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  Hinterhalt. | Garry Disher, Bettina Seifried
 
 
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Hinterhalt.
Garry Disher, Bettina Seifried

Droemer/Knaur, 2004 - 254 Seiten

Kundenbewertung:(3 Bewertungen)
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Der letzte Coup war eine ziemlich schmerzhafte Pleite für Wyatt, die dem coolen Profi nicht die ersehnte fette Beute, dafür aber jede Menge gefährlichen Ärger und eine wachsende Schar von Verfolgern von beiden Seiten des Gesetzes einbrachte. Als besonders unangenehm erweist sich ein Privatschnüffler namens Stolle, der Wyatts Hoffnung auf seinen Notgroschen zunichte macht, ihm dafür aber den Kontakt mit einer geheimnisvollen reichen Kundin verspricht, die einen äußerst lohnenden Job anbietet. Nicht gerade ein überzeugenden Angebot, aber für Wyatt die letzte Chance, mit einer schönen Stange Geld unterzutauchen.

Doch der ausgefeilte Banküberfall entpuppt sich bald als Sprung ins Haifischbecken, mit jeder Menge unberechenbarer Details. Da ist der Direktor der Bank, der als Drogenkurier arbeitet, um seine Schulden zu begleichen und dabei eine Lieferung verliert. Das bringt auch seinen Auftraggeber in Schwierigkeiten, der seinen Heroinnachschub aus Papua-Neuguinea nicht mehr bezahlen kann und von einem Unterweltpaten zu einem riskanten Waffengeschäft erpresst wird. Und im Hintergrund ist da noch Stolle, der seine Schläger auf Wyatt hetzt, um ihm seine Beute abzujagen. Jeder arbeitet gegen jeden, und gleichzeitig verstricken sich alle in einem unüberschaubaren und tödlichen Netz. Selbst Wyatt droht die Nerven zu verlieren, zumal auch noch Anna Reid, seine frühere Geliebte und betrügerische Partnerin, ihre Hände im Spiel hat -- wird sie ihn wieder in einen Hinterhalt locken?

Nach dem furiosen Drachenmann, der Disher seinen zweiten Deutschen Krimipreis einbrachte, hat der australische Lakoniker wieder einen Roman um den einsamen Panzerknacker Wyatt vorgelegt. Wie seine Vorgänger, Gier und Dreck besticht auch Hinterhalt durch seine schnörkel- und kompromisslose Darstellung und einer mit kalter Präzision erzählten Story. Wieder beweist Disher seine Fähigkeiten, mit wenigen, aber äußerst kontrollierten und wirkungsvollen sprachlichen Mitteln eine dichte Atmosphäre zu erzeugen und seine Figuren überzeugend zu charakterisieren. Spannung entsteht hier im Kopf, nicht durch billige Effekte oder spektakuläre Szenen; Dishers Kunst besteht im Weglassen. Das Ergebnis ist eine Art australischer Krimi noir. --Peter Schneck


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Hammerhart, doch was bleibt über?

