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  Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland. | Hans J. Massaquoi, Ulrike Wasel, ...
 
 
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Neger, Neger, Schornsteinfeger! Meine Kindheit in Deutschland.
Hans J. Massaquoi, Ulrike Wasel, ...

Droemer Knaur, 2001 - 512 Seiten

Kundenbewertung:(54 Bewertungen)
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Hans Jürgen heißen und in Hamburg wohnen: nichts besonderes. Aber Massaquoi heißen, schwarz sein und in Nazideutschland leben: Ja, ging denn das überhaupt? Das Buch erzählt davon.

Als Hans Jürgen klein ist, lebt er beim Großvater in einer Villa mit Personal. Opa ist vornehm und sehr geachtet, Konsul des Staates Liberia. Der kleine Hans Jürgen sieht Schwarze als Herren, Weiße eher als Bedienstete. Eines Tages ist er mit seiner Hamburger Mutter plötzlich allein: Neger, Neger Schornsteinfeger rufen ihm die Kinder hinterher. Nicht lange, denn schnell ist er integriert. Ein kleiner Barmbecker Arbeiterjunge -- nicht mal elektrisches Licht gibt es zu Hause -- mit dunkler Haut und krausem Haar.

Bei der Hitlerjugend hätte er gern mitgemacht, wäre gern auf die Oberschule gegangen, gern Deutscher Meister im Boxen geworden, ja zur Not sogar freiwillig Soldat! Alles das aber gab es nur für Arier. Allerdings, er überlebt: Die Nazis sind mit der Verfolgung der Juden beschäftigt. Was mit Massaquoi geschehen wäre, wenn Deutschland den Krieg gewonnen hätte, der Rassen-Wahnsinn weitergegangen wäre, kann man sich ausmalen.

Wer Ralph Giordanos Die Bertinis gelesen oder als Fernsehfilm gesehen hat, wird hier auch einen Seitenstrang zur dort erzählten Geschichte wiederfinden: Ralph und Hans Jürgen, Jude der eine, schwarz der andere, begegnen sich sogar im Hamburg der Bombenangriffe. Sie sind bis heute miteinander befreundet.

Nach dem Krieg bleibt Massaquois Leben abenteuerlich und endet als amerikanische Erfolgsstory: Nacheinander gelingen ihm der Sprung in die USA, ein Studium und eine Karriere beim Magazin Ebony.

Dicke Leseempfehlung, spannendes Buch, gut übersetzt: Vor dem Verschenken unbedingt selber lesen! --Michael Winteroll


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Kann keine Liaison zur Geschichte aufbauen

Der Grund warum ich das Buch gelesen habe ist der Gedanke: "Dieses Thema gibt viel her." Juden in Nazideutschland das ist ja nun schon in allen Facetten durchgekaut worden. Sei es nun durch Dokumentationen oder durch Geschichten im Stile von Jurek Beckers "Jakob der Lügner". Farbige im "Dritten Reich" das war Neuland für mich. Umso mehr hat mich das Geschriebene maßlos enttäuscht. Man gewinnt den Eindruck, dass ausser kleineren Repressalien nicht viel passiert. Diese Aussage soll jetzt nicht verharmlosend rüberkommen. Ich meine im Vergleich zu tragischen KZ und Ghetto Geschichten kommen die gelegentlichen rassistischen Anfeindungen (von Lehrern, Arbeitgebern etc.) einem vernachlässigungswürdig vor. Auch hier wieder: Rassismus jeglicher Art ist nicht OK und soll mit dieser Rezension von mir keine Legitimation bekommen.
Oft kommt es mir vor wie Kurzgeschichten aneinader gereiht. Heute Lehrer X, dann Job Y und übermorgen Musikkapelle Z. Und auch das finde ich gelinde gesagt nicht so prikelnd.
Wie auch andere Rezensionen beschreiben drängt sich jedoch der Eindruck auf der Autor habe Star-Allüren durchdrängt von narzisstische Attitüden. So zelebriert Herr Massaquoi seinen gesellschaftlichgen Aufstieg in unsäglicher Weise. Da Herr Massaquoi geprägt durch die mütterliche Erziehung auch Sprichwörter liebt, würde ich es kurz und knapp mit "Eigenlob stinkt" beschreiben.
Postiv: Die Elaboration von unterschiedlichen Ausprägungen von Rassismus. Er beläßt es nicht nur bei der obligatorischen Nazi-Schelte sondern zeigt auch Defizite im kolonialen Afrika und seinem geliebten Amerika auf.


