Des Todes dunkler Bruder. | Jeff Lindsay, Frauke Czwikla
Bücher:
des todes dunkler br...
Des Todes dunkler Bruder.
Jeff Lindsay
,
Frauke Czwikla
Droemer/Knaur
, 2006 - 349 Seiten
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Mein Freund, der Mörder.
Was habe ich da jetzt eigentlich gerade gelesen?
Dieser Satz war wohl der erste, der mir nach der Lektüre von Des
Todes
dunkler
Bruder
durch den Kopf geschossen ist, denn das auf dem Klappentext als spannender Psychothriller angekündigte Buch, entpuppte sich bei näherem Blick eher als Persiflage dieses Genres.
Dexter Morgan, Experte für Blutspuren bei der Polizei von Miami, ist stets einer der ersten an einem Tatort. Oftmals sind es seine Einfälle und Eingebungen, die dabei helfen einen Mord aufzudecken. Was eigentlich auch nicht verwunderlich ist, denn der charmante, höfliche Laborant mit dem Perfekter-Schwiegersohn-Lächeln befasst sich auch neben der Arbeit mit dem Thema Mord.
Nachdem er als Kleinkind von seinem späteren Adoptiv-Vater Harry aus einem Hafencontainer voller blutiger Leichenteile gerettet worden ist, hat er einen ununterdrückbaren Drang zum töten entwickelt. Dieser Teil seiner Persönlichkeit, der dunkle Passagier, kontrolliert nicht selten sein ganzes Handeln. Mussten in seiner Zeit als Teenager nur Hunde aus der Nachbarschaft und entflohene Zooaffen dran glauben, ist er nun als Erwachsener vollends von der Kette gelassen. Nur die Worte Harrys, der so genannte Code, schränken seine Beute ein. Dexter tötet nur jene, die es wirklich verdient haben. Als er erneut zu einem mysteriösen Serienmordfall gerufen wird, an dem unter anderem seine Stiefschwester Deborah arbeitet, gerät der Code allerdings gefährlich ins Wanken.
Die Opfer, allesamt Prostituierte, tauchen stets in Einzelteilen hübsch verpackt und blutleer an verschiedenen Orten Miamis auf. Und Dexter, der für Menschen eigentlich weniger übrig hat als für seine Einrichtungsgegenstände in der Küche, verfällt in eine obsessive Bewunderung für diesen tödlichen Künstler. Und wird damit auch bald zur Gefahr für diejenigen, die ihm eigentlich nahe stehen sollten.
Jeff Lindsays Debüt um den mordenden Polizisten ist wohl das Bizarrste, was ich in diesem Genre seit Jahren gelesen habe. Das die Veröffentlichung von Darkly Dreaming Dexter in den USA für einen Aufschrei der Entrüstung gesorgt hat, ist mehr als nachvollziehbar. Lindsay stellt die Gesetze des Genres nämlich völlig auf den Kopf. Hier gibt es eigentlich keinen Guten und selbst die Mitglieder der Polizei, oftmals tumbe Zeitgenossen, vermögen keine Sympathie zu wecken, was zur Folge hat, dass der moralische Kompass des Lesers streckenweise total die Orientierung verliert.
Unterstützt wird das durch Lindsays Schreibstil, denn Des Todes dunkler Bruder ist ironischerweise trotz blutiger Leichenteile und zersägter Gliedmaßen derart witzig, das man das Dauergrinsen nur schwer aus dem Gesicht bekommt. An anderer Stelle krankt das Buch aber. Von Spannung ist nämlich keine Spur. Das vom Potenzial her mögliche und erwartete Katz-und-Maus-Spiel zwischen den Mördern, vermag bis zum Ende nicht zu packen und wird leider unsäglich unlogisch und ideenarm ausgearbeitet, was den Gesamteindruck ziemlich trübt.
Insgesamt ist Des Todes dunkler Bruder ein saumkomischer und extrem kurzweiliger Ausflug zur Dunklen Seite Miamis, der hinsichtlich der Spannung die Erwartungen jedoch nicht erfüllen kann. Weniger wäre hier an manchen Stellen mehr gewesen.
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Ein Herz für Serienkiller
Dexter, Adoptiv-Sohn eines Cops, arbeitet als blood spatter (Blutspuren)-Experte für die Polizei von Miami und hilft dabei Morde aufzudecken. Doch hinter der sauberen und höflichen Fassade des Laboranten verbirgt sich eine ungleich
dunkler
e, tödliche Seite.
