Viktor wird mit 13 in einem Wald gefunden. Er kann nicht sprechen und hat kein Schmerzempfinden. Außerdem ist er scheu, und versucht sofort wieder auszureissen. Nach einiger Zeit nimmt sich ein Taubstummenlehrer seiner an, und unterrichtet ihn, um ihn in die Gesellschaft zu integrieren. Hier stößt er immer wieder an seine Grenzen, und überfordert auch Viktor.
Der Roman ist eine Bereicherung, da er kaum Fragen offen lässt. Der Schreibstil des Autors ist nie langweilig. Viktor wird sehr gut dargestellt, und er begleitet mich noch Tage nachdem ich das Buch zu Ende gelesen habe. In diesem Buch wird noch einmal deutlich, daß bestimmte verpasste Lernphasen in der frühen Kindheit nicht mehr nachgeholt werden könnnen.
Mir war der Roman eine Hilfe, da ich mich und meinen Mitbewohner oft wiedererkannt habe, und ihn so vielleicht wieder ein bißchen besser verstehen kann.(Und mich selbst auch :) ). Für Interessierte ein wirklich gutes Buch, daß zum Nachdenken anregt.