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Wertfrei

Ich finde es unglaublich, wie man sein Leben unter diesen Umständen meistern kann und bemerkenswert, das man, ohne in Selbstmitleid und Trauer zu verfallen, zurückschauen und sagen kann: "So war´s". Der Autor und seine Mutter sind bemerkenswerte Menschen, die es verstanden haben, sich unter den widrigsten Umständen durchzuschlagen und nicht aufzugeben. Nicht zu jammern und lange zu hinterfragen, sondern die Dinge so anzunehmen, wie sie sind und gegebenenfalls eben wieder ganz von vorne anzufangen. Ich wünsche dieser Familie ganz viel Glück und hoffe, dass sich diese Gabe, das Leben einfach anzunehmen, an die Söhne und Enkelkinder von Hans-Jürgen Massaquoi weitervererbt hat.


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Beeindruckend und spannend!

Nachdem ich den Film gesehen habe, waren meine Erwartungen an dieses Buch sehr hoch. Ich wurde nicht enttäuscht.
Ausgesprochen spannend und mitreißend schildert Massaquoi in seiner Autobiographie seine Kindheit in Nazi-Deutschland und später sein Leben in Liberia und den USA. Dabei wirkt er nicht überheblich, wie es bei anderen Autobiographien oft der Fall ist. Im Gegenteil: es ist erstaunlich, wie dieser Mann es immer wieder geschafft hat, das Schicksal positiv für sich zu nutzen, um sich seinen Traum von einem Leben in Amerika zu erfüllen.
Mein Fazit: Neger, Neger, Schornsteinfeger ist eins von den Büchern, die man am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Eine der beeindruckendsten und besten Biographien, die ich bislang gelesen habe.


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Relativ leichte Lektüre trotz ernstem Thema

Zur Handlung:
Dass es im Nazi-Deutschland wenig Schwarze gab, kann man sich vorstellen. Schon allein deshalb ist die außergewöhnliche Autobiografie von Hans J. Massaquoi, eines schwarzen Deutschen bemerkenswert. Und in Zeiten von ansteigenden neonazistischen Aktivitäten ist diese Kindheitsgeschichte mit Sicherheit ein wichtiges Dokument.
Als kleiner Junge wollte er unbedingt ebenso wie seine Schulkameraden zur Hitlerjugend. Im Teenageralter dann wollte er, wieder nur um nicht ausgegrenzt zu sein, zur Wehrmacht. Beides wurde ihm verwehrt. Der Sohn einer deutschen Krankenschwester und eines liberianischen Vaters kam 1926 zur Welt. Hans-Jürgen lebte mit seiner Mutter in der großbürgerlichen Familie seines Großvaters, des liberianischen Generalkonsuls in Hamburg. Kurz vor Hitlers Machtergreifung blieb er allein mit seiner Mutter in Deutschland zurück - und musste von nun an unter den schlimmsten Diskriminierungen leiden: Er wird vom Spielplatz gejagt, in der Schule ausgegrenzt, zurückgesetzt.

Meine Meinung:
Ein gutes Buch. Eine neue Perspektive, die das Bild vom dritten Reich ergänzt.
Erst mal ein Lob wegen die tolle Covergestaltung ein halbwüchsiger kleiner Schwarzer mit einem Hakenkreuz am Pullover. Dieser absurde Gegensatz trifft die Thematik der Biographie schon im Kern, finde ich.
Obwohl das Thema von Neger, Neger Schornsteinfeger natürlich ernst ist, ist das Buch eher heiter und an manchen Stellen sogar lustig, weil Hans J. Massaquoi sich nicht auf die Naziproblematik beschränkt, sondern einige drollige Begebenheiten seiner Kindheit erzählt. Das, und weil die Kapitel sehr kurz und der Erzählstil sehr einfach gehalten ist, macht das Buch auch durchaus zu einer geeigneten Urlaubslektüre! Die Erlebnisse des Autors bedrücken oder belasten nämlich nicht oder kaum, sondern machen nur an manchen Stellen nachdenklich.
Interessant wäre es sicher auch, das Buch mal auf Englisch zu lesen...
Vier von Fünf Sternen, weil ich denke, dass man das Buch nicht unbedingt gelesen haben muss. Dennoch empfehle ich es uneingeschränkt.



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CD hörenswert

so ab und zu hat man ein Buch das von Anfang an einen so fesselt, dass man es nicht mehr weglegen kann.
Ich habe es als Hörbuch gehört. Stimme von Ch. Lindert (u.a. auch Donna Leon)
Wut, Lachen, Fassungslosigkeit begleiteten mich während des hören ..... Der kleine Hans Jürgen hat meine volle Hochachtung.
Ich kann die neg. Rezensionen absolut nicht nachvollziehen.
Besser kann man Geschichte des dritten Reiches nicht wiedergeben. Er war dabei und hat es überlebt.


reviews: page 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10



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