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  Sklavin: Gefangen, geflohen, verfolgt | Mende Nazer, Damien Lewis
 
 
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Sklavin: Gefangen, geflohen, verfolgt
Mende Nazer, Damien Lewis

Droemer/Knaur, 2004 - 416 Seiten

Kundenbewertung:(69 Bewertungen)
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Selbst die Hunde in ihrem Heimatdorf hatten es besser, sinniert Mende angesichts der Essensreste, die die Dame des Hauses ihr vorgesetzt hat. Und das zwölfjährige Nuba-Mädchen aus den Bergen im südlichen Sudan kann sich auch nicht erinnern, in der Kindheit geschlagen worden zu sein: Kindheit, ein Idyll, das schlagartig erlischt in jener Nacht, als die arabischen Milizen in ihr Dorf einfallen: Die Hütten brennen, Männern werden die Kehlen durchgeschnitten, Frauen vergewaltigt. Zusammengepfercht auf der Ladefläche eines Lastwagens, finden sich Mende und ihre kleinen Freundinnen nach stundenlanger Fahrt im Haus eines Sklavenhändlers wieder -- Verteilerstation für die Häuser reicher Araber in Khartoum.

Mende Nazers im Frühjahr 1992 einsetzendes siebenjähriges Martyrium als "Abda" (Sklavin) gleicht einem Albtraum aus den finstersten Tagen der Leibeigenschaft. Nachts wie ein Tier in einem Verschlag gehalten, muss die "Yebit" (Arabisch für Mädchen), die keines eigenen Namens würdig ist, tagsüber einer Oberschichtfamilie in der Hauptstadt dienen. Ihrer Identität beraubt und sexueller Demütigung unterworfen, erlebt die junge Nuba, unter den Schlägen ihrer furchtbaren Herrin Rahab die so genannte Zivilisation als nicht enden wollende Fron.

Sehnsüchtige Gedanken an die Geborgenheit der fernen Dorfgemeinschaft halten sie am Leben. Ein karges Dasein, eingebettet in einen Kreislauf aus Geburt, Ackerbau und Tod, paradiesisch überreich jedoch angesichts ihrer jetzigen Existenz. Doch auch dieses Paradies wirft dunkle Schatten. Mendes Schilderung des unsäglichen Rituals ihrer Beschneidung fällt derart drastisch aus, dass mancher Leser diese Seiten überblättern wird. Als sie schließlich 1999 in das Haus eines hohen sudanesischen Botschaftsangehörigen in London weiterverkauft wird, beginnt Mende, inzwischen erwachsen, für ihre Freiheit zu kämpfen.

Mende Nazers erschütternder Bericht, den sie unmittelbar nach ihrer Flucht in London dem englischen Journalisten Damien Lewis in die Feder diktierte, legt den Finger in eine klaffende Wunde: den "heiligen Krieg" der Araber im Norden Sudans gegen die schwarzafrikanischen Völker des Südens, die systematische Kinderverschleppung und Versklavung. Was trotz weltweiter Proteste von der sudanesischen Regierung bisher stillschweigend geduldet wurde, nach Mendes eindringlichem Bericht wird darüber erneut geredet werden müssen. --Ravi Unger


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sehr bewegend

nicht fürjedermann geeignet da sie sehr hart und brutal alles schildert was ihr widerfahren ist! masterpiece!


Sklaverei im modernen Europa?

Dies ist eine Frage die man sich im 21. Jahrhundert ungläubig stellt. Mende Nazer kann diese Frage mit einem bitteren "Ja" beantworten. Als 12-Jährige während eines brutalen Überfalls auf ihr Nuba-Dorf im Sudan entführt und vergewaltigt, gerät sie in die Hände eines Sklavenhändlers und wird kurz darauf an ihre erste "Herrin" verkauft. Viele Jahre wird sie dort gedemütigt, geschlagen, misshandelt und unterdrückt, während sie täglich von frühmorgens bis spätabends sehr schwer schuften muss. Dann der Lichtblick: Sie soll zur Schwester ihrer Dienstherrin nach London. Eine Verbesserung? Nein! Auch hier wird sie als Sklavin behandelt. Bis ihr die Flucht in die Freiheit gelingt.

Eindrucksvoll beschreibt Mende Nazer ihre Kindheit in den Nuba-Bergen, ihre Jahre als Sklavin und ihren Kampf gegen die britische Regierung nach ihrer Flucht.

Auch wenn das Buch einfach geschrieben ist, so liest es sich flüssig und man kann es nur schwer weglegen.


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Sehr Bewegend

Mich hat das Buch sehr bewegt.

Wie man Mende ,wie es dort brauch ist,BESCHNITTEN hat,sie verschleppt hat,Sie ausgesucht hat ,wie Vieh am Markt----die Jahre, als Sie kleiner war,in Khartoum,bei der Familie wo sie schufften mußte-------Wie man Mende nach London brachte.....

Es ist ein Buch,was jemanden mitfühlen läßt...

Es ist auf jeden Fall Wert gelesen zu werden.Teilweise sind bei mir Tränen gekullert und ich war sehr fassungslos,das dies heut zu Tage noch passieren kann.

Es ist nicht nur,weil es wahr ist,es ist zudem mit Spannung geschrieben .Zudem kann man mitfühlen!


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Selten so ein gutes und ehrliches Buch gelesen !

Ich habe gerade erst ein bisschen mehr als 2/3 von diesem buch gelesen und bin total fasziniert. ich sitz grad in meinem büro und würde am liebsten weiterlessen. das buch fesselt und ist unglaublich emotional geschrieben.
es ist unglaublich, dass es heute solche boshafte mesnchen gibt, die menschen so nach rassen trennen und sie dann auch dementsprechend behandeln. sie haben keinerlei mitgefühl oder gewissen, sind aber sehr gläubisch. mende hat trotz all der demütigung und verzweiflung, die sie durchmachen musste einen relativ klaren kopf behalten und zeigt dadurch was für eine starke persönlichkeit sie ist.
ich bin schockiert, dass sich so etwas auf der welt in wirklichkeit abgespielt hat oder noch immer abspielt.
das buch lässt einen so mitleiden, das ich am liebsten selbst in den sudan fahren würde und ihrer "herrin rahab" die meinung sagen würde.
erstaunlich auch, dass mende hat so viel über sich ergehen lassen aber im prinzip blieb ihr ja nichts anderes übrig.

lest selbst
ich kann dieses buch nur weiterempfehlen !!


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Eine unfassbare Geschichte

Ich bin auf das Buch eher zufällig gestoßen, konnte es anschließend aber nicht mehr aus der Hand legen. Eine erschütternde und v. a. unfassbare Geschichte der Mende Nazer über ihr Sklavendasein im Khartoum und anschließend in London. Man kann nicht glauben, dass das alles im 20. Jahrhundert passiert ist und im 21. wohl immer noch weiterhin so passiert. Mende ist in etwa so alt wie ich und es hat mich schockiert und traurig gemacht, dass sie im Gegensatz zu mir so eine schreckliche Kindheit hatte. :-( Aber Mende zeigt auch, wie stark sie ist, indem sie es irgendwann schafft, einfach davon zu laufen. Man fühlt beim Lesen des Buches richtig mit Mende Nazer mit und würde alle Verantwortlichen ihres schrecklichen Lebens am liebsten sofort zur Rechenschaft ziehen. Ein Buch, das sich lohnt zu lesen, um die Geschichte Afrikas und die Unterdrückung der Afrikaner besser verstehen zu können.


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reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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