach ist der Lippert sein Geld nicht wert. Hat man die Gelegenheit, eine ältere Auflage oder ein Mängelexemplar günstig abzustauben (so wie ich ;-), würde ich allerdings zum Kauf raten - wegen der zwar nicht zahlreichen ober schwerwiegenden Vorteile.
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Hervorragend, aber mit Vorsicht zu genießen.
Der Lippert ist zweifellos ein den Gegenstandskatalog mehr als umfassendes und didaktisch ausgereiftes
Lehrbuch
. Zusammenhänge sind verständlich erklärt und ausführlich dargestellt. Klinische Bezüge und Hinweise zum Studium der
Anatomie
n am Lebenden sind in den Lehrtext integriert, lockern damit den Text auf und machen das Lesen recht spannend.
Übrigens finden sich an einigen Stellen des Buches durchaus lesenswerte humoristisch-sarkastische Blüten.
Eine nicht unbeträchtliche Fülle gut ausgewählter Bilder aus verschiedenen bekannten anatomischen Atlanten, die an passender Stelle im Text platziert sind, dienen dem schnellen Verständnis der gelesenen Theorie und lassen einen Blick in einen Atlas nicht selten unnötig werden. Selbstverständlich ersetzt der Lippert dabei einen gesonderten Atlas nicht.
Die Tafeln, die übersichtlich den Verlauf und die Verschaltung von Leitungsbahnen zeigen sind hervorragend und eignen sich sehr gut für das Lernen.
Aus Sicht des Studenten, der den Lippert präparierkursbegleitend und testatvorbereitend verwenden möchte zeigt sich doch das zentrale Problem dieses Buches recht schnell:
Informationen zu einem Thema sind an verschiedenen Stellen des Buches verteilt; alle zu finden und die wichtigeren von den weniger wichtigen Informationen zu trennen ist schwierig. Das tritt sogar beim Lesen in der Textfolge innerhalb eines Kapitels auf. So sind die o.g. klinischen Einschübe zwar auflockernd, zerreißen allerdings den inhaltlichen Zusammenhang des tatsächlich prüfungsrelevanten Stoffes. Außerdem geht die Detailtiefe an vielen Stellen über die prüfungsrelevante Stoffmenge hinaus, sodass der sich unter Zeitdruck befindende, präpariende Student oft mit der Selektion zwischen akut wichtigem und zunächst unwichtigem alleine da steht.
Fazit: Der Lippert ist gut für alle, die mehr wissen wollen, besser unterhalten sein wollen und mehr Zeit haben als andere.
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Spannend
Dieses
Lehrbuch
bietet ein ausgezeichnetes Preis/Leistungverhältnis. Da die
Anatomie
bücher für die Krankenpflege zwar einfache Erklärungen bieten, jedoch nicht genug in die Tiefe gehen, hab ich mich dazu entschlossen diese Buch zu kaufen. Lippert gelingt es wunderbar klar zu strukturieren, einfach zu erklären und doch die medizinischen Verbindungen aufgrund umfassender pathologischer Erklärungen vertiefend darzustellen. Das Buch ist also bestens geeignet einfach mal ein bisschen zu schmökern und gleichzeitig gutes Fachwissen aufzunehmen.
Viel Klinik, wenig Übersicht
Die Wahl des richtigen
Anatomie
-Buches ist so etwas wie eine Grundsatzentscheidung und sollte daher gut überdacht werden. Das
Lehrbuch
von Herbert Lippert kommt mit einer prägnanten Aufmachung daher und bietet unzählige klinische Beispiele, die die eher theoretischen Inhalte in einen anwendbaren Kontext einordnen. Außerdem ein sehr großes Plus sind die vielen sehr guten Abbildungen, die in saftigen Farben die Beschäftigung mit Lageverhältnisse etc. etwas angenehmer machen. Leider sind manche Bilder sehr schattenreich und man kann kaum mehr nachvollziehen, wo die Pfeile mit den Nummerzuordnungen nun genau hinziehen. Auch ärgert es mitunter, dass man zwischen Text und Bild einige Seiten hin und her springen muss. Was zudem, insbesondere beim Kopfkapitel nervt, ist die Tatsache, dass im Text mit konstanter Boshaftigkeit deutsche Bezeichnungen verwendet werden [und gerade bei den unzähligen Schädelknochen gibt es da ja mehr als genug von], während die Abbildungen dann mit den lateinischen Bezeichnungen arbeiten. Auch illustrieren die Bilder nicht unbedingt den Text, sondern geben andere Informationen, während das im Text mitunter etwas verklausuliert Ausgedrückte durch die Bilder nicht unbedingt klargemacht wird.
Die grenzenlose Freude des Herrn Lippert an Wortherkünften scheint mir mitunter etwas fragwürdig, denn ob man als Medizinstudent unbedingt wissen muss, in welchem Kontext irgendwelche altgermanischen Stämme das Wort Herz benutzt haben oder ob man unbedingt über 2 Seiten umgangssprachliche Einbindungen des Wortes "Herz" in Sprichwörtern o.ä. auflisten muss - ich wage es zu bezweifeln.
Insgesamt ist der Lippert schon ein ordentliches Lehrbuch, das aber leider an vielen Stellen nicht auf den Punkt kommt. Für ein Buch dieses Umfangs muss man für meinen Geschmack eindeutig zu häufig weitere Literatur hinzuziehen, um die Sachverhalte wirklich verinnerlichen zu können.
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