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  So weit die Füße tragen | Josef Martin Bauer
 
 
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So weit die Füße tragen
Josef Martin Bauer

Ehrenwirth Verlag GmbH, 1955 - 423 Seiten

Kundenbewertung:(31 Bewertungen)
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Was hier beschrieben wird, überschreitet unsere Vorstellung von Leid. Es ist der Tastsachenbericht eines Mann, der aus der Gefangenschaft in Sibirien ausbricht und drei Jahre bzw. 14208 Kilometer zu Fuß heim geht. Als der Journalist Josef Martin Bauer 1955 die authentischen Erlebnisse des Soldaten Clemens Forell - dieser wollte anonym bleiben - in Form eines Buches veröffentlichte, löste er nicht nur wegen der Gefangenenfrage heftige Reaktionen aus. Auch heute noch bewegt die Geschichte Forells, der nach seiner Heimkehr aufgrund der Arbeit mit Blei keine Farben mehr sehen kann, dem nur noch "Narben an Körper und Seele" geblieben sind und der die "Gnade des Vergessens" sucht. Beim Thema der "Gnade des Vergessens" denkt man unweigerlich an unsere verdrängende Vergangenheitsbewältigung. Trotzdem bleibt diese Odyssee ein spannendes, anrührendes "Abenteuer".

Forells Flucht ist gezeichnet durch Ängste und dem tierähnlichen Instinkt zu überleben: Immer wieder trifft er auf Menschen, die ihm helfen: Der Lagerarzt Dr. Stauffer, Rentierhirten, Gauner, dies sich als Geldwäscher betätigen, Jakuten, die ihn vor Wölfen retten, ein armenischer Jude und der Hund Willem. Auf seinem Leidensweg wird er typisierend oft nur noch "der Mensch" genannt.

Bernhard Bettermann, der auch in der Neuverfilmung den Soldaten Forell spielte, liest die monumentale Fluchtgeschichte. Dem kosmopolitischen Theater- und Filmdarsteller gelingt es, die schier endlose Leidensgeschichte spannend und ohne Pathos zu erzählen. Gekürzte Lesung, Spieldauer: ca. 426 Minuten, 6 MC. Auch erhältlich als CD (3785711492).

-- culture.text


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Klassiker der deutschen Nachkriegsliteratur

Über die Geschichte dieses Buches, das ohne Zweifel zu den Klassikern der (west)deutschen Nachkriegsliteratur zählt, ist sehr viel und äußerst kontrovers diskutiert worden. Die Hauptfrage natürlich: Hat es ein historisches Vorbild für die Gestalt des deutschen Kriegsgefangenen Clemens Forell und seine spektakuläre Flucht vom ostsibirischen Eismeer gegeben? Die Faktenlage ist immer noch etwas undurchsichtig, auch wenn mittlerweile ein 1983 verstorbener Mann, der zeitlebens unter den Folgen seiner Flucht litt, als reales Vorbild gilt.

Die inzwischen zweifach (1959, 2001) verfilmte Geschichte um Forell, der insgesamt drei Jahre auf der Flucht ist und nach einem gescheiterten Versuch, die Grenze zur Mongolei zu überqueren den Weg durch den Kaukasus in den Iran wählt, liest sich fesselnd, auch wenn Bauers Schreibstil nicht mehr heutigen Lesegewohnheiten entspricht. Man bangt und leidet mit der Hauptperson, erleidet Rückschläge und Enttäuschungen. In meinem Falle war ich sogar dazu angeregt, Forells Flucht auf einer Landkarte nachzuverfolgen.

Dieses Buch einmal gelesen zu haben, gehört sicherlich zur Allgemeinbildung, auch wenn es als Geschichtslektion freilich nicht geeignet ist, zu außergewöhnlich und untypisch ist die Handlung für das Schicksal der deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion nach dem zweiten Weltkrieg. Aber spannende Abenteuerliteratur mit ethnologischen Einblicken in das Leben der jakutischen, russischen und kaukasischen Bevölkerung ist es sehr wohl.


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Klasse Geschichte

Ich habe mir dieses Buch gekauft weil mich der Film dazu sehr fasziniert hat.Ich empfehle dieses Buch sehr weiter.Es hat einen tollen Inhalt.
Das einzige was ich bemängeln kann,dass die Abbildung hier eine Andere ist als auf dem Buch was mir geschickt wurde.Aber der Inhalt war der Richtige;-)


Rezension

Das Buch "so weit die Füsse tragen" erzählt auf äusserst spannende Art und Weise die Flucht des deutschen Soldaten Clemens Forell aus einem Kriegsgefangenenlager in Sibirien.
Ganz alleine zieht er durch die endlosen Weiten Russlands, jeden Tag ums Überleben kämpfend. Er schlägt sich bis nach Persien durch. Immer auf seinen Fersen: das russische Militär. Dessen Offizier es sich zur Aufgabe gemacht hat, Forell an seiner Flucht zu hindern, egal wie. Drei Jahre vergehen so. Er reist auf Eisenbahnwaggons, mit dem Boot und meistens zu Fuss. 14'208km legt er so zurück!

Mir persönlich gefällt das Buch deshalb, weil es bis zuletzt nicht an Spannund verliert. Durch die guten Schilderungen, kann man sich alles bildlich vorstellen. Der Schreibstil und auch die Wortwahl sprechen mich sehr an. Man kann sich so richtig in die Hauptperson versetzen, denn die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit.

Fabian


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EIN FASZINIERENDES SCHICKSAL

Dieser Literatur gewordene, auf Tatsachen beruhende Bericht ist immer wieder faszinierend zu lesen. Im Gegensatz zu der weiter unten geäußerten Kritik erschwert meiner Ansicht nach die Sprache das Lesen überhaupt nicht; im Gegenteil, es gelingt dem Autor, mit Hilfe seiner oft sehr eigenwilligen metaphorischen Ausdrucksweise dem Leser das Geschehen nahezubringen.
Am Ende des Buches fragt man sich, wie der Protagonist wohl wirklich hieß, wie er ausgesehen hat und was sein weiteres Schicksal war...


unglaublich berührend und aufwühlend!

Habe den Film leider nicht gesehen, aber dieses Buch dazu gelesen, und fand es echt aufwühlend, erschütternd, ergreifend, fast tauchte ich mit in diese Handlung ein! Natürlich ist mir klar, dass auch, wenn nach wahren Begebenheiten, viel konstruiert und dazuerfunden wird an solchen Geschichten, trotzdem finde ich es großartig, wenn jemand sowas zu Papier bzw. auf die Leinwand bringt, um der ganzen Welt vor Augen zu führen, Was Menschen erleiden und erdulden können!
Großartig, dramatisch, auch mutmachend dahingehend: " uns geht es gut, sieh mal, wie schlecht es anderen ging und wie sie damit umgingen- ja, sie ließen sich nicht unterkriegen!"
Mich hat diese Buch so berührt, dass ich mich noch tagelang mit den geografischen Bedingungen dieser Reise beschäftigte!


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7



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