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  Lucy im Licht: Dem Jenseits auf der Spur | Markolf H. Niemz
 
 
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Lucy im Licht: Dem Jenseits auf der Spur
Markolf H. Niemz

Droemer/Knaur, 2007 - 192 Seiten

Kundenbewertung:(8 Bewertungen)
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Lucy und Jesus

Lucy hat eine Zwillingsseele: Sie lebte vor etwa zwei Jahrtausenden und heißt - Jesus!

Jesus hat damals zwar mit anderen Worten, aber inhaltlich das Gleiche wie Lucy gesagt. Besonders deutlich wird diese Gemeinsamkeit beim Lesen des Thomasevangeliums, siehe zum Beispiel Spruch 50. (Nähere wissenschaftliche Informationen und der Text des Evangeliums sind über Internetsuchmaschinen zum Suchbegriff "Thomasevangelium" auffindbar.)

Jesus formulierte für die Menschen seiner Zeit; Lucy formuliert für uns, die wir in der heutigen Zeit leben. Doch was ist der Grund für die auffällige Gemeinsamkeit? Zu dieser Frage möchte ich einen Erklärungsversuch wagen:

Jesus hatte eine Nahtoderfahrung (= die Kreuzigung). In der Zeit nach dem Wiedereintritt in den irdischen Körper (= die Auferstehung) bis zu seinem endgültigen Tod (= die Himmelfahrt) erklärte Jesus seinen Anhängern (= seinen Jüngern) die Nahtoderfahrung (= das ewiges Leben) und beauftragte sie, diese frohe Botschaft (= das Evangelium) weiterzuverbreiten.

Ich bin gespannt, was Lucy von diesem Erklärungsversuch hält und freue mich auf Ihre/Deine Meinung dazu!


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spannend, aber auch überzeugend?

Insgesamt lässt sich das Buch von Niemz als sehr liebvoll gestaltetes Werk einstufen, besonders hervorgerufen durch etliche künstlerische Darstellungen. Es erweist sich als guter Ratgeber in physikalischen Fragen und gibt einige geistreiche Denkanstöße, wie sich Religion und Naturwissenschaft vereinigen lassen.
Niemz geht von der These aus, dass sich unsere Seele nach dem Ableben auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, um dadurch die Barrieren von Raum und Zeit zu überwinden. Diese These wird zwar durch einige physikalische Argumente belegt, doch durch von ihm selbst dargestellten Nahtoderlebnisse widerlegt.
Es bleibt also letztendlich fraglich, ob sich der Leser dieser Theorie anschließen möchte. Ganz überzeugend wirkt seine Darstellung nicht.
Trotz dessen würde ich diese Buch jedem empfehlen, der sich auch den naturwissenschaftlichen Ausführungen bezüglich des Todes zuwenden möchte. Dieses Buch enthält auf jeden Fall einige physikalische Phänomene, die wir wohl ohne dieses Werk niemals mit dem Tod in Verbindung gebracht hätten.


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Physik, Theologie und Philosophie kommen friedlich zusammen


?Wer, wie ich, bereits "Lucy mit c" gelesen hat, ist zunächst enttäuscht, weil vieles Wiederholung ist, was die Physik betrifft. Aber das muss wohl so sein für diejenigen Leser, die "Lucy mit c" gar nicht kennen. Das Verdienst von "Lucy im Licht" ist aber, eine faszinierende und geradezu "bekennende" Verbindung zwischen Physik, Theologie und Philosophie herzustellen! Für mich gibt es drei Bücher, die eigentlich das ganze Gebiet inhaltlich abdecken und auch dem letzten Zweifler klar machen, dass es mehr "zwischen Himmel und Erde" gibt als unser begrenzter Verstand erfassen kann: 1.) Raymond A. Moody: "Das Licht von drüben" (reine Empirie) 2.) Markolf H. Niemz: "Lucy mit c" (die physikalische Erklärung dazu) und 3.) Markolf H. Niemz: "Lucy im Licht" (die Synopsis, ja fast Synthese von Naturwissenschaft, Theologie und Philosophie). Ich bin jetzt ein 61-jähriger "alter Hase" in der Medizin und habe als junger Wachstudent in der Intensivstation den ersten Menschen kennengelernt, der mir sehr schüchtern von seinem Nahtoderlebnis berichtet hat, - zu einer Zeit, als es noch keinerlei Literatur zu diesem Thema gab. Weil ich es selbst erlebt habe, sind alle diese Berichte für mich absolut glaubwürdig! Danke an Herrn Niemz, dass er die Erlöse seiner Bücher konsequent in die Erkenntnisse derselben in Form seiner Stiftung umsetzt, - das macht ihn umso glaubwürdiger! Gerne werde auch ich mich daran beteiligen. Um seine Arbeit zu fördern, habe ich seine beiden Bücher sowie das o. g. Buch von MOODY in das Literaturverzeichnis zum Thema "Nahtod-Erlebnisse" bei WIKIPEDIA eingestellt. Jesus Christus hat über Gott gesagt: "Ich bin der Weinstock und ihr seid die Reben", - man könnte auch sagen: wir alle sind Kinder oder Teile des allumfassenden liebenden Lichts, mit dem wir auch wieder verschmelzen werden, - keine Zukunft (Ewigkeit!) kann schöner sein! In diesem Sinne danke ich Lucy ganz herzlich für die gemeinsame Reise und die gewonnenen Erkenntnisse. Es wäre wunderschön, wenn möglichst viele Menschen sie nachvollziehen und daraus ihre Konsequenzen ziehen würden. Damit wären wir bereits jetzt auf Erden dem "Paradies" ein großes Stück näher....?



