Es geht um den beruflich erfolgreichen, aber eigentlich unglücklichen Werbemanager Peter Shaw, der sich zudem mit den Folgen seiner Scheidung auseinander setzen muß. Dabei ist sein wichtigster Begleiter sein Butler und bester Freund Ernest. In dieser Situation lernt er die Provence und den Luberon (eine der landschaftlich schönsten Gegenden Frankreichs) und auch eine neue Liebe, die Französin Christine kennen. Er beschließt beruflich auszusteigen und in der Provence gemeinsam mit Christine und Ernest ein kleines Hotel aufzubauen (im wahrsten Sinne des Wortes). Und dabei lernt er nicht nur Land, sondern auch Leute der Provence kennen und lieben.
Peter Mayle gelingt es, die Personen seines Buches allesamt liebevoll zu charakterisieren, mit ihren guten Seiten wie auch Macken. Ironisch wird der Unterschied zwischen französischer und englischer Lebensmentalität aufgezeigt, wobei Mayle seine Landsleute nicht besonders gut abschneiden lässt.Dass er in seinen Roman eine an sich eigentlich überflüssige Krimistory einbaut, stört nicht weiter, sonder ermöglicht ihm einfach noch, ein paar sympatische oder auch weniger sympatische Figuren einzufügen. Auch dass die Guten gewinnen, die Bösen und Unsympatischen durchweg verlieren, passt in diesem Buch - alles andere würde einfach beim Verschlingen der Seiten irgendwie stören.
Hotel Pastis ist ein Buch, dass man vor dem Urlaub, im Urlaub, nach dem Urlaub oder zur Not auch statt Urlaub (gerne auch mehrmals) lesen kann. Es ist einfach exzellente anspruchslose Unterhaltung - nicht mehr, aber auch nicht weniger.