Vorab, der für mich bisher beste Roman der Wyatt-Serie - man fasst es kaum, dass Steigerungen möglich sind - dem ich gerne ein Zusatzsternchen vergeben würde.
Garry Disher zeichnet Wyatt, den Profigangster, auch hier wie in den Romanvorgängern ?Gier" und ?Dreck" als den verschlossenen, einsamen Wolf, dem seine Berufsehre über alles geht, ebenso wie Loyalität, die er nicht nur gewährt sondern auch einfordert. Konflikte gibt es folglich weniger mit Verfolgungsbehörden als mit Verfolgern und Konkurrenten aus dem eigenen Milieu, die ihren Teil abhaben wollen von dem schönen dicken Kuchen.
Und manch einer der dem moralischen Dreck dieses Umfelds auf Kosten Wyatts giergetrieben entkommen möchte, zahlt die Rechnung mit seinem Leben.
Das Leben Wyatts ist dann auch in dem vorliegenden Band eine Abfolge von Planung, Ausführung und letztlichem Scheitern, trotz aller Vorsicht, trotz aller Professionalität. Aber selbst der Leser, den vielleicht an manchen Stellen die kompromisslose, eiskalte Vorgehensweise des Helden abstößt, der einer selbstgestrickten Moral folgt, wird weiter durch den schnellen und spannungsgeladenen Plot getrieben, ohne Zeit zu finden, Atem zu holen oder unpassend zu moralisieren.
Schließlich wünscht man dem Berufsverbrecher, diesem hart arbeitenden Kerl, dass ihm auch mal ein dicker Fischzug gelingen möge, um zukünftig nicht nur auf lebenserhaltende Anforderungen reagieren zu müssen. Immer nur den Zinkern und Prellern dieser Welt zu unterliegen kann doch recht demotivierend sein. Denn auch in diesem dritten Band der Wyatt-Serie bleiben dem Helden zum Schluss nur ein paar Dollar und die Hoffnung auf einen neuen, erfolgreicheren Coup. Mit den schlappen Hunderttausend Dollar, die er seinen Häschern wieder abjagte, muss er am Ende seiner Komplizin und Geliebten Anna Reid die Flucht finanzieren, einer durchaus begabten Anwältin, die sich dazu entschloss, das Leben auf der anderen Seite mit Wyatt zu leben, nicht ahnend, dass sie dem dann doch nicht gewachsen war. Und so verflüchtigten sich wieder einmal Sore und Geliebte.
Doch: ?Wyatt glaubte nicht an Schicksal, an Glück oder Pech, aber er wusste, dass ab jetzt alles nur besser werden konnte." HMcM


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Wyatt ist wieder da..

Man muss schon mit Gier und Dreck - den beiden Erstlingswerken von Garry Disher beginnen um in den Sog dieser Bücher zu geraten. Eine klare 1 Plus für diese spannenden Hardboiled Romane.
Es macht einfach mehr Spaß sich mit einem Protagonisten einzulassen der eben nicht der saubere Held sondern ein ziemlich skrupeloser Verbrecher ist. Wyatt ist dabei aber immer geradlinig und wenn man zwischen den Zeilen lesen kann - sensibel. Ein echter lonesome rider. Wer die Romane von James Ellroy liebt kommt an Wyatt nicht vorbei.
Die Story ist in Hinterhalt wieder einmal klasse. Wyatt, gelinkt von seinen Kumpanen irrt ohne Geld im Untergrund herum und ist auf der Suche nach einem neuen Job. Er trifft wieder auf Anna Raid - sie hat was nettes ausbaldowert und lässt ihn durch einen zwielichtigen Privatdedektiv aufstöbern..... Eine spannende Handlung mit viel Drive entwickelt sich.
Kaufen!!!!


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Harter, lupenreiner Gangster-Thriller

Harter, lupenreiner Gangster-Thriller, spannend umgesetzt, und vor allem ohne den Leser stets mit denselben nach Schema F gebrauten und weichgespülten Geschichtchen und Figuren zu peinigen. Dishers Unterwelt ist kein romantischer, sondern ein ungemütlicher Ort, bevölkert von gierigen, dreckigen, hinterhältigen und verräterischen Zeitgenossen, die Freund wie Feind bedenkenlos zum eigenen Vorteil abschießen. Auch Wyatt kennt kein Pardon, wenn man ihn hintergeht. So mancher großer und kleiner Gauner, der seinen Weg in ?Hinterhalt? oder auch in "Gier" und "Willkür" kreuzt, bleibt auf der Strecke ? und Wyatt ist nicht der Mann, der einen Verräter schont, nur weil dieser ihm ohne Waffe entgegentritt...
Neben Hinterhalt habe ich auch gier und willkür gelsen, alle sehr nüchtern geschrieben und wohl, bzw. gerade deswegen, auch für leute geeignet, die sonst selten lesen; da ich jack reacher (lee child) und hank (charlie huston) als charaktere doch fesselnder finde, "nur" 3 Sterne; insgesamt sehr zu empfehlen (5 sterne gibts nur für den paten)


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