Dexter, als Kleinkind von seinem späteren Adoptiv-Vater aus einem Hafencontainer voller Leichen und Blut gerettet, entwickelte als Teenager den ununterdrückbaren Drang zu töten, einen Teil seiner Persönlichkeit, die er den "dark passenger", den dunklen Passagier, nennt. Als sein Adoptiv-Vater diese SEite in ihm erkennt, lehrt er Dexter nur jene zu töten, die er als Mörder entlarvt. Und so geht Dexter seinem Verlangen nach Folter und Tod nach. Im Übrigen ist Dexter der "Gute" des Buches.
In "Darkly Dreaming Dexter" geschehen grausame Morde. Die Opfer, allesamt Prostituierte, werden in Einzelteilen, blutleer und hübsch verpackt an verschiedenen Orten Miamis abgelegt und Dexter, der das Gefühl hat, einen Spielgefährten gefunden zu haben, sucht fieberhaft nach dem Täter, um ihn seiner Kollektion einzuverleiben. Doch scheinbar hat der Täter das gleiche im Sinn und so beginnt schon bald ein blutig-düsteres Katz-und-Maus-Spiel, bei dem es offen ist, wer welche Rolle inne hat und Dexter, der bis zu diesem Punkt eine emotionslose kalte Persönlichkeit war, erfährt zum ersten Mal Gefühle.
Jeff Lindsays Debüt setzt die Meßlatte für das Crime-Genre nicht nur höher, es setzt sie neu. Überraschend, spannend und unvorhersehbar führt es den Leser auf eine dunkle Reise durch das sonnige Miami, deckt das Böse im Menschen auf und zeigt ganz deutlich, dass manche Menschen nur lächeln, um ihrem Gegner die Zähne zeigen zu können.
"Dexter" läuft inzwischen mit der 2. Staffel auch als Serie auf dem amerikanischen Sender Showtime und wird 2009 in Deutschland ausgestrahlt. Die erste Staffel behandelt das erste Buch.
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mal was anderes
Ein Spezialist für Blutspuren bei der Polizei bringt selbst in Serie Leute um. Da er nur die wirklich Bösen um die Ecke bringt hat der Leser auch kein Problem mit ihm mitzufiebern. Jeff Lindsay ist jetzt nicht gerade ein neuer Shakspeare, aber ich fand seine Art zu schreiben in Ordnung und hab das Buch an einem Wochenende zu Ende gehabt. Es war einfach mal etwas anderes einen solchen "Helden" zu haben....
Wie gemacht als Happen für Zwischendurch
Sicher, DES
TODES
DUNKLER
BRUDER
ist kein Buch, das keinesfalls im Regal fehlen sollte. Nichtsdestoweniger hat der Plot rund um den Serienkiller Dexter durchaus seine Momente. Der stellenweise tiefschwarze Humor macht dieses Buch zu ein spaßigen und kurzweiligen Happen für Zwischendurch und verspricht ein unterhaltsames, (ent)spannendes und unkompliziertes Lesevergnügen.
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Ein beachtliches Debüt
Dexter Morgan arbeitet bei der Polizei von Miami und geht einer recht ungewöhnlichen Beschäftigung nach: er mordet Killer lieber, als das er sie einlocht. Als in Miami ein neuer Serienmörder auftaucht, der scheinbar Kontakt zu ihm aufnimmt, wird es spannend...
"Des
Todes
dunkler
Bruder
" von Jeff Lindsay ist etwas anders und vielleicht am ehesten mit "Der siebte Tod" von John Cleave zu vergleichen. Wir haben es bei Dexter Morgan mit einem Spezialist für Blutanalyse zu tun, der ab und an seinem sogenannten Dunklen Passagier freien Lauf gibt, um Killer aus dem Verkehr zu ziehen. Morgan und auch die restlichen Hauptpersonen werden gut beschrieben, ein echtes Highlight sind die Grabenkämpfe und Gespräche mit seiner Vorgesetzten LaGuerta.
Das Buch ist durchgehend unterhaltsam, zu keiner Zeit langweilig oder überladen und findet jederzeit den richtigten Grad zwischen amüsanter Unterhaltung und echter Spannung. Für mich war es eines der besten Bücher der letzten Monate. Es ist nur hauchdünn an dem fünften Stern vorbeigeschrammt. Ich freue mich schon auf "Dunkler Dämon", dem zweiten Dexter Morgan-Roman, den ich kurzfristig lesen möchte.
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