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Wäre schon schön...

"Lucy im Licht" ist das Folgebuch zu "Lucy mit c". Ich habe beide kurz hintereinander gelesen: Es lohnen sich beide, zumal man das zweite viel leichter liest, wenn man das erste schon intus hat. Wer aber Geld sparen will, dem rate ich, das zweite zu kaufen: Es ist ausführlicher, und die wichtigsten Argumente des ersten sind enthalten. Zudem ist es ansprechender gestaltet.
Das Buch wendet sich in erster Linie an "Sinnsucher", an Menschen, denen Fragen wie "woher komme ich, wohin gehe ich, gibt es etwas nach dem Tod"
wichtig sind. Es ist wirklich "dem Jenseits auf der Spur"(Untertitel).
Der Autor Markolf H. Niemz, immerhin Prof. Dr., stellt eine Grundthese auf: Wenn der Mensch stirbt, wird seine Seele auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt, damit sie ins Jenseits übergehen kann und erfreut sich fortan einer ewigen und omnipräsenten Existenz.
Und dieses Jammertal aus Raum und Zeit (sprich irdisches Leben) müssen wir Erdenwürmer nur deswegen durchschreiten, "um überhaupt erst in der Lage zu sein, die Bedeutung von Liebe zu erfahren und Wissen zu erwerben".
(Der geneigte Kritiker mag fragen: Wieso denn bloß?)
Nur dies, sagt der Autor - nämlich Liebe und Wissen - können wir auch mitnehmen ins Jenseits.
Nun ja, ich dachte mir schon, daß die Ackermänner und Co. ihren Fuhrpark und ihre Häuser irgendwie nicht durch die Urne kriegen. Weil ja auch, wie Niemtz als Physiker weiß, nichts Materielles auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden kann.
Steuert diese leichte Ironie jetzt doch auf eine schlechte Bewertung zu?
Zumal ja erschwerend dazukommt: Natürlich kann Herr Niemtz nicht beweisen(genausowenig wie du und ich oder der Papst), daß es eine unsterbliche Seele überhaupt gibt (was ja die erste Voraussetzung ist für seine These).
Zweitens hat er dankenswerterweise einen Anhang angehängt: Da läßt er zu - ganz selber Wissenschaftler - daß zwei andere Wissenschaftler beweisen, daß seine Thesen eher Unfug sind: Vor allem, daß das mit der Beschleunigung der Seele (wenn es sie gibt) auf Lichtgeschwindigkeit gar nicht möglich ist. Physikalisch, versteht sich.
Ja, aber auf die Physik baut der Autor ja ausdrücklich auf....
Weil sonst könnten wir nämlich auch gleich bei der Religion bleiben: Wenn es eine unsterbliche Seele gibt, dann dürfte eh alles Paletti sein und wir können die Physik nach unserem Ableben vergessen.
Schon wieder etwas Ironie. Ich muß jetzt was schreiben, was meine vier Sterne halbwegs rechtfertigt:
"Lucy im Licht" ist ein ausgezeichnet lesbares, spannendes Buch, das wunderbar versucht, einen Brückenschlag zu finden zwischen Wissenschaft und Religion und das vor allem es toll schafft, das Phänomen der Nahtoderfahrungen schlüssig und nahtlos mit einzubeziehen. Außerdem hat es mir wie kein anderes Buch manch wissenschaftlich Schwieriges so allgemeinverständlich erklären können (wie Teile von Einsteins Theorien oder der Quantenphysik).
Deswegen vier Sterne (manche Teile verdienen mindestens fünf)! Für thematisch Interessierte (auch Laien) ein Muß!
(Und außerdem weiß ja auch keiner, ob der Herr Niemz nicht vielleicht vollkommen recht hat...).



