Es ist alles andere als ein Traumstrand, an dem sich Ralph Ember mit seiner Geliebten Christine regelmäßig zum Schäferstündchen trifft. Schlamm, Müll und Bauschutt türmen sich hier am Ort ihrer Lüste. Das letzte Rendezvous endet für Christine tödlich. Ember ist sich sicher, dass die Kugeln ihrer Mörder eigentlich ihm galten. Er weiß nun, dass ernsthafte Rivalen aufgetaucht sind im Kampf um das verwaiste Drogenimperium des ermordeten Bosses Kenward Knapp. Und Ember schließt auch nicht aus, dass sich die Polizei selbst ein Stück vom großen Geschäft sichern will. Panik ergreift den Besitzer des zwielichtigen Clubs The Monty, ein Zustand, der ihm im Milieu den Namen Panic Ralph eingebracht hat. Ein kruder Ehrbegriff lässt ihn aber nicht ruhen, bis er den Mörder seiner Geliebten zur Strecke gebracht haben wird -- oder bis es bequemerweise ein anderer für ihn erledigt. Die Polizisten Harpur und Iles haben den klaren Auftrag, den Drogensumpf der Stadt trocken zu legen. Harpur beschließt, eine der rivalisierenden Banden zu infiltrieren und interpretiert dabei seine Befugnisse außerordentlich freizügig.
Bill James gehört auf der Insel bereits zu den ganz Großen des Krimis. Der verdiente Durchbruch in Deutschland ist ihm indes bisher noch nicht vergönnt gewesen. Mit Rivalen startet der Rotbuch Verlag eine begrüßenswerte Reihe mit James' Romanen um die beiden Ermittler Harpur und Iles. Beißender Zynismus, Humor, umwerfende Dialoge und intelligente Plots sind die Markenzeichen eines der Meister des zeitgenössischen Kriminalromans. Der Rotbuch Verlag sollte sich mit den nächsten Bänden nicht allzu viel Zeit lassen! --Ulrich Deurer