Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch | Alexander Solschenizyn
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Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch
Alexander Solschenizyn
Droemer Knaur
, 1999 - 190 Seiten
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Kauftipp
Ein Meisterwerk in seiner Schlichtheit
Erst durch den Tod des Autors bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden und absolut begeistert. Man könnte die Brutalität in den Lagern (Gulag, KZ) der linken sozialistischen Systeme des 20. Jahrhunderts nicht besser beschreiben als auf die Art und Weise, in der Solschenizyn es hier tut. Der Mensch wird auf eine Nummer reduziert und ist in den Jahren des der Gefangenschaft, die hier anhand des Ablaufs eines
Tag
es repräsentiert werden, nur danach bestrebt, die absoluten Grundbedürfnisse zu befriedigen, um überhaupt zu über
leben
. In dieser gefühlslosen Welt versteht es S. jedoch, durch die Hauptfigur und dessen Beziehungen so etwas wie Gefühl einzubringen.
In meinen Augen ein absoluten Muß für jeden Literaturbegeisterten.
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Warten
Mit dieser Erzählung tauchten die russischen Gulags in den westlichen Feuilletons auf. Solschenizyns nüchterne Beschreibung eines
Tag
es im
Leben
eines politischen Gefangenen, dessen Leben von einem Bissen Brot abhängt, sich wehmütig an ein Paar warme Stiefel erinnert, umringt von Lagerinsassen, die dasselbe karge Leben fristen, bewacht von Wärtern, die an ihrem Schicksal nicht interessiert sind, hallte als Aufschrei lange nach. Das Überwachungssystem funktionierte, das Überleben hing von Kleinigkeiten ab. Ein falsches Wort, ein Besitz, den jemand anderes gerne hätte, und das Leben war nichts mehr Wert. Die Zeit stand still, bis das Licht abgeschaltet wurde. Wäre da nicht der Hunger, der einen daran erinnerte, noch am Leben zu sein. Das Werk des späteren Nobelpreisträgers wird immer an eine der dunkelsten Kapitel der Sowjetunion erinnern. Die Tradition, politische Gegner, Aufmüpfige zu verurteilen und wegzusperren, bleibt jedoch auch in der Neuzeit ungebrochen. Überall auf der Welt. Das Leben hinter den Zahlen, die Amnestie International veröffentlicht, begegnet einem in dieser erschütternden Erzählung ungeschminkt.
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Schonungsloser Alltag im Gulag !!!
Ein wahres Meisterwerk an Emotionslosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Völlig schonungslos nüchtern wird hier über den Über
leben
skampf in einem russischen Strafgefangenenlager berichtet. Atemlos und mit Entsetzen verschlingt man
Iwan
s grauseligen All
tag
Zeile für Zeile. Geht total unter die Haut und wirkt nach, garantiert!!!
Solschenizyn - Russlands Feder und Gewissen
Ohne Frage, Alexander Solschenizyn ist einer der größten russischen Schriftsteller. Wenn einer Russland verkörpern kann, dann ist er es, heißt es im Kladdentext (BILD-Bestseller-Bibliothek Nr. 23).
Solschenizyns Gefängnisthriller "Ein
Tag
im
Leben
des
Iwan
Denissowitsch
" schildert einen einzigen Tag, stellvertretend für 3653 Tage voller Terror, Tod und Zwangsarbeit irgendwo in einem stalinistischen Gulag mitten in Russland.
Der Leser begleitet den Häftling Nr. S854 (Iwan Denissowitsch) 24 Stunden durch den grauenvollen Alltag in diesem surrealistischen Gefängnis jenseits des eisernen Vorhangs. Wecken, Zählappell, Essen fassen, Leibesvisitationen und dann harte, unmenschliche körperliche Arbeit in der "Brigade Nr. 105". Iwan schlägt sich durch diesen Tag ebenso wie durch die gesamte Haftzeit, die zu seinem eigentlichen Leben geworden ist, mit ständigem Hunger, kleinen Tricks, die das Überleben überhaupt erst möglich machen und emotionaler Abgestumpftheit.
Solschenizyn war der erste sowjetische Autor, des es wagte, das Tabuthema des stalinistischen Gulagsystems unverblümt und schonungslos zu beschreiben. Sein "Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" gehört zu den erschütterndsten literarischen Zeugnissen der sowjetischen Diktatur der Stalinzeit.
In seinem Erscheinungsjahr 1962 sicherlich eine Sensation, wirkt der Roman in der heutigen Zeit doch eher etwas angestaubt. Vielleicht liegt das daran, daß der Leser im Jahr 2007 durch die Reißer der Neuzeit in Literatur und Kino schon zu abgestumpft ist, um diesen Gefängnis-Thriller richtig verstehen zu können.
Solschenizyn bekam 1970 den Literatur-Nobelpreis. 1974 wurde er aus der Sowjetunion ausgewiesen und ging ins Exil nach Deutschland und später in die USA. Erst 1994 kehrte er in seine Heimat zurück.
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Ein Buch, welches sich zu lesen lohnt.
Iwan
Denissowitsch
Schuchow ist Gefangener der 105. Brigade des sowjetischen Arbeitslagers. Nach acht Jahren seines
Leben
s, die er bereits dort verbracht hat, ist er vertraut mit den Gegebenheiten und Regeln, die dieser ungemütliche Ort mit sich bringt. Er weiss wo man Essen und kleine Werkzeuge vor den täglichen Kontrollen der Aufseher verstecken kann. Er hat sich an die beißende Kälte Russlands gewöhnt, ist ein zuverlässiger und gewissenhafter Arbeiter auf der Baustelle eines naheliegenden Kraftwerks und schafft es ab und zu einem Brigadier einen Gefallen tun zu dürfen und dadurch eine Extraportion Suppe oder eine Zigarette ergattern zu können.
Aufrund der sehr guten und detaillierten Inhaltsangaben, die zu diesem Buch bereits von anderen Rezensenten verfasst wurden, werde ich an dieser Stelle mit meiner abbrechen und mich der Bewertung widmen.
Das Buch "Ein
Tag
im Leben des Iwan Denissowitsch" war eine sowohl interessante, als auch aufrüttelnde Lektüre, wenn auch in für mich ungewohntem Genre.
An den Schreibstil Alexander Solschenizyns müssen sich "Neulinge" wahrscheinlich erst gewöhnen. Als ich das hatte, war das Buch auch schon zu Ende. Dennoch ist die geringe Seitenzahl für den Umfang dieser Erzählung vollkommen angemessen, wie ich finde. Alexander Solschenizyn hat sich weder zu kurz gefasst noch ist er in langen Sprachsalven versunken und so empfand ich das Buch keineswegs als zu langatmig.
Besonders bewegend fand ich die Gewissheit der Realität des Werkes. Diese Banalitäten, die wir täglich oft unterbewusst erledigen: unseren morgendlichen Kaffe zusammen mit unserer morgendlichen Zeitung genießen, Zeit mit unseren Freunden und unserer Familie verbringen, essen können wann und soviel wir wollen und zu Bett gehen, wenn wir es für richtig halten. All diese Dinge wären für einen Iwan Denissowitsch keine Selbstverständlichkeit.
Die Gewissheit gefangen zu sein, der Menschenrechte beraubt, muss eine bittere, frustrierende Gewissheit sein.
Ein gutes Buch von Alexander Solschenizyn, dass ich nicht bereue gelesen zu haben.
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