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  Lockruf des Blutes: Ein Vampirthriller | Jeanne C. Stein
 
 
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Lockruf des Blutes: Ein Vampirthriller
Jeanne C. Stein

Droemer/Knaur, 2008 - 384 Seiten

Kundenbewertung:(4 Bewertungen)
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Besser als der Vorgänger

Die gute Nachricht zu erst. Der Roman ist besser als sein Vorgänger.
Sind im ersten Buch die Thriller-Elemente noch nicht gut umgesetzt, ist bei dem zweiten Band eine deutliche Steigerung zu merken. Auch die inneren Konflikte der Heldin werden besser dargestellt.

Anna Strong ist nun seit zwei Monaten Vampir und hat sich halbwegs daran gewöhnt. In der neuen Geschichte wird Sie mit der Ex-Freundin ihres Bruders und deren Tochter konfrontiert. Trish ist von zu Hause ausgerissen und in Drogen- und Mordgeschehnisse verwickelt und Anna soll sie finden. Nur langsam stellt sich heraus, dass die Darstellung von Trish durch ihre Mutter Carolyn nicht ganz der Wahrheit entspricht. Als anschließend noch Trishs beste Freundin tot aufgefunden wird, ist Anna immer mehr bestrebt, den Fall zu lösen, vor allem aus persönlichen Gründen.

In diesem Roman spricht die Autorin neben der Vampirthematik auch pornografische und sexuelle Missbräuche an. Die sogenannten Snuff-Filme sind auch in der Realität ein Problem. Hierbei handelt es sich um Filme, bei denen der Zusschauer nie weis, ob Schauspieler oder tatsächliche Opfer abgebildet werden. Zudem handelt sich um Pornografie, die sexuelle Gewalt darstellt.
Leider bleibt diese erste Thematik nur oberflächlich dargestellt, was den Eindruck vermittelt, dass die Autorin diesen Sachverhalt nur behandelt, um ihre Geschichte zu spinnen. Dies zeigt sich auch darin, dass nach dem Auffinden von Trish diese Figur nur noch Nebendarstellerin ist, auf deren Gefühlswelt nicht sehr intensiv eingegangen wird.

Ähnlich ist es mit den anderen Figuren, die im Laufe der Geschichte an Bedeutung und Darstellung verlieren. Einzig Daniel spielt als neue Figur dauerhaft eine Rolle.

Großes Manko des Buches jedoch bleibt Anna Strong. Weder als Kopfgeldjägerin, die nur dümmliche Fragen stellt und kaum Zusammenhänge erkennt, noch als Vampir kann sie überzeugen. Ihre ständigen inneren Konflikte beginnen bereits nach wenigen Seiten durch die sprunghafte Schreibweise der Autorin zu nerven. Mal macht Sie sich Sorgen um sich selbst, dann wieder um Trish, dann versucht Sie etwas herauszufinden und schwengt wieder zu ihrem Partner ab usw.
Wie beim Vorgänger weis der Leser, trotz Ich-Erzählerin, viel früher als die Heldin, wer in dieser Geschichte gut und böse ist. Im Gegensatz zu "Verführung der Nacht" wird dieser Moment jedoch länger herausgezögert und tritt etwas zwischen der Hälfte und dem dritten Viertel des Buches auf.
Wurde im ersten Teil noch die Entstehung von Strongs Vampirdarsein und die Suche nach den Zusammenhängen dargestellt, verkommt der Vampirismus in diesem Buch völlig. Neben einigen Gesprächen und Andeutungen des Chiefs, der Beziehung zu Daniel und dem "speziellen" Museum könnte Strong auch menschlich oder ein Fee sein. Die Probleme könnten die Selben sein.

Warum sollte man dieses Buch also lesen?
1. Wer den ersten Teil mochte, findet hiermit gute Fortsetzung , vor allem weil sich die Autorin stilistisch weiterentwickelt hat.
2. Das Ms. Stein sich einem wichtigen Thema wie Missbrauch und Pornografie annimmt, wenn auch nicht sehr überzeugend, ist interessant und wird nicht explizit dargestellt, sodass der Leser sich die Sachverhalte vorstellen kann, ohne mit harten Beschreibungen konfrontiert zu werden.
3. Dieses Buch kann man auch lesen, wenn man nicht Vampirgeschichten-Leser ist, da die Vampirelemente lediglich eine Zugabe zur Szenerie sind.

Deshalb gibt es von mir 3 1/2 Sterne auch wenn oben etwas anderes angezeigt wird.

Es ist wünschenswert, dass die Autorin diese positive Entwicklung weiterführen kann und lernt, die Figuren und ihre Konflikte besser zu beschreiben.


