Romy und ihre Familie | Jürgen Trimborn
Bücher:
romy und ihre familie
Romy und ihre Familie
Jürgen Trimborn
Droemer/Knaur
, 2008 - 576 Seiten
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EIN MUSS FÜR JEDEN ROMY-FAN !!!
Jürgen Trimborn hat als Biograph mit zu Recht internationalem Ruf das mit Abstand bestrecherchierte Buch über
Romy
vorgelegt. Er beschreibt, ohne jemals dem bereits so oft kolportierten Romy-Mythos zu erliegen, mit seinem außergewöhnlich komplexen und einfühlsamen Portrait ausführlich nicht nur ihre Kindheit und Jugend, sondern auch ihre familiäre Herkunft, die er über Generationen zurückverfolgt. Hier erfährt der Leser Details aus ihrem Leben, die anderswo schwerlich zu finden sind. Für jeden, der sich ernsthaft mit Romy Schneider beschäftigt, wird nach der Lektüre dieser Biographie feststehen, wie und warum sie gestorben ist.
Ich finde, der Autor hat die "wahre" Romy entdeckt und räumt mit vielen Mißverständnissen auf, die in anderen Büchern über sie als Tatsachen dargestellt worden sind, in Wirklichkeit aber nichts als kitschige Verklärungen sind. Die Biographie ist gründlicher und detailreicher als alles, was vorher jemals über Romy Schneider geschrieben worden ist. Am Ende des Buches fühlt man sich, als hätte man Romy persönlich kennengelernt.
Dieses Buch gehört unbedingt ins Regal derer, die sich wahrhaftig für Romy interessieren, denn ich halte es wunderbar geeignet für Leute die sich mit der Person Romy Schneiders beschäftigen wollen und keine oberflächlichen Informationen zu ihren Filmen suchen, wie sie etwa in der Biographie von Günther Krenn geliefert werden.
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Fakten lesenswert
Ich finde die zusammengetragenen Fakten lesenswert. Zumindest realistischer als vieles andere, was über
Romy
Schneider auf dem Markt ist. Hier wird versucht, ihrem Leben näher zu kommen, indem die Menschen ihrer nächsten Umgebung dargestellt werden. Leider legt sich der Autor sehr schnell auf seine persönliche Einschätzung fest und die ist durchgehend subjektv-negativ. Besonders Magda Schneider wird auf den ausschließlich "dunklen" Anteil des Archetyps Große Mutter eingeengt, ohne zu sehen oder sehen zu können, dass sie auf ihre Art und Weise versucht hat, auszubrechen, in ihr Leben und in den engen Mief dieser Jahre etwas Glanz zu bringen. Heute würde ihr die Kombination Kind und Berufstätigkeit vielleicht schon besser gelingen (siehe zahlreiche bekannte Schauspielrinnen).
Jede und jeder ist ein Kind ihrer / seiner Zeit. Romy Schneider, ihre Mutter und - Jürgen Trimborn. Lesen und selber denken. Ich habe das Buch unter dem Schwerpunkt Verlust und Trauer studiert und bin durchaus fündig geworden.
Eine gute Idee, aus der mit etwas mehr Gelassenheit und Objektivität noch sehr viel mehr herauszuholen gewesen wäre.
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