Die Goldhändlerin | Iny Lorentz
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die goldhändlerin
Die Goldhändlerin
Iny Lorentz
Droemer/Knaur
, 2004 - 616 Seiten
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Kauftipp
Interessanter Hintergrund
Leas Vater und älterer Bruder sterben auf einer Reise bei einem Pogrom. Um die Familie davor zu bewahren, mittellos aus der Stadt vertrieben zu werden, schlüpft sie in die Kleider eines Mannes und tritt als ihr Bruder auf, der nun Hoffaktor des Markgrafen ist. Da ihr jüngerer Bruder schwer verletzt wurde, muss Lea jahrelang als Familienoberhaupt auftreten und sowohl den Reichtum der eigenen Familie mehren, wie auch die dreisten finanziellen Forderungen des Markgrafen erfüllen. Dabei muss sie verhindern, dass sie als Frau erkannt wird und dass "Samuel" und Lea verheiratet werden. Als sie dann auch noch in geheimer Mission nach Spanien reist, um eine dortige jüdische Familie vor der Inquisition zu retten, verkleidet sie sich nicht nur als Mann, sondern auch als Christ; alles Dinge, auf die harte Strafen stehen. Schafft "Samuel" es, unentdeckt zu bleiben und in die Rolle als Lea zurückzufinden?
Ich habe schon viele Bücher von Iny Lorentz gelesen und befürchtet, dass sich die Geschichten immer mehr gleichen. Dieses Buch hebt sich jedoch wirklich von den anderen ab und bietet einen interessanten Hintergrund. Dass es Judenverfolgungen schon im Mittelalter gab, lernt man ja in der Schule. Aber das Ausmaß und die europaweite Verbreitung dieser Praktik wird einem durch diesen Roman sehr anschaulich gemacht. Und auch die Tatsache, dass eigentlich beide Seiten nicht aufeinander zugehen wollen. Erschreckend ist dabei jedoch die Ausweglosigkeit der damaligen Juden, denn wohin hätten sie fliehen können, wenn ganz Europa die Juden aus ihrem Land vertreiben will? Die Situation der Juden im Mittelalter war sehr prekär: zum einen waren sie beliebt, um die Wirtschaft der Region anzukurbeln und die ewig bankrotten Landesherren zu finanzieren. Andererseits liefen sie Gefahr, dass man ihnen den Wohlstand neidete und sich auf übelste Weise ihrer entledigte, wenn man das Geld nicht zurückzahlen wollte.
Dieses Buch war sehr spannend und die Charaktere weitestgehend überzeugend. Allerdings war das Ende dann wiederum ein typisches Iny-Lorentz-Ende: oberflächliches, zu kurz geratenes Happy End, bei dem sich auch die emanzipierteste Frau freudestrahlend in die ihr zugedachte weibliche Rolle fügt.
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Interessanter Perspektivenwechsel
Historienromane gibt es zur Genüge, ebenso wie historische Romane mit den sogenannten "starken Frauen". Entsprechend gering waren meine Erwartungen an dieses scheinbar so typische Buch seines Genres.
Doch ich wurde sehr angenehm überrascht, wechselt die Autorin doch in eine Perspektive, die ich jenseits von Romanen über das dritte Reich selten gefunden habe. Die gesamte Erzählung wird aus jüdischer Sicht geschildert. Der Leser erhält einen eindrucksvollen Blick in den Alltag und die zu dieser Zeit "ganz normale" Unterdrückung der jüdischen Menschen im Mittelalter.
Abgesehen von diesem neuen Aspekt liest sich das Buch ganz wunderbar. Es ist spannend und unterhaltsam und ich kann es (nicht nur) Liebhabern von Historienromanen nur wärmstens ans Herz legen!
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Ich fands super ^__^
Das Buch ist wie viele andere von Iny Lorenz unterhaltsam, witzig und doch erfährt man viel vom Leben (diesmal von Juden) im Mittelalter. Es sind schreckliche Szenen, aber auch welche, die einem die Tränen in die Augen treiben dabei und so wird einem beim Lesen nicht langweilig. Einzig die Sprünge zwischen Spanien und Leas Heimat fand ich etwas störend im Lesefluss. Was ihre undankbaren Geschwister alles getrieben haben (im wahrsten Sinne des Wortes), interessierte mich eher nicht, war jedoch wichtig für die Wendungen am Ende des Buches. Somit also auch ein Muss ^__^ Ich werd mir auch jeden Fall noch die mir noch fehlenden Bücher von Iny Lorenz zulegen. Gibt leider nur noch wenige, die mir noch fehlen, an den ich mich vergnügen kann ;-)
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kann mit der Wanderhure fast mithalten
Da ich die Wanderhure und ihre 2 weitern Teilt verschlungen habe.Hab ich mir die
Goldhändlerin
gekauft mit der Erwartung das ich dieses Buch genau so verschlingen werde.
Und ich wurde nicht enttäuscht.
Denn die Abenteuer die Lea als ihr Bruder Samuel erlebt sind sehr gut geschildert und ich kann mir auch gut vorstellen das es damals so war. Auch wie sie ihre Familie versucht zusammenzuhalten auch wenn ihr die immer wieder in den Rücken fällt.
Also absolut lesenwert. Eine Iny Lorentz in Topform
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