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Führt Lucy hinters Licht?

Wenn auch Herr Niemz auf meinen Beitrag "Nahtoderfahrungen" freundlich hinweist und einen Teil seiner Beispiele daraus zitiert, so hat er doch die ihm von mir nach "Lucy mit c" mitgeteilte Kritik weitgehend in den Wind geschlagen. Das neue Buch ist ansprechend und schön geschrieben und greift erfreulicherweise die Fragen des Jenseits aus der Sicht eines Physikers auf. Inhaltlich habe ich jedoch erhebliche Bedenken.
Der Autor betrachtet die Seele als etwas Unbestimmtes, das insofern raum-zeitlich ist, als es beschleunigt werden kann, und zwar bis auf Lichtgeschwindigkeit (andere Substanzen dieser Art kennt die Physik nicht). Im Nahtod oder Tod fliegt die Seele dem Körper davon (wohin, wenn es bei 3 Minuten NTE nicht einmal bis zum Mars reicht?). Die Tunnel-Licht-Erlebnisse werden mit dem Searchlight-Effekt "erklärt", sind demnach pseudophysikalische Illusionen. - Demgegenüber hat in den Nahtodberichten das Licht meistens eine mystische Begegnungsqualität, wird oft personalisiert und in Ruhe oder bei geringer Bewegung wahrgenommen. Sabine (vgl.mein Beitrag "Nahtoderfahrungen", S. 16)sah über ihrem Bett, in dem sie durch den Krankenhausflur geschoben wurde, schwebend sich "...eingehüllt in dem hellen wunderbaren Licht". Für einen Searchlight-Effekt dürfte die Geschwindigkeit des Bettes etwas gering gewesen sein. Niemz findet gleichwohl einige passende Berichte, was aber für eine allgemeine Erklärung nicht reicht.
Auch der immer wieder angesprochene "Rand" des Tunnels existiert nach dem Searchlight-Effekt nicht, insbesondere nicht, dort zu stehen, weil in Ruhe der imaginäre Lichteffekt verschwindet. Gleichwohl zitiert der Autor selbst auf S. 22 eine Frau: "Als ich unter dem Tunnelausgang stand..." - was also seiner eigenen Theorie widerspricht.
Viele Ungereimtheiten folgen schon aus dem Umgang mit sprachlicher Logik. So heißt es etwa auf S. 22: "Für eine auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte Seele finden alle Ereignisse in unserem Universum zeitlos statt". - Ohne Zeit gibt es aber keine Ereignisse. Jedes Geschehen setzt Zeit voraus, jedes Verb hat sprachlich nur Sinn, wenn Zeit zur Verfügung steht (die Redewendung "zeitlos" meint "zu jeder Zeit" und nicht "ohne Zeit").
Ähnlich verfährt der Autor mit dem Raum und gelangt zu einer absurden Rede von "Omnipräsenz" und "Ewigkeit" (S. 95): "Die Seele verabschiedet sich von der Raumzeit ihrer Hinterbliebenen, um in die Omnipräsenz und Ewigkeit entlassen zu werden". Das wird so begründet: "Für eine auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigte Seele finden zwei beliebige Ereignisse entlang ihrer Bahn distanzlos und zeitlos statt". Hier gibt es wieder "Pfannkuchen der Dicke null", "Ereignisse mit zeitlicher Erstreckung null".
Man könnte die Kritik fortsetzen, etwa darauf, dass auch quantenphysikalische "Nichtlokalität" für Omnipräsenz strapaziert wird. Auch auf die merkwürdige Verschmelzung der auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Seele mit dem Meer des Lichtes wäre einzugehen. Wo etwa bleibt die individuelle Begegnung von Nahtodbetroffenen mit (individuellen) Verstorbenen? Schließlich führt die Gleichsetzung Seele = Bewusstsein (S. 21) zu noch ganz anderen Problemen. Einige unsrer Kritikpunkte hat der Autor von zwei Physikern (kleingedruckt S. 179-182) vortragen lassen, aber nicht ausreichend beachtet.
Nimmt man die Niemzschen pseudophysikalischen Argumente als Science Fiction und sieht über etliche logische Widersprüche hinweg, dann bleibt eine didaktisch gute Einführung in einige physikalische Fakten und ein warmherziges, ästhetisch wertvolles Stück religiöser Literatur.


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