Mein fast perfektes Leben | Jonathan Tropper
Bücher:
mein fast perfektes ...
Mein fast perfektes Leben
Jonathan Tropper
Droemer/Knaur
, 2008 - 416 Seiten
Kundenbewertung:
(5 Bewertungen)
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Kauftipp
Super
Ich fand das Buch super, der rote Umschlag hat mich direkt angesprochen. Habe es in 2 Tagen am Strand verschlungen. Lustig, traurig einfach super und einfach zu lesen!
ende gut - alles gut?
Ein Buch, das einem schon die Zeit vertreibt, welches man aber schnell wieder vergessen wird, nachdem es im Bücherregal verstaut worden ist.
Was dem Protagonisten Doug widerfahren ist, gönnt man wahrlich niemandem. Der Klappentext ließ mich aufmerksam werden und versprach eine Menge. Sicher wurde hier ein ernstes Thema aufgegriffen, aber ohne es böse zu meinen, auf sehr amerikanische Art und Weise gelöst. Hollywoodlike eben.
Dieses Buch ist gut geschrieben, auch sehr im amerikanischen Stil.
Fast
jeder deutsche Lektor würde dem Autor die Vielzahl an Adjektiven wegstreichen. Amerikaner haben da keine Hemmungen, was in gewisser Weise auch reizvoll ist.
Die Handlung ist stringent und wird zudem im Präsens erzählt. Eben auch eine neuere Mode. Mann verliert Frau durch Flugzeugabsturz, trauert, kann dem Stiefsohn Russ nicht der Stiefvater sein, den dieser bräuchte. Es gibt einige Irrungen und Wirrungen in diesem Buch. Die komplette Familie taucht auf, der Ex-Mann der Verstorbenen ebenso und liebesbedürftige Nachbarinnen. Alles wird miteinander vermengt, mal gibt es Spannung und am Ende löst sich doch alles in Wohlgefallen auf. Jeder bekommt was er möchte. Ist schön, aber hier doch eine Portion zuviel des Guten. Klingt doch mehr nach Rosamunde Pilcher. Ein Franzen hätte das eventuell ein wenig anders gelöst. Als Leser möchte ich nicht ständig nur mit dem Schlimmsten konfrontiert werden. Aber ich möchte auch nicht schon am Anfang wissen, wie es ausgehen wird. Das ist viel Pulver verschossen worden für einen kurzen Knall. Es wird seine Liebhaber finden oder schon gefunden haben. Aber neugierig auf mehr von diesem Autor hat es mich nicht gemacht.
Ich weiß, dass diese Kritik nicht unbedingt auf Wohlwollen anderer stoßen wird. Aber dieses Buch ist gute Unterhaltung. Literatur ist was anderes. Meiner Meinung nach.
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Gelungen
Lustig und tragisch zugleich. Der Autor schreibt so überzeugend, als hätte er die Geschichte selbst erlebt. Ein leichtes Strandbuch für den Urlaub.
Der Haileysche Komet...
Doug Parker ist 29 Jahre jung, Journalist und bereits Witwer. Seine Frau
Hailey starb vor einem Jahr bei einem Flugzeugabsturz. Seit dem Tod seiner
geliebten Frau leidet er und hat sich vom
Leben
komplett zurückgezogen.
Da steht die Polizei vor der Tür, mit seinem Stiefsohn Russ. Er ist total
zugekifft und wurde in eine Schlägerei verwickelt. Der Polizist berichtet,
dass das in der letzten Zeit öfter vorgekommen sei. Doug macht sich große
Sorgen, doch er hat Russ zurück zu seinem Vater Jim gegeben, weil er der
Verantwortung nicht gewachsen war.
Später steht ein großes Familienessen an, da Dougs kleine Schwester bald
heiraten wird. Doch ausgerechnet auf der Totenwache für Hailey lernte sie
ihren zukünftigen Mann kennen und Doug hasst die Vorstellung, dass Menschen
aus dem Tod Haileys persönlichen Profit schlagen können. So hat er wenig
Lust auf das Familientreffen, doch seine Zwillingsschwester schleift ihn
mit. Sie hat sich bei ihm eingenistet, weil sie ihren Mann verlassen will
und dabei noch schwanger ist. Das Essen geht gründlich schief und man lernt
eine Familie kennen, wie sie wohl jeder irgendwie kennt, alle stellen ihre
eigenen Probleme als Nr.1 dar und jeder will besser vor dem anderen
dastehen.
Nach und nach erfährt der Leser, wie Doug und Hailey zusammengekommen sind,
was sie für ein Leben hatten und wie sehr Doug seine Frau vermisst. Sein
einziger Kontakt zur Außenwelt, fern ab von seiner Familie, ist eine
Kolumne in der Zeitung, für die er arbeitet. Er schreibt hier über sein
Leben als junger Witwer. Diese Kolumne erfährt großen Zuspruch und Doug
bekommt dadurch Anfragen von Verlagen und Talkshows, doch so weit ist er
noch nicht. Sehr gerührt ist Doug, als Russ sich ein Tattoo stechen lässt,
den Haileyschen Kometen. Auch wenn Hailey dies gehasst hätte, so rührt es
ihn doch zutiefst, wie Russ die Erinnerung an seine wundervolle Mutter
aufrecht erhält.
Claire nimmt ihrem Bruder eines Tages das Versprechen ab, dass er wieder
anfängt zu leben. Doch schafft sie es, die selber gerade privat in einem
Zwiespalt steckt, ihren Bruder wieder zum Lachen zu bringen? Kann Doug Mike
und Debbie verzeihen? Rutscht Russ auf die schiefe Bahn ab? Und was hat
Russ Schulpsychologin Brooke in dieser Geschichte verloren?
In einer sehr bildreichen und humorvollen Sprache schreibt Jonathan Tropper
sehr flüssig und fesselnd über das Leben von Doug Parker, ein Jahr nach
dem Tod seiner Frau. 406 Seiten lesen sich weg wie nichts, man ist
emotional tief verbunden mit den Protagonisten, bei jedem auf eine andere
Art und Weise. Die Stilwechsel zwischen Erzählung, Emails sowie der Kolumne
von Doug lockern das Buch auf moderne Art und Weise auf.
Mein
fast
perfektes
Leben ist eine wunderbare Geschichte für ein
Herbstwochenende unter der Decke mit Kakao, Kerzen und Schokolade. Es ist
eine Geschichte, die ein bisschen an P.S. ich liebe dich und deren Humor
an Jan Weiler erinnert. Eine Geschichte zum Lachen und zum Weinen, manchmal
will man auch beides gleichzeitig. Es ist ein Buch, das man am liebsten in
einem Rutsch durchlesen möchte, weil es einen perfekt vom Alltagstrott
fernhält, die Probleme der Protagonisten sind absolut menschlich und jedem
vertraut. Man leidet mit Doug mit, hadert mit seiner Familie, bewundert den
Mut von Claire, kann Debbie und Mike nicht verstehen und hat Mitleid mit
Russ, der seine Mutter verlor und zu seinem gehassten Vater zurück muss.
Ein Buch zum Zurücklehnen und Genießen. Ein Buch über ein fast perfektes
Leben, das eben nur fast perfekt ist dafür aber perfektes Lesevergnügen
bietet.
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Unbedingt lesen!!!!!
Man trauert und weint mit dem armen Kerl. Aber dieses Buch ist weder kitschig noch rührselig geschrieben. Jeder einzelne der Familie hat irgendwie sein Päckchen zu tragen, was dem Autor gelungen ist auf komische Art und Weise aufs Papier zu bringen. Sehr empfehlenswert .
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