Glen Duncan zeichnet das Psychogramm einer typischen Großstadtexistenz unserer Zeit, deren Kennzeichen Vereinsammung, Ratlosigkeit und Verunsicherung im Geschlechterkampf sind. Und er wagt es, die Wahrheit, seine Wahrheit, über männliche Sexualität zu sagen.
hier ein paar kleine Ausschnitte: ?Die Zeit ist keine Linie. Die Zeit ist ein stiller See, in den Steine fallen - kleine Wellen, Zentren, sich ausbreitende Ringe, die einander berühren, sich gegenseitig stören. ?Einsamkeit ist wie ein Geruch, wie eine übelriechende Aussonderung, die Haut und Kleidung mit einem Film überzieht. Sie lässt sich nicht abschrubben. Je einsamer man wird, um so fremder wird man den anderen. Je mehr man sich bemüht, normal zu erscheinen, desto deutlicher verrät man seine Einsamkeit. Es wird immer schlimmer. Gegen Einsamkeit hilft nur ein Wunder. Und ich glaube nicht an Wunder."
? Und noch immer frage ich mich - in diesen Tagen, an denen mein Bett leer ist, in diesen Nächten, in denen ich mir Pornos ansehe-, ob es einen Frieden gibt wie den Frieden, in den Armen einer Frau zu liegen, die einen liebt, für die man genug ist, für die man die geheimnisvollen Kriterien der Seele erfüllt..."
?Einsamkeit ist ein Leben ohne Liebe in einer Geschichte vom Tod"