Das Grab im Deich | Kari Köster-Lösche
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das grab im deich
Das Grab im Deich
Kari Köster-Lösche
Droemer/Knaur
, 2008 - 376 Seiten
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Sönke Hansens dritter Fall!
Den Auftakt bildet die Auffindung einer Kinderleiche, ein Neugeborenes wurde am
Deich
verscharrt. Sönke Hansen ist sofort klar, dies ist sein dritter Fall und Geschichte entwickelt sich analog der vorangegangenen Fälle spannend und unvorhergesehen. DAS
GRAB
IM DEICH von Kari Köster - Lösche ist wieder ein gelungener Krimi von den Nord-Friesischen Inseln.
Obwohl schon der dritte Fall um den Wasserbauinspektor Sönke Hansen, so ist auch dieser Krimi frisch, unprätentiös und als gelungen zu bezeichnen. Einige der Figuren sind natürlich schon bekannt und die Probleme Hansens ebenfalls, dennoch gibt auch dieser dritte Fall viel Sprengstoff her und die Autorin Kari Köster - Lösche hat wieder einmal gut recherchiert.
Wer ist die Mutter des getöteten Neugeborenen und warum tat sie es? Warum muss noch jemand sterben und wieso versucht man schon wieder Sönke Hansen politisch kalt zu stellen? Die Auflösung ist sehr spannend und wird hier nicht verraten...
Dieser neue historische Kriminalroman offenbart wieder einmal die Abgründe der menschlichen Seele - spannend bis zur letzten Seite.
Sehr empfehlenswert!
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Das Grab im Deich
Da ich in England lebe, stille ich mit den Buechern von Kari Koester-Loesche mein Heimweh.
Von der Geschichte war ich eher enttaeuscht, streckenweise langatmig (Friesentemperament); die Erklaerung fuer den Tod des Kindes fand ich zu durchsichtig. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Frauen in jener Zeit nicht so aufgeklaert waren wie die Frauen von heute. Ich glaube aber nicht, dass sie so weltfremd waren. Vielleicht stimmt mir jemand zu, der auch ein Kind verloren hat.
Und letztendlich hat Soenke Hansen ja auch fachkundige Hilfe gehabt. Alleine haette er den Fall naemlich nicht geloest.
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Ein spannender Krimi mit Einblicken in die Kulturgeschichte Nordfriedlands und die neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts
Kari Köster-Lösche ist in der Vergangenheit schon mit einigen viel beachteten historischen Romanen hervorgetreten und legt nun mit "Das
Grab
im
Deich
" den dritten Band einer Reihe vor, in dem sie in den achtziger Jahren des vorletzten Jahrhunderts einen Wasserbauinspektor namens Sönke Hansen auftreten und mit einer ganz besonderen Art und Weise Kriminalfälle lösen lässt.
Seine Fälle spielen im Wattenmeer zwischen Husum, Nordstrand , Föhr und den Halligen. Auf einer dieser Halligen, auf Langeness ist Sönke Hansen öfter bei seiner Lebenspartnerin, der Halligbäuerin Jorke zu Gast. Wer jemals im Urlaub diese wunderbare Landschaft dort oben im Wattenmeer erleben konnte, wird an diesem Buch große Freude haben. Wem es gefällt, in historischer Umkleidung nicht nur gut und sauber recherchierte Informationen über die damalige Zeit, Politik und Kultur zu erhalten, sondern dabei auch auf fast jeder spannenden und gut geschriebenen Seite das Gefühl nicht los wird, hier werde durchaus von aktuellen Geschehnissen erzählt, der wird von diesem Buch begeistert sein.
Bei Deichbauarbeiten zur Sicherung der Hallig Langeness vor weiteren Sturmfluten wird die Leiche eines Babys entdeckt. Entfernt gehört dieser für die Insel einmalige Vorgang schon in den Zuständigkeitsbereich von Sönke Hansen, aber erst als ihn sein ihm sehr wohlgesonnener Vorgesetzter in Husum grünes Licht gibt, fängt Sönke Hansen an zu ermitteln.
Kari Köster - Lösche schildert auf eindrucksvolle Weise das Leben auf der Insel Föhr um das Jahr 1886. Sie beschreibt den Kurbetrieb und die Kultur der Reichen und Neureichen, die es sich leisten können, mehrfach im Jahr für viele Wochen in Wyk zu kuren und von dort aus ihre Fäden zu spinnen. In dem Frankfurter Arzt Dr. Konrad Molitor begegnet Sönke Hansen ein eher sozialdemokratisch gesinnter Intellektueller, in dem großmäuligen und gefährlichen Abgeordneten des preußischen Landtags Paul Dürrschnabel (nomen est omen !) ein Vertreter jener deutschnationalen und militaristischen Gesinnung , die in nur wenigen Jahrzehnten Deutschland zweimal in einen furchtbaren Krieg führte.
Und als Dr. Molitor bei der Beobachtung von jungen Robben im Watt erschossen wird, begegnet Sönke Hansen in der Tochter Molitors, der Ärztin und Frauenrechtlerin Dr. Isabella Molitor einer Frau, die ihn und auch seine Lebensgefährtin Jorke schwer beeindruckt .
Der Fall wird gelöst, der Täter überführt, der Gerechtigkeit wird Geltung verschafft und der Leser hat über die ganzen 350 kurzweiligen Seiten des Buches das Gefühl, nicht nur einen spannenden Krimi zu lesen , sondern auch eine kleinen Einblick in die Kulturgeschichte Nordfrieslands und der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts zu erhalten.
Das Buch ist sehr zu empfehlen.
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Moin, moin
Der dritte Kriminalfall des
Deich
inspektors Sönke Hansen spielt im Jahre 1896. Der im zweiten Band (Der Austernmörder) geplante Deich auf der Hallig Langeness wird inzwischen gebaut. Eigentlich freut sich Hansen auf seinen zweiwöchigen Urlaub, den er mit seiner Verlobten Jorke verbringen will. Als aber ein toter Säugling auf der Baustelle gefunden wird, muss Hansen erst einmal im Fall ermitteln. Die Spur führt in wieder einmal nach Föhr, wo er außer einigen Gästen auch alte Bekannte aus den vorhergehenden Bänden trifft. Schon bald verfolgt Hansen eine Spur, bis er einen weiteren Mord aufzuklären hat.
Viele Vorkommnisse ähneln den vorherigen Fällen um den Deichbauinspektor aus Husum. Aber gerade das Vertraute macht die Charaktere so liebenswert. Der blonde Hansen wirkt sehr sympathisch, sodass man als Leser bei seiner Ermittlung die Daumen drückt und sogar mit ihm leidet, wenn bei einer Prügelei körperlichen Schaden nimmt. Die Streitigkeiten mit dem Deichgraf kann man inzwischen auch einordnen und weiß, dass Petersen auf jeden Fall unterstützend eingreift. Insofern ist es hilfreich, diese Serie in der Reihenfolge des Erscheinens zu lesen.
Kari Köster-Lösche beschreibt die Lebensumstände im Preußen des ausgehenden 19. Jahrhunderts sehr detailliert und lässt auch die politische Sicht nicht aus. Die Handlung ist zwar eher beschaulich und harte Aktion sucht man hier vergeblich, dennoch fesselt sie und die Spannung bleibt stets erhalten. Die Autorin gibt die Stimmung der friesischen Küste auf 344 Seiten sehr gut wieder und fügt sogar ein paar Rezepte bei, die damals üblich waren. Ein Glossar der typischen Ausdrücke aus der Küstenregion rundet den Roman ab. Ich hoffe auf weitere ominöse Vorfälle aus Schleswig.
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