Atlas der Anatomie. 4. Auflage | Frank H. Netter
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atlas der anatomie. ...
Atlas der Anatomie. 4. Auflage
Frank H. Netter
Urban & Fischer Verlag
, 2008 - 640 Seiten
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Mit NETTER wird die Anatomie lebendig!
Die Lehre vom Bau des menschlichen Körpers ist ein wichtiges Grundlagenfach der Medizin und so muss sich jeder neue Student gleich von Beginn an durch die vielen lateinischen Fachbezeichnungen für Nerven, Muskeln und Gelenken kämpfen. Um dann bei den vielen Organsystemen, Leitungsbahnen und Strukturen nicht ganz den Überblick zu verlieren, ist der graphisch sehr aufwändig gestaltete
Atlas
der
Anatomie
ein echter Geheimtipp!! Alle Abbildungen sind sehr plastisch und ver-mitteln damit auf anschauliche Weise den makroskopischen Bauplan, der sich un-ter unserer Haut versteckt. Die entsprechenden Beschriftungen sind jeweils ein-deutig zugeordnet und können somit das gezielte Lernen ungemein erleichtern. Fa-zit: Dieser Lernatlas macht einfach Spaß, imponiert durch einen fairen Preis und ist dabei auch noch ein richtiger Augenschmauss!
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Bester einbändiger Anatomie-Atlas
Der Vorteil des NETTER sind die idealisiert-realistischen Darstellungen mit klarer Struktur und eher buntem Gesamtbild. Für manchen Geschmack ist das eben zu bunt, andere sehen das als große Hilfe beim visuellen Einprägen von Strukturen.
Der bewährte
Atlas
hat mit der vierten
Auflage
sein Äußeres gewechselt: jetzt erscheint er, wie das englischsprachige Original, im Elsevier Verlag und präsentiert sich mit grünem Umschlag und Softcover (die Produktabbildung hier bei Amazon täuscht!). Schade, dass der robuste Hardcover-Umschlag nicht beibehalten wurde. Dafür glänzt die Neuaflage mit noch hochwertigerer Papierqualität. Das erlesene Papier und die ersklassige Druckqualität (Printer Trento, Italien) lassen die Netter-Bilder in ihrer Brillanz voll zur Geltung kommen. Ein weiteres Plus: mit dieser Auflage bekommt man erstmals einen Zugangcode für www.netteranatomy.com, das Online-Bonusmaterial der englischsprachigen Version.
Inhaltlich ist dieser Atlas im Goßen und Ganzen unverändert geblieben und das ist auch gut so! Eine klare Gliederung der Kapitel durch Farbkodierung, deutliche Seitenüberschriften und eine, meiner Meinung nach, noch besser gelungene Zusammenstellung von Seitenpaaren ("so dass man auf einen Blick die verschiedenen Ansichten der illustrierten Strukturen vergleichen kann" Zitat aus dem Vorwort) machen die Orientierung einfach. Auf fast allen Seiten findet man oben Verweise auf korresponierende Farbtafeln, die z.B. den aktuellen Situs aus einer anderen Perspektive zeigen. Hier spielt der NETTER seine Stärke aus, die komplette
Anatomie
in einem einzigen Band zusammen zu fassen. Des weiteren sind, für einen modernen Atlas üblich, radiologische Bilder, z.B Röntgen Thorax und CT-Schnitte eingestreut und geben so, einen kleinen Vorgeschmack auf die praktische Anwendung der Anatomie.
Von den, wie erwähnt, nur vereinzelten inhaltlichen Änderungen profitiert die Neuausgabe nur zum Teil. Positiv ist: Aus dem Fundus der original Netter-Werke wurden Abbildungen zur Lumbalpunktion, Thoraxdrainage und zu Varianten des Truncus Coeliacus hinzugefügt. Die von C. Machado neu gezeichneten Transversalschnitte (Querschnitte durch den Oberkörper, wie beim CT-Bild) findet man jetzt, gut einsortiert, in den jeweligen Kapiteln. Neu ist auch eine schöne Tafel zum Bandapparat des Beckens (Tafel 372). - Weniger gelungen hingegen, dass einige Netter-Abbildungen durch gänzlich neue Tafeln ersetzt wurden. Die Originale von Netter fand ich besser, weil übersichtlicher, das gilt insbesondere für die Übersicht zum Sympathischen und Parasympathischen Nervensystem (Tafel 165 und 166) und für die Darstellung der Äste der Arteria subclavia (Tafel 33).
Eine kleine Schwäche des NETTER bleibt die Neuroanatomie, z.B. zu wenige Gehirnschnitte. Unverständlich daher, dass die Tafel zu Rückenmarks-Querschnitten und Leitungsbahnen (Tafel 158 der dritten Auflage) in der vierten Auflage nicht mehr vorhanden ist. Für den Hirnkurs habe ich übrigens auf das empfehlenswerte Buch Neuroanatomie von Martin Trepel mit seinen zahlreichen Abbildungen, zurückgegriffen.