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Meist höchst spannend und sehr unterhaltsam


Der erste Teil einer Serie ist immer bis zu einem gewissen Grad ein Test, der nicht wirklich als Maßstab dienen kann ? zumal ?Verführung der Nacht? Jeanne C. Steins Debütroman war. Erst der Nachfolger kann beweisen, ob eine Reihe das Zeug hat, auf dem Markt zu bestehen - und das hat "Lockruf des Blutes" in qualitativer Hinsicht auf jeden Fall. Wer den Vorgänger mochte, wird sich in diesem zweiten Teil gleich wie zuhause fühlen: Die altbekannten Charaktere, allen voran natürlich Anna, sind wieder mit von der Partie, jedoch sind die Nebenfiguren David, Annas Partner, und Max, ihr Langzeitfreund, bei Weitem nicht so präsent wie noch im ersten Roman. Auch an Steins Stil hat sich nicht viel geändert; sie schreibt ihrer Protagonistin weiterhin die toughe Weiblichkeit und die herrlich sarkastischen Sprüche auf den Leib, von denen "Verführung der Nacht" über weite Strecken lebte. Alles wie gehabt also? Nicht ganz. Stein, das muss bei aller Sympathie für Anna Strong gesagt sein, läuft in "Lockruf des Blutes" noch deutlicher Gefahr, in die alte Klischeefalle zu tappen. Auch wenn sie mit ironischen Kommentaren versucht, manche allzu althergebrachten Binsenweisheiten über Vampire zu relativieren, gelingt ihr dies nicht in allen Fällen. Dieser Hang zum schon mal Dagewesenen kann als Verneigung vor den Klassikern verstanden, aber umgekehrt auch als Einfallslosigkeit gedeutet werden. Glücklicherweise hat der zweite "Vampirthriller" jedoch auch eindeutige Stärken, die jene Schwäche spielend ausgleichen. "Lockruf des Blutes" ist sehr spannend und vor allem mitreißend, was vielleicht auch ein wenig dem brisanten Thema, an das sich die Autorin heranwagt, zu verdanken ist. Auch Annas Seelenleben und ihrer inneren Zerrissenheit wird mehr Raum gegeben, sodass man wirklich mitfühlt und dank der wieder gut umgesetzten Ich-Perspektive auch alles miterlebt. Die Lesezeit vergeht entsprechend wie im Flug, und ehe man sich versieht, ist der Roman leider zu Ende - so unerhört flüssig und packend sind wenige vergleichbare Bücher geschrieben. Alles in allem ist Anna Strongs neues Abenteuer also zwar gelegentlich zu sehr dem Altbekannten verhaftet, die meiste Zeit über aber höchst spannend und sehr unterhaltsam.

Fazit: Ein schön bissiger Vampirroman für Freunde der untoten Blutsauger - und eine gute Fortsetzung, die Lust auf "Dunkle Küsse", den nächsten Teil, macht.




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Anna Strong 2 ...

Im zweiten Band um die Kopfgeldjägerin Anna Strong gibt es zum Glück eine deutliche Spannungssteigerung im Vergleich zum ersten Teil...

Das Buch beginnt dort, wo Teil 1 endete. Anna ist mehr denn je zerrissen zwischen ihren beiden "Leben" als Mensch bzw. Vampirin. Sie will sich ihre menschliche Seite unbedingt erhalten und ist nicht bereit sich ihrer "dunklen" Seite zu stellen.
Neben diesen inneren Problemen wartet ein besonders unangenehmer Fall auf sie. Ihre angebliche Nichte Trish ist verschwunden und als das Mädchen bei ihr auftaucht stellt sich heraus, dass sie sexuell mißbraucht wurde. Anna kann ihre Wut kaum zügeln, doch mit Hilfe des Polizeichefs Williams und dem neuen Charakter Frey, einem Gestaltwandler, fängt sie an zu ermitteln.

Die Autorin hat ihrer Protagonistin in diesem Buch mehr Tiefe verliehen und alte wie neue Nebenfiguren gekonnt in die Geschichte eingebracht. War der erste Teil noch nicht direkt ein Thriller, konnte sie dem Genre in "Lockruf des Blutes" nun gerecht werden. Ohne zu blutig zu werden, beschreibt sie einige harte Szenen und baut so die Spannung auf.

Mir hat die Lektüre großen Spaß gemacht. Dieser gute zweite Teil der Anna-Strong-Reihe macht Lust auf mehr!


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Anna Strong die Zweite!

Die Handlung startet nur ein paar Wochen nach Annas ungewollter Verwandlung in einen Vampir. Neue und alte Charaktere tauchen auf und eine verstrickte Handlung um die Tochter ihres verstorbenen Bruders Steve beginnt.

Die Autorin hat sich hier an ein brisantes, aber sehr aktuelles Thema gewagt. Und genau dieser Plot ist es, der den Leser in Atem hält. Blieb Annas Wesen im 1. Band noch etwas flach, waren ihre Gedankengänge hier viel intensiver. Ständig stand sie im Konflikt zwischen ihrer menschlichen Seite und ihrem neuen vampirischen Wesen. Blutdurst, Hass, Angst und Verzweiflung spiegelte sich in ihren Gedanken und Taten wieder. Sie verliert immer mehr ihre menschliche Seite und kann sich nur schwer beherrschen. Selbst der Gestaltwandler Daniel ist nicht vor ihren Übergriffen sicher. Als es zum großen Finale kommt beweisen die beiden aber, dass sie eigentlich ein gutes Team abgeben würden.

Schade war eigentlich nur, dass Annas Partner David hier so wenig in die Handlung mit eingebracht wurde. Und auch Max, der Undercoveragent, spielte nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch war dieses Buch rasanter und spannungsgeladener als sein Vorgänger. J.C. Stein hat sich hier wirklich gesteigert. Ich bin gespannt auf den Nachfolgeband, denn Anna steht zum Ende an einem Wendepunkt ihres Lebens. In welche Richtung nun ihr Weg verläuft, werden wir hoffentlich beim nächsten Mal erfahren.




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