Das erste Drittel des Buches beschäftigt sich mit den technischen Grundlagen der Fotografie und geht bereits auf wichtige gestalterische Regeln ein. Ist man als bereits Fortgeschrittener versucht, hier schneller zu blättern, bleibt man doch immer wieder an den zum Teil spektakulär guten Fotos hängen und liest die hilfreichen Beschreibungen und Tipps dazu.
Die restlichen zwei Drittel widmen sich den verschiedenen fotografischen Aufgaben, wie etwa der Portrait- oder der Landschaftsfotografie. Dabei legt der Autor viel Wert darauf, die Themen komplett zu behandeln. Ein Thema wie Portraitfotografie erschöpft sich deshalb nicht in den grundlegenden Techniken sondern stellt auch Spezialfälle wie Gruppenfotos, High Key, Low key etc. ausführlich dar.
Ein Highlight des Buches ist das Kapitel zu Spezialtechniken, in denen unter anderem Themen wie Grundtechniken der digitalen Bildbearbeitung, Stilleben oder Food-Fotografie u.v.a. angesprochen werden.
Der Autor verweist in den einzelnen Themen sehr geschickt auf verwandte Artikel im Buch quer, in denen er Techniken bereits erläutert hat, so daß ein nachträgliches Nachschlagen sehr vereinfacht wird.
Ein ausführliches Stichwortverzeichnis rundet das Buch ab.
Fazit: Ich fotografiere inzwischen gut 5 Jahre und hielt bisher die Bücher von John Hedgecoe für nahezu perfekt. Dieses Buch ist ausführlicher, origineller und enthält die für meinen Geschmack besseren Bilder. Ich habe viele Ideen und Anregungen erhalten und das Durchblättern hat einfach Spaß gemacht. Selten war ich von einem Sachbuch so begeistert :)