Aber trotz all der kleinen Kritikpunkte stufe ich den NETTER als besten einbändigen Anatomie-Atlas ein. Ich kam während meines Anatomiekurses mit ihm sehr gut zurecht. Gerade was Anschaulichkeit angeht, ist der NETTER z.B. dem SOBOTTA oder TILLMANN oft voraus. Der Netter hilft oft, das Wesentliche auf einen Blick zu erfassen! Gerade im unübersichtlichen Situs im Präpariersaal ist der NETTER oft "schneller" als andere Atlanen. In der Handhabung ist er angenehmer, als der mächtige SOBOTTA-Gesamtband. Einige sehr wenige, marginale Strukturen wird man im NETTER nicht finden und übrigens auch die PROMETHEUS-, SOBOTTA- und TILLMANN-Anhänger waren mit ihrem Rat manchmal am Ende. Kein Atlas ersetzt eben das Studium an der Leiche im Präp-Kurs und einen erfahrenen Tisch-Assisteneten. Summa sumarum empfehle ich den Netter als didaktisch ausgereiften Lern-Atlas!
(c) 8/2008 Peter Poradisch | Medizinlehrbuecher.de
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Ideal für Vorklinik und Klinik - die 4. Auflage des Netter - Anatomieatlas
Die nun bei Elsevier erschienene 4.
Auflage
des Netter -
Anatomie
atlas
führt auf 640 Seiten durch die komplette makroskopische Anatomie. Ergänzende schematische Abbildungen der mikroskopischen Anatomie wie der Feinbau der Leber (Tafeln 291 und 292), die Schleimhaut des Magens (Tafel 236) und die Histologie der Speicheldrüsen (Tafel 61) vereinfachen das Verständnis der makroskopisch - mikroskopischen Zusammenhänge und der Struktur - Funktions - Einheit.
Gliederung und Konzept wurden weitestgehend beibehalten, die deutlichen Farbmarkierungen am oberen Rand der Seiten machen die Orientierung in den einzelnen Themengebieten leicht.
Was besonders positiv auffällt ist die zusätzliche, kleiner gehaltene, englischsprachige Überschrift der Bildtafeln, die in anderen deutschsprachigen Atlanten nicht zu finden ist.
Die im Netter verwendeten Bildtafeln finden sich in noch besserer Qualität als in der Altauflage, es ist einfach eine Freude sich mit diesem Atlas durch die Anatomie der einzelnen Testate zu arbeiten!
Besonders wenn man damit beginnt, sich im vorklinischen Abschnitt in die verschiedenen Strukturen und Lagebeziehungen einzusehen, ist man auf verschiedene Perspektiven angewiesen, die die Position der einzelnen anatomischen Elemente zueinander klarmachen. Gerade bei so komplexen Themen wie dem Mittel- und Innenohr, deren Lage im knöchernen Schädel und dem Verlauf der einzelnen Bogengänge leisten die Abbildungen Unvergleichliches.
Viele Tafeln erwecken durch ihre einzigartige Darstellung einen hervorragenden Eindruck der Dreidimensionalität der Struktur, so beispielsweise das von C. Machado gezeichnete Bild der Gefäßversorgung des Auges (Tafel 91).
Funktionell schwierigere Themen wie die Anatomie des Kehlkopfs und die Wirkungsweise der Kehlkopfmuskulatur werden durch Bildsequenzen unterschiedlicher Zustände erläutert, wie sie in diesem Maß einleuchtend in anderen Atlanten meiner Meinung nach nicht zu finden sind (Tafel 79).
Eine der größten Stärken dieses Buches sind für mich die Schemata der Hirnnerven (Tafeln 118 - 128) und vegetativen Kopfganglien (Tafeln 132 - 134). Was hier auf den ersten Blick ein wenig unübersichtlich scheinen mag ist nach dem Durcharbeiten der Materie im Lehrbuch Gold wert das komplexe Verzweigungsmuster, Qualitäten der Hirnnervenäste, Durchtrittsstellen und Versorgungsgebiete sind auf einen Blick nachvollziehbar und müssen nicht mühevoll aus Einzeldarstellungen zusammengepuzzelt werden.
In Puncto Topographie und Verlauf von Leitungsbahnen ist der Netter anderen üblichen Atlanten deutlich überlegen, beispielsweise Lagebeziehungen von Ästen des Plexus lumbosacralis zu benachbarten Strukturen lassen sich in dieser Klarheit weder im Prometheus, noch im Sobotta oder Tillmann finden (Tafeln 500 - 503).
Die Zeichnungen sind an den jeweiligen Kapitelenden durch Tomogramme bzw. konventionelle Röntgenaufnahmen komplettiert, was insbesondere die Vorbereitung aufs schriftliche Physikum erleichtert und die Verknüpfung zur diagnostischen Radiologie verdeutlicht.
Hinsichtlich der Faktendichte und Vollständigkeit ist der Netter eine ideale Lösung, wichtige Kleinstrukturen sind benannt und leicht zu finden, irrelevante Details, stören nicht.
In allen Kapiteln hält der Netter Atlas sein hohes Niveau; Situs, Extremitäten und auch Neuroanatomie sind wunderbar zusammengefasst detailreich aber keineswegs unübersichtlich.
Insgesamt ist für mich der Netter jener Atlas, der sowohl für das Lernen in der Vorklinik als auch zum Nachschlagen später im klinischen Abschnitt beste Dienste leistet!
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