Wilde Schwäne: Die Geschichte einer Familie. Drei Frauen in China von der Kaiserzeit bis heute | Jung Chang
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Wilde Schwäne: Die Geschichte einer Familie. Drei Frauen in China von der Kaiserzeit bis heute
Jung Chang
Droemer/Knaur
, 2004 - 732 Seiten
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Kauftipp
Ein aufregender Nachruf für den Maoismus
Wer
China
familiär von innen empfinden will, greift zu den Büchern von Pearl S. Buck oder Jung Chang. Bei Pearl S. Buck ist die Szenerie die
einer
einfachen
Familie
auf dem Lande. Jung Chang hingegen hat die Sicht einer gebildeten städtischen Familie. Beide Autorinnen lassen den Leser die Zeit von der japanischen Besetzung
bis
zur kommunistischen Revolution hautnah miterleben und ich möchte sagen, sie ergänzen sich.
In '
Wilde
Schwäne
' haben es die Familienmitglieder bis zum Erscheinen der Viererbande schwer, sich von den Idealen des Maoismus zu trennen, obwohl sie viel Leid ertragen müssen. Schließlich kehrt durch die Fähigkeiten des Politikers Deng Xiaoping mehr Ruhe ein. Wer dieses Buch gelesen hat, wird nicht mehr so leichtfertig die heutige Situation Chinas beurteilen.
Andere Rezensenten haben bereits die hervorragende Arbeit von Jung Chang gewürdigt. Zusätzlich ist aber besonders auch die Leistung der Übersetzer Andrea Galler und Karlheinz Dürr zu betonen. Die deutsche Übersetzung ist ein literarisches Werk für sich, wenn auch schon die englische Ausgabe 'Wild Swans' als Meisterwerk bezeichnet werden muss. Es ist schwer, die Spannung des Buches durch eine Lesepause zu unterbrechen.
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Grandioses Geschichtsbuch
Auf über 700 Seiten beschreibt Jung Chang die
Geschichte
ihrer
Familie
und dabei auch sehr detaillreich die weitestgehend in Deutschland unbekannte politische Geschichte
China
s. Sie beginnt mit ihrer Großmutter und deren Leben unter dem ausklindenden Kaiserreich und steigt dann in die Geschichte Ihrer Mutter und die Gründung der Volksrepublik ein. Die Zeit zwischen 1910 und 1949 nimmt etwa ein Drittel des Buches ein - der Hauptteil erzählt über die grausamen Jahre der Verfolgung und Kulturrevolution. Es endet mit dem Tod Maos und den Reformen durch Deng.
Changs Sprache bringt dem Leser unerträglich nahe, wie "Gedankenerziehung" im Menschen wirkt. Mich hat erschrocken, wie sehr sich doch intelligente Menschen von Idiologien leiten lassen und wie wenig wir uns selbst gegen solch eine Indoktrination wehren können. Die Chinesen haben nicht nur an den Kommunismus geglaubt und die ihnen übergestülpten Werte nicht offen in Frage gestellt, sondern ließen sich auch hin zu extremer Gewalt und Intoleranz fernsteuern. Chang beschreibt an mehreren Stellen, wie sie sich selbst für Ihre kritischen Gedanken geschämt und verurteilt hat, wie gottgleich Mao für sie war und wie stark der Zwang der Masse zur Uniformität wirkte. Unweigerlich mußte ich an die Erzählungen m
einer
Großeltern über die Diktatur im Dritten Reich und auch meine eigenen Erfahrungen in der DDR denken.
Das Buch macht sehr nachdenklich und zugleich wissenhungrig über die Region, die lange Geschichte des Landes, aber auch die aktuelle politische Lage einer aufstrebenden Nation, die im Westen oft verkannt wird.
Schade fand ich, dass der Schwerpunkt tatsächlich auf Maos irrer Vorstellung von Kommunismus lag und das "alte China" etwas zu kurz kam. Mir war das Buch auch etwas zu abrupt zu Ende. Gern hätte ich erfahren, wie es mit China unter Deng Xiaoping weiter ging. Die Familiengeschichte nach Changs Auswanderung Ende der 70er Jahre, also das Leben ihrer 4 Geschwister und ihrer Mutter, wird auf 2 der über 700 Seiten in einem Epilog abgehandelt.
Ein paar kleine, aber nicht weiter störende, Formfehler (wie zum Beispiel ständige Wiederholungen) sind mir aufgefallen - schmälern aber den Wert des Inhaltes nicht.
Volle Sternzahl trotzdem dafür, dass Chang ein erschütterndes und aufrüttelndes Werk geglückt ist, welches hoffentlich zur Aufklärung über China und sein Volk beiträgt.
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Exzellent!
Jung Chang's Buch über
drei
Generationen in
China
ist eine fesselnde Lektüre. Ich hab das Buch am Stück gelesen. Die
Geschichte
beginnt 1909 mit der Geburt Ihrer Großmutter und folgt der chinesischen Geschichte durch die Warlord-Periode, japanische Besatzung, die KMT Hexenjagd und China unter Mao und ganz zum Schluß unter Deng Xiaoping. Das Leiden Ihrer
Familie
unter der Kulturrevolution war für mich der schwierigste Teil des Buches. Offizielle chinesische Politik diktiert, daß Mao 70% gut und 30% schlecht war. Nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich ob Mao überhaupt positive Qualitäten hatte. Leider wird er in vielen Ländern immer noch als Heiliger verehrt. Die 70 Millionen Toten haben seinem Ruf anscheinend nicht geschadet. Manche werden es wohl nie lernen. Was mich erstaunt hat war, daß Jung Chang's Vater ein überzeugter Kommunist geblieben ist und das trotz s
einer
sehr schlechten Behandlung in der Kulturrevolution.
Es ist schwierig einem Buch dieser Größe gerecht zu werden. Ich kann euch nur empfehlen es zu lesen. Ihr werdet nicht enttäuscht sein. Außerdem werdet ihr nicht in der Lage sein es aus der Hand zu legen.
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Atemberaubend!
Dieses Buch ist einfach einmalig. Es liest sich von der ersten
bis
zur letzten Seite äußerst spannend und man muss nicht zwingend Hintergrundwissen über
China
mitbringen. Ein Buch, was an manchen Stellen auch sehr unter die Haut geht.
Ich kann es wärmstens weiter empfehlen!
Ergreifend!
Ein ergreifendes, atemberaubendes Buch über das Leben vor, während und nach der Kulturreolution in
China
.
Es bietet einen Einblick in eine Welt über die lange Zeit geschwiegen wurde. Ich würde es auf jeden fall empfehlen zu lesen, doch man braucht starke Nerven, denn es ist grausames geschehen und beschrieben.
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