Freilich: Die gesellschaftliche Integration war schon angesichts der schieren Zahl der Vertriebenen nicht ohne weiteres zu leisten: Immerhin zwölf Millionen Menschen kamen bis in die fünfziger Jahre hier an, knapp acht davon in der Bundesrepublik. Zum Verlust der Heimat und jeglichen Besitzes traten hier die soziale Abwertung, beruflicher Abstieg und auch handfeste Not. Bis heute, so berichtet Völklein, finden sich in diesem Bevölkerungsteil Depressionen und Selbstmorde überproportional häufig. Wer die bedrückenden Erlebnisberichte in seinem Buch gelesen hat, wird sich darüber kaum wundern. Nicht gerade ein Buch, nach dessen Lektüre man fröhlicher durch's Leben geht. -- Hasso Greb