Behrens Einführung ist der perfekte Ausgangspunkt für alle, die sich die Kritische Theorie selber erschließen möchte. Dies klingt wie ein Widerspruch, ist aber nicht so. Der Autor führt kurz und knapp in die Geschichte der Kritischen Theorie ein (von Gründung des Instituts für Sozialforschung bis heute) und erwähnt alle deren Hauptvertreter (Adorno, Horkheimer, Benjamin, Marcuse, Habermas, aber auch "kritische" Vordenker wie Marx oder Freud). Zudem werden Verbindungen zu neueren Denkrichtungen wie der Postmoderne oder den Cultural Studies dargestellt.
Nach Lektüre dieses Büchleins ist der Leser natürlich kein Experte der Kritischen Theorie. Vielmehr sind nun die Voraussetzungen geschaffen, sich selber einen Zugabg zu der Thematik zu verschaffen, selber so zu denken, wie es Adorno & Co getan haben. Behrens versucht nicht zu erzählen, was man über die Kritische Theorie zu denken hat, er berichtet so objektiv, wie es möglich ist. Die wichtigsten Konzepte und das entscheidene Vokabular werden in Ansätzen erläutert, so dass jeder Leser nun das Rüstzeug haben sollte, sich selber an den Texten der kritischen Theoretiker zu versuchen.